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Fußball-Landespokalfinale MV Hansa holt den Pott mit einem 4:1 gegen Torgelow

Von Peter Richter | 25.05.2019, 14:20 Uhr

Favorit FC Hansa ist im Fußball-Landespokalfinale im Neustrelitzer Parkstadion seiner Favoritenrolle gerecht geworden.

Favorit FC Hansa, in der Saison 2018/19 Sechster der 3. Liga, hat am Sonnabend das Fußball-Landespokalfinale von Mecklenburg-Vorpommern um den Lübzer Pils Cup im Neustrelitzer Parkstadion gegen den Torgelower FC Greif, zwei Ligen tiefer augenblicklich Siebenter der Oberliga Nordost/Nord, mit 4:1 (2:0) für sich entschieden.

Seit sie Anfang April 2014 sensationell im Halbfinale im heimischen Ostseestadion mit 1:2 gegen den Oberligisten 1. FC Neubrandenburg 04 ausschieden, hatten die Rostocker vorher 27 Landespokal-Spiele in Folge nicht verloren, von denen die meisten mehr oder weniger deutlich endeten; zweimal musste der FCH allerdings auch bis ins Elfmeterschießen und kam zudem im Wettbewerb 2017/18 gegen den Finalgegner vom Sonnabend nicht um eine Verlängerung herum, ehe es am Ende noch ein deutlicher 7:2-Sieg wurde.

Im genannten Zeitraum spielte Hansa 20-mal zu null und brachte es auf eine sagenhafte Tordifferenz von 146:8 (ohne Treffer im Elfmeterschießen), was bedeutet, dass die Rostocker in dieser Zeit jedes Spiel im Durchschnitt mit 5,40 zu 0,29 Toren für sich entschieden.

Nun also das fünfte gewonnene Finale hintereinander, das auch einhergeht mit dem Erreichen der 1. Runde im DFB-Pokal und damit einer Garantie-Einnahme in immerhin angenehm sechsstelliger Euro-Höhe.

Ganz nach Wunsch gelang den Weiß-Blauen die frühe Führung: Tanju Öztürk traf mühelos nach butterweicher Flanke von Amaury Bischoff (9.). Schon Sekunden später allerdings hätte Maciej Ropiejko den Ausgleich machen können, frei war er durch, verdaddelte jedoch diese Hundertprozentige (11.). Der FC Hansa verlor nach dem 1:0 seine Linie, spielte hölzern und einfallslos, was den Außenseiter erst recht bemüßigte, sein Heil in der Offensive zu suchen. Erfrischender Auftritt der Torgelower, ein Zwei-Klassen-Unterschied war nicht zu erkennen. Erst nach etwa 25 Minuten waren die Rostocker wieder drin in der Partie und schafften noch vor der Pause das 2:0: Pascal Breier vollendete konzentriert, nachdem Merveille Biankadi schön durchgesteckt hatte (38.) - endlich auch mal kein Abseits...

Fast eine Viertelstunde langweilte es sich nach Beginn der zweiten Halbzeit so vor sich hin, dann bereitete Maximilian Ahlschwede vor für Breier, der zunächst an Keeper Tim Beyer scheiterte, im zweiten Versuch aber den Ball reinmachte. Das 3:0 (58.) war die Entscheidung. Ahlschwede erhöhte noch auf 4:0 (76.), wobei es einen Moment dauerte, bis geklärt war, dass die Kugel tatsächlich vollständig die Torlinie überschritten hatte.

Immerhin kam der Oberligist durch einen Foulelfmeter von Kapitän Kevin Riechert verwandelten Foulelfmeter noch zum Ehrentreffer.

Rostock: Sebald - Hüsing, Bischoff, Riedel - Ahlschwede, Öztürk, Hildebrandt (71. Bülow), Rieble - Soukou, Breier (89. Williams), Biankadi (V/79. Donkor)

Torgelow: Beyer - Tiede, Riechert, Mista, Galoch - Korczynski (72. Puchniarski), Schmidt (V), Juszczak (V/83. Runge), Jurkow (89. Hink) - Stövesand, Ropiejko

Schiedsrichter: Florian Markhoff (Rostock)

Zuschauer: 2565

Tore: 1:0 Öztürk (9.), 2:0 Breier (38.), 3:0 Breier (58.), 4:0 Ahlschwede (76.), 4:1 Riechert (83./Foulelfmeter)