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FC Hansa Rostock Ein ordentliches Start-Elf-Debüt

Von Thomas Baake | 22.05.2019, 18:53 Uhr

Max Reinthaler spielte beim 1:1 in Aalen erstmals unter Coach Härtel. Lob gab es für den Ex-Eishockey-Crack vom Kapitän.

Das letzte Punktspiel 2018/19 (1:1 in Aalen) brachte einige Überraschungen in der Startformation des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock mit sich. So spielte der Italiener Maximilian (Max) Reinthaler auf der wichtigen Position in der Mitte der Dreierkette.

„,Reini‘ hat es super gemacht – alle, die jetzt länger nicht gespielt haben, ob Toni (Anton Donkor – d. Red.) vorne oder Alex (Alexander Sebald – d. Red.) hinten im Tor. Wir haben auf sieben Positionen gewechselt, da kann man nur den Hut vor ziehen, was die Jungs zeigten“, lobt der Noch-Kapitän Oliver Hüsing seine Mannschaftskollegen für ihren Auftritt in Aalen.

Vor dem zurückliegenden Sonnabend hatte sonst der Franzose Amaury Bischoff als zentrale Figur in Rostocks Dreierkette agiert. Er war diesmal allerdings am Knöchel verletzt und konnte somit nicht auflaufen. So durfte der 24-jährige Reinthaler ran.

„Ich bin froh gewesen, dass ich dort spielen durfte. Wir haben Amaury auf der Position, der es dieses Jahr richtig gut gemacht hat. Es freut mich, dass ich zeigen durfte, dass ich diese Position auch ordentlich spielen kann“, so der Südtiroler, für den es das Debüt in der Start-Elf und unter Trainer Jens Härtel war. Vorher war der 1,93 Meter lange Abwehrhüne in der Saison 2018/19 nur zu drei Drittliga-Kurzeinsätzen gekommen. Die Aufstellung vom Aalen-Spiel bedeutet allerdings keineswegs eine Einsatzgarantie für das Landespokalfinale am Sonnabend in Neustrelitz gegen den Torgelower FC Greif (Anstoß 10.30 Uhr).

Wie war Jens Härtel mit der Leistung von ,Reini‘ in Aalen zufrieden? „Max hat es ordentlich gemacht. Bis auf die Situation wo der Ausgleich fällt, wo er an Torschütze Petar Sliskovic dran ist und ihn dann im Rücken wegziehen lässt“, schätzt der 49-Jährige Reinthalers Leistung ein.

Fußball war nicht die einzige Sportart, in der sich Max Reinthaler ausprobierte. Es ging aufs Eis – aber nicht, um einen dreifachen Lutz zu springen. „Ich komme aus Südtirol, da steht Eishockey ziemlich vorne in der Beliebtheit der Sportarten. Am Ende ist es dann der Fußball geworden“, schmunzelt der gebürtige Bozener. Nun jagt er gebürtige also nicht dem Puck, sondern dem runden Leder nach. Seine Karriere begann 2009 bei der Jugend des FC Südtirol, bevor es über Udinese Calcio zum TSV Gersthofen (Landesliga Bayern) ging. Von dort wechselte der Defensivmann im April 2014 nach Schweden zum Fünftligisten Rydaholms GoIF. Nach nur drei Monaten ging es zurück nach Deutschland zum FC Augsburg, wo er bis 2018 unter Vertrag war.

„Zu allererst war ich froh, dass ich noch mal ran durfte. Ich war vorher auch etwas verletzt (Wadenprobleme – d. Red.). Es war super, mal von Anfang an in der Mannschaft zu spielen“, äußert sich der Italiener zum Debüt unter Härtel.

Und dabei muss es nicht bleiben. Reinthalers Vertrag bei Hansa läuft noch bis zum 30. Juni 2020. Bislang stand er lediglich 102 Minuten in der 3. Liga auf dem Rasen. Im Landespokal spielte er deutlich öfter, viermal über die volle Zeit, zuletzt beim 3:0 im Viertelfinale beim 1. FC Neubrandenburg 04. Dies würde Maximilian Reinthaler natürlich am liebsten mit einem Einsatz im Finale krönen.

Trio im Training

Torwart Ioannis Gelios (Fußprobleme) sowie die Abwehrspieler Julian Riedel (Nackenprobleme) und Amaury Bischoff (Knöchel) befinden sich wieder im Mannschaftstraining.

Ohne „Wanne“

Mittelfeldspieler Stefan Wannenwetsch wird dem FC Hansa im Landespokalfinale am Sonnabend fehlen. Der Blondschopf laboriert weiterhin an seinem Reizknie.

Freitag Training

Am Freitag um 13.30 Uhr findet ein öffentliches Training statt. Im Anschluss fährt die Mannschaft mit dem Bus nach Neustrelitz ab.