Malchower SV gegen TSG Neustrelitz : Manipulationsverdacht in der Oberliga hat juristisches Nachspiel

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Fußballverband will nach Vorfällen vor dem Spiel Malchower SV gegen TSG Neustrelitz Strafanzeige stellen.

nnn.de von
12. März 2019, 12:57 Uhr

Der Manipulationsverdacht im Spiel der Oberliga Nordost zwischen dem Malchower SV und der TSG Neustrelitz hat ein juristisches Nachspiel. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) und der MSV haben angekündigt, Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft zu stellen. Der NOFV habe zudem „wettbewerbssichernde Maßnahmen, auch in Zusammenarbeit mit dem Malchower SV und dem DFB, ergriffen“, heißt es in einer Stellungnahme des Verbands. Das NOFV-Sportgericht habe die Ermittlungen aufgenommen. Weitere Auskünfte werde es zum jetzigen Zeitpunkt nicht geben.

1000 Euro für zwei Gegentore

Der Malchower SV will sich ebenfalls juristisch wehren. „Wir werden uns dazu beraten. Was da passiert ist, ist eine Sauerei, die der Verein nicht zu verantworten hat“, sagte Fußball-Chef Bernd Klein dem „Nordkurier“ (Dienstag).  Die angekündigten juristischen Schritte sind die Konsequenz aus den Vorkommnissen vor dem mecklenburgischen Derby am vergangenen Freitagabend. Nach Angaben des Malchower Trainers Sven Lange soll einer seiner Spieler vor dem Anpfiff der Partie per WhatsApp eine Nachricht erhalten haben, in der dieser aufgefordert worden sei, dafür zu sorgen, dass sein Team in der ersten Halbzeit zwei Tore kassiere. Dafür seien ihm 1000 Euro angeboten worden. In der ersten Halbzeit fielen tatsächlich zwei Tore gegen den MSV.

Augenzeugen berichten, dass der Malchower Torwart an beiden Treffern schuldlos gewesen sei. Nach einem 2:1 zur Pause siegte Neustrelitz 4:1. Der MSV informierte umgehend den NOFV über die Vorfälle. Der Regionalverband wiederum schaltete dann den Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein.

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