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Hansa Rostock Schwesig bestätigt Rückkehr der Fans ins Ostseestadion

Von Sebastian Lindner | 18.03.2021, 22:56 Uhr

Der HC Empor und die Rostock Seawolves, die auch Anträge gestellt hatten, müssen weiter auf Zuschauer verzichten.

Nun ist es offiziell: Hansa Rostock darf sein Heimspiel am Sonnabend gegen den Halleschen FC vor 777 Fans bestreiten. Das MV-Regierungskabinett bestätigte am Donnerstagabend die Empfehlung des Gesundheitsministeriums. Der Drittligist ist damit bundesweit der erste Profi-Verein, der wieder vor Publikum spielen darf. Der HC Empor und die Rostock Seawolves, die ebenfalls Anträge auf die Rückkehr der Zuschauer gestellt hatten, müssen vorerst weiter auf Zuschauer verzichten.

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Schwesig: „Stadt hat sich für Hansa entschieden“

„Das Kabinett hat eine Regelung verabschiedet, durch die Regionen mit Inzidenzwerten von unter 35 Testmodelle fahren dürfen, die uns Aufschluss über weitere Schritte zur Öffnung geben“, sagte Ministerpräsidenten Manuela Schwesig (SPD) auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung am Abend. Die Stadt Rostock durfte aus den eingereichten Pilot-Projekten auswählen „und hat sich für Hansa entschieden“.

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Hansa habe neben dem Einhalten der Hygiene-Vorschriften und der umfangreichen Tests vor dem Stadion die Auflage, „Erfahrungen zu sammeln und dem Deutschen Fußball-Bund mitzuteilen, welche Schwächen und Stärken das Konzept hat“, ergänzte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU). Die Stadt Rostock hingegen habe nun noch die Aufgabe, eine Allgemeinverfügung zu erlassen, damit am Sonnabend gespielt werden könne.

Härtel: „777 machen einen Unterschied“

Auch Hansa-Trainer Jens Härtel begrüßte die Entscheidung. Entsprechend äußerte er sich bereits vor der finalen Bekanntgabe. „Es wäre ein erster Anfang, ein Experiment, man sollte es machen, um im Nachgang bewerten zu können, wie es künftig mit Zuschauern aussehen könnte – ob das bei Theatern, anderen Sportveranstaltungen oder Konzerten ist.“

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Auf jeden Fall seien die Fans, die aber alle nur direkt aus Rostock kommen dürfen und Dauerkarteninhaber sein müssen, ein Gewinn für den Verein. „Auch 777 machen einen Unterschied“, stellte Härtel klar.

Bundesligist Union Berlin in Kontakt mit Hansa

Unterdessen arbeiten auch andere Clubs nach dem hanseatischen Vorbild an der Rückkehr ihrer Fans. So steht auch Union Berlin nach eigenen Angaben mit den Rostockern im Erfahrungsaustausch. Der Bundesligist plant, das Hauptstadt-Derby gegen Hertha BSC am Osterwochenende vor einer vierstelligen Anzahl an Zuschauern auszutragen.