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FC Hansa Rostock Fan-Choreographie sorgt für kontroverse Diskussionen

Von Peter Richter | 13.08.2019, 19:44 Uhr

Ein beim DFB-Pokal-Spiel gegen den VfB Stuttgart auf der Südtribüne gezeigtes Banner hat zu heftigen Reaktionen geführt.

Das 0:1 im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart wird ein Nachspiel für Fußball-Drittligist FC Hansa haben – zumindest in Gestalt einer weiteren empfindlichen Geldstrafe wegen ausgiebigen Abbrennens von Pyrotechnik.

Vor allem aber erregte ein Banner „Ausser Rand und Band, für Verein und Vaterland“ Aufsehen. Nebst Verweis auf die Frakturschrift und das parallele Abspielen eines Songs der nicht unumstrittenen Band „Böhse Onkelz“ wurde das Transparent von vielen als „eine eindeutige Nazi-Gesinnung, die zur Schau getragen worden sei“, empfunden (NDR).

Auf NNN-Anfrage teilte Marit Scholz, Pressesprecherin des FC Hansa, dazu mit: „Bei der genannten Choreo handelte es sich um eine Choreo des Fanclubs ,Wolgastä‘ anlässlich seines 20-jährigen Bestehens – und somit um eine Choreo, die nicht vom Verein selber initiiert und auf die Beine gestellt wurde, sondern um eine von einem Fanclub beantragte Choreo. Choreos werden vorab mit einer Skizze beantragt und auf Sicherheitsrelevanz geprüft. Die angemeldete Choreo war nicht sicherheitsrelevant. Zudem wurde die Polizei vorab über die Choreo in Kenntnis gesetzt und die Inhalte durch den Staatsschutz geprüft. Die Prüfung ergab keine Auffälligkeiten. Darüber hinaus hat der Vorstand des FC Hansa Rostock den Aufsichtsrat über den Antrag und den Inhalt der Choreo informiert. Entscheidend dafür, ob eine Choreo genehmigt wird, ist demnach nicht die persönliche Auffassung und Haltung zu Inhalten, sondern ob sich diese Inhalte im rechtlichen Rahmen bewegen. Als demokratischer Verein in einer demokratischen Gesellschaft bedeutet dies dann unter Umständen auch, Dinge zu tolerieren – selbst wenn man diese persönlich nicht gut findet.“

Die Aktion wurde in den sozialen Netzwerken u. a. als „ätzend“ und „skandalös“ eingeschätzt, fand jedoch auch nicht wenig Zuspruch.