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FC Hansa Rostock Jan Löhmannsröben über Schmetterlinge und Bienen

Von Andre Gericke | 22.01.2021, 06:00 Uhr

Der Defensivmann des FC Hansa will möglichst lange oben dranbleiben, um dann am Saisonende zupacken zu können.

Wenngleich der FC Hansa noch ein Nachholspiel beim VfB Lübeck zu absolvieren hat, starten die Rostocker am Sonnabend um 14 Uhr beim MSV Duisburg in die Rückrunde der 3. Fußball-Liga. Mit 29 Punkten gehören die Norddeutschen zum Verfolgerfeld.

„Es sind jetzt noch 20 Spiele. In dieser Liga geht es ganz schnell. Mit zwei Niederlagen ist man im Mittelfeld. Gewinnt man zweimal, ist man wieder oben dabei. Wir sollten uns nicht zu viel Druck machen. Am Ende kackt die Henne. Wir wollen so lange wie möglich oben dabeibleiben. Ich sage dann immer: Schweben wie ein Schmetterling und stechen wie eine Biene. Wir wollten auf keinen Fall zu schnell in Tagträumereien verfallen“, sagt Jan Löhmannsröben.

„ Am Ende kackt die Henne. Wir wollen so lange wie möglich oben dabeibleiben. Ich sage dann immer: schweben wie ein Schmetterling und stechen wie eine Biene."“
Jan Löhmannsröben, Spieler des FC Hansa

Der Defensivmann richtet den Fokus auf die anstehende englische Woche und dem Auftakt beim MSV Duisburg. „Ich denke, dass der Gegner tief stehen wird, erwarte ein kampfbetontes Spiel. Es wird sicherlich keine Torchancen regnen. Wir müssen geduldig und konzentriert bleiben, dürfen keine Konter zulassen. Wenn es in der 80. Minuten noch 0:0 steht, müssen wir unsere Körner ausspielen und das entscheidende Tor machen“, so der 29-Jährige, der „mit einem heißen Herz in die englische Woche gehen“ will.

Im Hinspiel erzielte "Löh" sein einziges Saisontor

An das Hinspiel hat „Löh“ noch gute Erinnerungen, traf der Neuzugang doch gleich in seinem ersten Spiel für den FC Hansa. „Das war mein einziges Tor bisher. Ab und an schaue ich es mir vor dem Schlafen noch einmal an. Letztlich wollen wir in der Rückrunde mehr Punkte holen als in der Hinrunde. Und da wir mit drei Punkten gestartet waren, sind wir fast in der Pflicht, in Duisburg zu gewinnen."

Vorteil: Hansa ist ausgeruhter

Während der FC Hansa am vergangenen Wochenende unfreiwillig zugeschaut hat, absolvierte der MSV neben der Partie gegen Meppen am Sonntag (1:0) auch noch ein Nachholspiel gegen Magdeburg am Mittwoch (1:2). Ein Vorteil für den FC Hansa, wenngleich die Rostocker auf einige Spieler verzichten müssen. „Wir müssen jetzt einfach noch enger zusammenstehen. Ich denke, dass wir relativ fit sind. Ich kann noch geradeaus gehen, auch weil wir nicht so viele Spiele hatten. Am Ende trifft es fast alle Mannschaften, denn keiner weiß, wie viele Spiele wegen Corona oder anderen Dingen noch ausfallen werden“, sagt Löhmannsröben.

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Der Kicker fühlt sich wohl in Rostock und hofft, dass sich das Team weiter steigern kann. „Wir haben in der Hinrunde in vielen Spielen sehr viel Lehrgeld bezahlt. Manchmal hatten wir individuelle Fehler drin oder verschliefen die Anfangsphase. Das gilt es abzustellen. Auch ich hatte ein paar Patzer drin und habe sie hoffentlich für das Jahr aufgebraucht“, so Löhmannsröben.

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