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FC Hansa Rostock Den 2:1-Sieg über die Ziellinie gerettet

Von Peter Richter | 26.10.2019, 17:53 Uhr

In der 3. Fußball-Liga gab es für die Hansestädter vor 17 227 Zuschauern im Ostseestadion den dritten Dreier in Folge.

Mit einer Veränderung in der beim 2:1 gegen Meppen und 1:0 beim 1. FC Magdeburg gleichen Start-Elf ging der FC Hansa in die Partie gegen die Sechzger: An Stelle von Nils Butzen stellte Trainer Jens Härtel diesmal Maximilian Ahlschwede von Beginn an als Rechtsverteidiger auf.

Die Rostocker hofften natürlich darauf, ihre Sieben-Spiele-ungeschlagen-Bilanz fortsetzen zu können.

Ausgerechnet unter Andreas Bergmann hatte Hansa in der Saison 2013/14 seine bisherige Rekord-Erfolgsserie in der 3. Liga aufgestellt: Der inzwischen, mit Verlaub, fast schon in Vergessenheit geratene Fußball-Lehrer stand vor dem Spiel am 26. Oktober 2013 gegen Halle (also auf den Tag genau vor sechs Jahren) dicht vor der Beurlaubung, doch dann wurde die Partie mit 2:1 gewonnen, weitere fünf Siege (darunter ein 2:1 bei RB Leipzig!) sowie zwei Unentschieden schlossen sich an, und die Rostocker stürmten bis zur Winterpause von Rang 15 auf vier…

Jetzt also sind es wieder acht Begegnungen in Folge ohne Niederlage, nur die Punktausbeute ist nicht ganz so gut – aber daran kann ja ab nächste Woche Sonntag beim FC Carl Zeiss Jena weiter gearbeitet werden!

Das Spiel begann mit der zu erwartenden Neutralisierungsphase: Die Weiß-Blauen zunächst etwas unternehmungslustiger, die Grünen stets auf Konter lauernd. Nach dem ersten Schussversuch des FCH (Mirnes Pepic geblockt/5.) kamen die Gäste eher einem Tor nahe, ja, sie erzielten sogar eines durch Sascha Mölders, der in eine schöne Außenrist-Flanke von Stefan Lex rutschte, doch der zuständige Assistent hatte sofort die Fahne oben – Abseits (12.). Dann erneut Mölders brandgefährlich – Außenpfosten (19.)!

Die Hanseaten meldeten sich zurück: mit einer eigentlich verunglückten Flanke von Ahlschwede, die aber so gefährlich aufs Tor kam, dass 1860-Keeper Hendrik Bonmann die Kugel zur ersten Ecke der Gastgeber über die Latte ablenken musste (29.).

Aber die Löwen hatten über weite Strecken der ersten Halbzeit leichte Vorteile, und sie kamen immer wieder auch zum Abschluss. Wie abermals durch Mölders, doch Markus Kolke wehrte ab zur Ecke (35.).

Und dann, fast aus dem Nichts, der Konter der Mecklenburger: über Pepic, Nik Omladic leitet weiter auf den mit nach vorn geeilten Ahlschwede, und der vollendet im Stile eines eiskalten Torjägers hoch ins entlegene Eck zum 1:0 (43.).

Idealerweise konnten die Hausherren nur wenige Minuten nach Wiederbeginn gleich das 2:0 nachlegen: Omladic traf per Kopf nach präziser Eingabe von der linken Seite von Aaron Opoku (50.).

Die Münchner reagierten nicht im mindesten wie ein angeknockter Boxer und stellten durch den von Mölders erzielten Anschlusstreffer, nachdem Kolke erst noch abwehren konnte, wieder auf "spannend" (59.).

Hansa musste jetzt höllisch aufpassen. So wie Kolke beim Konter der Gäste, als er "gerochen" hatte, wohin die Flanke des Ex-Rostockers Timo Gebhart kommen würde (78.). Gleichwohl stellten sich die Mecklenburger nicht etwa hinten rein und hofften das Beste, sondern griffen an, wollten das 3:1. Allerdings verfehlte der eingewechselte Korbinian Vollmann das Löwen-Gehäuse weit (80.).

Doch die Mannschaft in den grün-weißen Ringelsocken blieb kreuzgefährlich: Kolke mit Supertat gegen Marius Willsch (86.) und noch mal zur Stelle kurz darauf – Hansa "schwamm"!

Aber er ging nicht unter: Endstand 2:1!

Rostock: Kolke – Ahlschwede, Sonnenberg (V), Reinthaler, Neidhart – Bülow (V), Pepic (V) – Omladic (64. Pedersen), Nartey (V/85. Riedel), Opoku (64. Vollmann) – Breier

1860: Bonmann – Paul, Erdmann (V), Berzel, Steinhart (30. Klassen) – Wein (V), Rieder – Willsch, Gebhart (82. Ziereis), Lex (74. Owusu) – Mölders

Schiedsrichter: Mitja Stegemann (Bonn)

Zuschauer: 17 227

Tore: 1:0 Ahlschwede (43.), 2:0 Omladic (50.), 2:1 Mölders (59.)