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FC Hansa Rostock Bittere 0:2-Heimpleite

Von Andre Gericke | 23.02.2019, 16:50 Uhr

Der Rostocker Fußball-Drittligist verliert im Ostseestadion mit 0:2 gegen den SV Meppen.

Rückschlag für den FC Hansa: Am 25. Spieltag der 3. Fußball-Liga kassierten die Rostocker nach zuletzt zwei Siegen vor 12 017 Zuschauern im Ostseestadion eine bittere 0:2-Heimpleite gegen den SV Meppen.

Gegenüber dem 2:0-Erfolg in Würzburg nahm Hansa-Coach Jens Härtel zwei Veränderungen in der Start-Elf vor. Gezwungenermaßen musste Willi Evseev (vermutlich Handbruch) ersetzt werden. Für ihn spielte Merveille Biankadi in der Offensive. Zudem kehrte Maximilian Ahlschwede (zuletzt Leistenbeschwerden) auf die Position des Rechtsverteidigers zurück. Dafür rückte Vladimir Rankovic auf die Bank.

Gastgeber erwischten guten Auftakt

Cebio Soukou (3./per Schuss drüber) und Pascal Breier (4./per Kopf drüber) gaben die Richtung vor. Merveille Binakadi (10.) und erneut Breier (15.) vergaben weitere verheißungsvolle Möglichkeiten. Auf der Gegenseite setzte Meppens Top-Torjäger Nick Proschwitz das erste Ausrufezeichen, köpfte bei einer Ecke aber knapp neben den Kasten (21.).

Danach arbeiteten sich beide Teams gegenseitig aneinander ab, ehe Soukou mit seinem Schussversuch an Eric Domaschke im Meppener Tor scheiterte (38.). Die wohl größte Chance vergab anschließend Biankadi. Von Breier geschickt, umspielte er den weit aus seinem Tor geeilten Domaschke, doch Gästespieler Hassan Amin hatte aufgepasst und klärte im letzten Moment (42.).Hansa kalt erwischt

Kurz nach Wiederanpfiff wurden die Rostocker kalt erwischt. Amin brachte einen Freistoß zur Mitte und der aufgerückte Innenverteidiger Marco Komenda köpfte ein – 0:1 (51.). Hansa wirkte danach angeschlagen - und Meppen konnte das nutzen. Rund 25 Meter vor dem Tor kommt Thile Leugers an den Ball und versenkt die Kugel zum 2:0 für die Gäste in den Maschen (62.). Zwar stellten die Gäste damit das Geschehen etwas auf den Kopf, doch waren sie einfach abgezockter vor dem Kasten.

Jens Härtel versuchte, mit frischen Kräften für Belebung zu sorgen. Doch so richtig zwingend wurden die Ostseestädter nicht. Hansa rannte zwar an, aber Meppen verteidigte geschickt. Breier (71., 81./jeweils drüber) vergab die besten Möglichkeiten. In der Endphase kam sogar Defensivmann Kai Bülow aufgrund seiner Körpergröße fürs Sturmzentrum. Hansa kämpfte bis zum Ende, agierte aber auch zu umständlich. Mirnes Pepic (84./knapp vorbei) und Oliver Hüsing (87./verpasst) ließen die letzten Chancen liegen.

FC Hansa: Gelios – Ahlschwede, Hüsing, Riedel (83. Bülow), Rieble (69. Donkor) – Öztürk, Wannenwetsch (76. Pepic) – Soukou, Biankadi, Scherff – Breier

Tore: 0:1 Komenda (51.), 0:2 Leugers (62.)

Zuschauer: 12 017

Stimmen zum Spiel:

Jens Härtel (Trainer des FC Hansa): Es ist im Fußball nun einmal so, dass wer die Tore macht, der gewinnt das Spiel. Wir müssen uns ankreiden, dass wir uns in einer sehr guten ersten Halbzeit nicht belohnt haben. Gleich in den ersten drei Minuten haben wir drei Chancen und müssen eigentlich direkt führen. Auch danach spielten wir uns viele Möglichkeiten heraus, auch fußballerisch haben viele Situationen gut gelöst. Vor dem Tor hat die letzte Konsequenz gefehlt. Zur zweiten Hälfte nehmen wir uns viel vor, haben auch gleich durch Maximilian Ahlschwede wieder die Chance zur Führung. Danach bekamen wir dann diese Standardsituation und wenig später den Sonntagsschuss. Dann wurde es natürlich schwierig. Wir haben alles probiert und nach vorne geworfen, wollten unbedingt den Anschlusstreffer machen. Wir haben es bis zum Ende probiert. Man kann der Mannschaft von der Einsatzbereitschaft und dem Laufverhalten her keinen Vorwurf machen. Die Jungs haben alles reingehauen, aber es fehlte ein bisschen die letzte Konsequenz vor beiden Toren. Das ist das, was wir uns erarbeiten müssen in den nächsten Wochen. Das wir einfach griffiger und gieriger werden, was das Tore erzielen aber auch verteidigen betrifft.

Maximilian Ahlschwede (Rechtsverteidiger des FC Hansa): Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass wir das Spiel gewinnen. Ich glaube, dass wir auch einiges richtig gemacht haben, damit das funktionieren kann. Das Einzige, was gefehlt hat, waren die Tore. Wir kennen das häufig aus dem Fußball, wenn man die eigenen Dinger nicht macht, dann passt das Gegentor ganz gut ins Bild: ein Freistoß aus dem Halbfeld, der dann durchrutscht. Wir können nach drei Minuten das 1:0 machen, das 2:0 nachlegen. Wir spielten eine druckvolle erste Viertelstunde, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir müssen uns nur belohnen und dann weiß Meppen gar nicht, was sie machen sollen. Irgendwann ist es dann so, dass man anläuft und anläuft, aber das Ding nicht so vor die Füße bekommt, wie man es gerne hätte. Wir haben bis zum Schluss alles versucht.