Fußball : Historisches Debakel für den TSV

Ein Auftritt zum Vergessen: Philipp Schönbrunn (Mitte) verlor mit dem TSV Bützow in Neubrandenburg 2:9.
Ein Auftritt zum Vergessen: Philipp Schönbrunn (Mitte) verlor mit dem TSV Bützow in Neubrandenburg 2:9.

Bützower Fußball-Männer verlieren am zweiten Spieltag der Verbandsliga beim 1. FC Neubrandenburg mit 2:9 (1:5)

Kopf Robert Grabowski.JPG von
19. August 2019, 05:00 Uhr

Offiziell 249 Zuschauer wurden Zeuge eines denkwürdigen Verbandsliga-Spiels zwischen dem 1. FC Neubrandenburg und TSV Bützow, das aus Gäste-Sicht mit einem historischen Debakel endete. Nie zuvor haben die Fußballer aus der Warnowstadt in der höchsten Spielklasse des Landes neun Gegentore kassiert, wenngleich sie mit zwei eigenen Treffern zumindest für ein wenig Ergebniskosmetik sorgten.

Im Prinzig nahm das Unheil schon vor dem Anpfiff seinen Lauf. Der TSV musste nicht nur ein paar angeschlagene Spieler auf das Feld schicken, es meldeten sich auch noch kurzfristig Spieler vor der Abfahrt nach Neubrandenburg ab. „Es kamen mehrere Sachen zueinander. Wir haben uns trotzdem eine Menge vorgenommen, kassieren dann aber schon nach zwei Minuten einen fragwürdigen Elfmeter“, erklärt TSV-Trainer Helge Marquardt. Daniel Nawotke leitete mit seinem verwandelten Foulstrafstoß den Kantersieg des 1. FCN ein. Vier Minuten später erhöhte Dennis Kühl auf 2:0 – nach einem Standard. „Wir haben vorher noch drüber gesprochen, enger dran zu sein“, ärgert sich Marquardt über die Art und Weise, wie der Treffer zustande gekommen ist. Doch es kam noch viel schlimmer. Robert Grube schraubte das Ergebnis nach 24 Minuten per Doppelpack auf 4:0 in die Höhe. Für den einzigen Bützower Lichtblick in Durchgang eins sorgte Johannes Thiemroth mit dem 4:1 (26.). Das war es aber auch schon, Neubrandenburg markierte nämlich wieder den nächsten Treffer in Form von Justin Schultze (34.).

Auch in der zweiten Halbzeit bekamen die Gäste kein Bein auf die Erde und ergaben sich ihrem Schicksal. „Es war ein gebrauchter Tag“, sagt Helge Marquardt. Nachdem Daniel Nawotke das halbe Dutzend voll machte (53.), gelang Maik Wießmann im Gegenzug der zweite Bützower Treffer. Das änderte aber nichts am Neubrandenburger Offensivfeuerwerk. Wieder Nawotke (60.), Tom Kliefoth (81.) und Christoph Fischer (88.) machten das TSV-Debakel perfekt. „Das Ergebnis ist auch in der Höhe verdient. Sicherlich hat sich Neubrandenburg auch in einen Rausch gespielt, aber wir haben zu keiner Zeit ins Spiel gefunden. Defensiv waren wir keine Einheit, jeder hat sein eigenes Süppchen gekocht. Im Training hatte aber nichts darauf hingewiesen. Wir wollen das Ergebnis jetzt schnell vergessen machen und uns wieder besser präsentieren“, will Helge Marquardt schnellstmöglich einen Haken hinter dieses Debakel machen.

TSV Bützow: Bartosz Szajkowski – Philipp Schönbrunn, Thorben Medau (85. Charlie Frenzel), Maxmilian Marquardt (36. Raik Loßau), Maik Wießmann, Paul Puskeiler, Kevin Kleindorff (77. Dennis Milbratz), Dominik Nawrot, Felix Moritz, Tony Lübke, Johannes Thiemroth

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