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FC Hansa Rostock Oliver Daedlow hat sich seinen Platz erkämpft

Von Andre Gericke | 13.01.2021, 15:55 Uhr

Der Youngster behauptet sich im harten Konkurrenzkampf und hat aktuell die Nase vorn auf der Doppel-Sechs.

Nach dem Oliver Daedlow zu Saisonbeginn noch ein bisschen außen vor war, hat sich der 20-Jährige mittlerweile einen festen Platz auf dem Spielfeld beim Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock erarbeitet. Aktuell kommt der gebürtige Neubrandenburger, der 2016 aus seiner Geburtsstadt in den Nachwuchsbereich des FCH wechselte, auf sieben Einätze in der 3. Liga. Die zurückliegenden drei Partien absolvierte der Youngster sogar über die kompletten 90 Minuten. ",Olli' macht es im Moment einfach gut. Er ist gut in der Balleroberung und schafft es auch, in der Verteidigung über den Punkt zugehen und mit zurückzulaufen, um wichtige Zweikämpfe zu gewinnen", sagt Hansa-Coach Jens Härtel, der es schätzt, dass Daedlow keine wilden Sachen auf dem Platz veranstaltet: "Alles mit Ball muss er einfach halten, aber das macht er und auch deswegen ist er schon wichtig für uns."

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Dass sich das Talent aus dem eigenen Nachwuchs, trotz großer Konkurrenz, durchgesetzt hat, spricht für Oliver Daedlow. Denn mit Jan Löhmannsröben, der mitunter auch in der Abwehrzentrale aushilft, Björn Rother und Winterpausen-Neuzugang Simon Rhein bewerben sich neben Daedlow drei weitere Kicker um die beiden Plätze auf der Doppel-Sechs. Zum Jahresauftakt gegen die SpVgg Unterhaching (1:0) überzeugte er an der Seite von Rhein und half mit, dass die Rostocker ohne Gegentreffer blieben. Somit dürfte Daedlow auch gute Chancen haben, am Sonnabend ab 14 Uhr im letzten Hinrundenspiel beim VfB Lübeck erneut in der Start-Elf zu stehen.

„"Im Coaching ringsherum muss er noch zulegen. Denn typisch für einen Mecklenburger redet er nicht so viel."“
Jens Härtel, Trainer des FC Hansa Rostock

Mit 20 Jahren ist die sportliche Entwicklung von Oliver Daedlow gewiss nicht abgeschlossen und auch Jens Härtel sieht noch Steigerungspotenzial. Auf der einen Seite lobt der 51-Jährige die ruhige Art des Norddeutschen, wünscht sich aber auch, dass er verbal ein bisschen mehr aus sich herauskommt. "Im Coaching ringsherum muss er noch zulegen. Denn typisch für einen Mecklenburger redet er nicht so viel. Wenn man aber mehr spricht und sich die Jungs zurückholt, ihnen ein paar Hinweis gibt, dann macht es viele Dinge einfacher und man muss selbst vielleicht auch ein paar Meter weniger laufen", so der Coach.

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