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FC Hansa Rostock 2:1-Auswärtssieg beim Tabellenführer

Von André Gericke | 03.05.2019, 23:14 Uhr

Nach 0:1-Rückstand setzen sich die Gäste durch Tore von Cebio Soukou und Merveille Biankadi beim VfL Osnabrück durch.

Starke Leistung des FC Hansa am Freitagabend zum Auftakt des 36. Spieltages der 3. Fußball-Liga. Die Rostocker holten vor 15 181 Zuschauern an der Bremer Brücke einen 0:1-Rückstand auf und gewannen mit 2:1 bei Spitzenreiter und Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück.

Hansa-Trainer Jens Härtel stellte wieder auf eine Dreierkette mit Amaury Bischoff in der Zentrale um. Zudem schickte er Tanju Öztürk von Beginn an auf den Platz. Dafür saß Kai Bülow auf der Bank. Jonas Hildebrandt fehlte wegen einer Gelb-Sperre.

Beide Teams agierten mutig und suchten den Weg nach vorne. Die Gastgeber waren immer wieder über Marcos Álvarez gefährlich. Der 27-Jährige versuchte es mit einer direkten Ecke (8./Bischoff auf der Linie) und verstolperte den Ball fast auf der Torlinie (15.). In der 20. Minute bekam Álvarez dann zuviel Platz in der Hälfte des FC Hansa und lief mit Tempo auf die Abwehr zu. Er steckte den Ball gekonnt auf Sturmpartner Girth durch, der eiskalt zum 1:0 einschob.

Doch Hansa war nur wenig geschockt und setzte weiterhin Nadelstiche. Merveille Biankadi pflückte einen hohen Ball runter und brachte ihn zu Cebio Soukou. Der wackelte Susac mit einer Körpertäuschung aus und traf aus 18 Metern zum 1:1 (26.). Beide Mannschaften blieben auf dem Gaspedal, wenngleich die Hanseaten einen Tick gefährlicher wirkten. Folgerichtig drehte der FCH die Partie noch vor der Pause. Soukou schlug einen 40-Meter-Pass auf Biankadi, der den Ball gekonnt verarbeitete und in Richtung Tor zog. Wie Soukou blieb er eiskalt und erzielte ebenfalls seinen zehnten Saisontreffer, traf zum 2:1 für Hansa (44.).

Nach dem Wechsel versäumten es die Rostocker, mit einem dritten Tor für Ruhe zu sorgen. Einige gute Chancen waren vorhanden. So setzte Biankadi nach einem Schuss von Pepic, den VfL-Keeper Kühn nach vorne prallen ließ, den Nachschuss drüber (55.). Noch klarer war die Möglichkeit von Pepic, der, von Biankadi bedient, den Ball aus fünf Metern über das Tor löffelte (59.).

Danach wurden die Hausherren wieder aktiver, schafften es aber nicht, sich hochkarätige Chancen zu erarbeiten. Einzig bei Standardsituationen strahlten sie Gefahr aus, doch Hansa-Keeper Ioannis Gelios packte bei einem Versuch von Girth sicher zu (82.). Die letzten Minuten, inklusive der fünfminütigen Nachspielzeit, musste der FC Hansa in Unterzahl überstehen, da Tanju Öztürk mit einer Knieverletzung vom Platz musste.

Osnabrück: Kühn – Ajdini (51. Tigges), Konrad, Susac (85. Farrona Pulido), Agu – Ouahim, Taffertshofer, Blacha, Heider (72. Pfeiffer) – Girth, Álvarez

Rostock: Gelios – Hüsing, Bischoff (73. Rieble), Riedel – Ahlschwede, Öztürk, Pepic, Wannenwetsch – Soukou, Breier (82. Hilßner), Biankadi (85. Bülow)

Schiedsrichterin: Katrin Rafalski (TSV Beese)

Tore: 1:0 Girth (20.), 1:1 Soukou (26.), 1:2 Biankadi (44.)

Zuschauer: 15 181