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FC Hansa Rostock Wir haben noch eine Rechnung mit dem VfR offen

Von Thomas Baake | 17.05.2019, 18:09 Uhr

Stürmer Pascal Breier, der im Hinspiel beim 1:1 den späten Ausgleich schoss, gastiert Sonnabend mit Hansa beim Letzten.

Für Stürmer Pascal Breier vom Fußball-Drittligisten FC Hansa wird es am Sonnabend eine Rückkehr in heimatliche Gefilde geben. Der gebürtige Nürtinger (die Stadt liegt 80 Kilometer entfernt) tritt mit der Kogge beim VfR Aalen an (13.30 Uhr Ostalb Arena).

„Meine Eltern, meine Schwester und Freunde werden im Stadion sein. Es ist schön, bekannte Gesichter zu sehen. Ich bin auch nicht so oft in der Heimat“, so der 27-Jährige. Sportlich ergänzt er: „Ich freue mich auf das Spiel, auch wenn es nicht mehr um so viel geht. Es kann ein intensives und schweres Spiel werden, ein offener Schlagabtausch wie beim 1:1 gegen den KFC Uerdingen. Wir wollen möglichst noch an den Würzburger Kickers in der Tabelle vorbeiziehen und Platz fünf holen.“

Im Hinspiel beim 1:1 im Ostseestadion musste der Angreifer über eine Stunde lang auf der Ersatzbank schmoren, um dann die Weiß-Blauen in der sechsten Minute der Nachspielzeit mit dem Ausgleichstreffer zu erlösen. „Wir waren die bessere Mannschaft, sind durch einen individuellen Fehler aber in Rückstand geraten. Zum Glück haben wir noch das 1:1 erzielt“, erinnert sich Breier und fügt eine Kampfansage hinzu: „Letztes Jahr haben wir uns in Aalen schwer getan. Wir gerieten 0:1 in Rückstand, hätten die Partie noch gewinnen können, aber es blieb dabei. Wir haben mit dem VfR also noch eine Rechnung offen.“

Auch mit seinen früheren Vereinen aus Baden-Württemberg wie der Reserve des VfB Stuttgart und der SG Sonnenhof Großaspach spielte der 1,85 Meter große Kicker schon gegen Aalen. Meistens endeten die Spiele remis, ihm gelangen dabei zwei Tore.

Der Verein für Rasenspiele muss künftig in der Regionalliga antreten, was Pascal Breier verwundert: „Es ist keine schlechte Mannschaft, und ich hätte nicht gedacht, dass sie so schnell als erster Absteiger feststehen. Sie haben Erfahrung und Qualität. Allerdings sind sie in einen Strudel geraten und konnten nicht die Ergebnisse liefern.“

In dieser Drittliga-Saison traf Hansas Nummer 39 in 33 Punktspielen bislang siebenmal. Seine Stürmerkollegen Merveille Biankadi und Cebio Soukou haben schon je zehn Tore erzielt. „Ich will Spiele gewinnen, erst dann schaue ich auf die Torschützenliste. Cebio hat einen Vorsprung und hätte sich den ,Titel‘ verdient. Er soll gegen Aalen einen reinmachen“, sagt Breier gönnerhaft.

Ob Soukou zusammen mit ihm auflaufen wird, ist aber noch unklar. „Der Rücken war nach dem Uerdingen-Spiel zu. Ich war beim Arzt und bekam Spritzen, um die Muskulatur zu lockern. Es fühlt sich auch schon besser an. Ich hoffe, in Aalen dabei zu sein“, beschreibt der mannschaftsdienliche Torjäger seine gesundheitliche Situation. Klar ist auf jeden Fall, dass Merveille Biankadi Gelb-gesperrt fehlt.

Auf Zug bleiben und Spannung aufbauen

Die Saison ist fast geschafft. Nach einer langen Busfahrt bereits am Freitag tritt der FC Hansa am Sonnabend zum letzten Punktspiel der Saison 2018/19 in der 3. Fußball-Liga beim VfR Aalen an. Danach folgt am 25. Mai noch das Landespokalfinale im Neustrelitzer Parkstadion gegen den Oberligisten Torgelower FC Greif.

„Für uns geht es in Aalen um die Platzierungen fünf bis sieben in der Liga. Wir wissen, dass das wichtigere Spiel das Landespokalfinale ist. Da können wir mit dem Titelgewinn in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde einziehen“, so Hansa-Coach Jens Härtel über die Wertigkeit der Partie in Baden-Württemberg.

Verletzungsbedingt muss der 49-Jährige auf einige Spieler verzichten. „Julian Riedel fällt definitiv aus. Er hat immer noch Nackenprobleme. Stefan Wannenwetsch hat Probleme mit dem Knie und Amaury Bischoff mit dem Fuß. Zudem ist Merveille Biankadi gesperrt. Die personelle Situation ist sehr überschaubar“, sagt der gebürtige Sachse.

Wie wird der letzte Spieltag angegangen? „Wir müssen schon auf Zug bleiben und Spannung aufbauen. Sonst kannst du in einem Spiel, in dem es nicht mehr um viel geht, natürlich auch verlieren“, beschreibt Jens Härtel die Lage vor der Begegnung.