Fußball-Landesklasse : Ins offene Messer gelaufen

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Fußball-Landesklasse III: TSV Bützow II kassiert bei der 0:2-Niederlage gegen den Bölkower SV zwei Kontertore

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17. Februar 2020, 05:00 Uhr

Der TSV Bützow II ist mit einer Niederlage in das neue Pflichtspieljahr gestartet. Im Nachholspiel beim Bölkower SV, der seine Heimspiele in Krakow am See austrägt, verloren die Warnowstädter mit 0:2 (0:0). Im Endeffekt scheiterten die Gäste an sich selbst, weil sie ihre guten Tormöglichkeiten nicht nutzten und in der Schlussphase defensiv zu nachlässig wurden.

Beide Mannschaften absolvierten in der Vorbereitung lediglich ein Testspiel, somit wussten sie nicht so genau, wo sie stehen. Beim TSV machten sich zudem Personalprobleme breit, sodass mit Davin Kopplow lediglich ein Feldspieler auf der Bank Platz nehmen konnte, der erst in der Nacht zuvor aus dem Winterurlaub zurückkehrte. Johannes Belosa und Robert Grabowski kamen zum Einsatz, obwohl sie unter der Woche krank waren und erkältet ins Spiel gingen. Die Voraussetzungen waren also alles andere als rosig, sollten aber nicht als Alibi gelten. Bützows Torhüter André Krüger, der die Traineraufgaben von Maik Wegner (im Urlaub) für dieses Duell übernahm, wählte eine taktische Variante, in der es erst einmal darum ging, hinten sicher zu stehen und dann gezielte Angriffe zu starten. Aber auch die Bölkower ließen sich kaum locken und legten großen Wert auf die Abwehrarbeit. Kein Wunder also, dass sich das Geschehen oftmals zwischen den Strafräumen abspielte. Nachdem dann BSV-Kapitän Michael Barachini einen ersten Warnschuss auf das Bützower Tor abgab, musste eigentlich das 1:0 für die Gäste fallen. Doch Grabowski vergab völlig freistehend viel zu überhastet und schoss Bölkows Keeper Robert Lehnart an. Der BSV-Schlussmann sollte nicht nur in dieser Szene glänzen, er wurde im weiteren Verlauf zum Matchwinner der Hausherren. Kurz darauf parierte er nämlich nochmal doppelt, erst gegen Jan Algner und dann gegen Belosa. Ihm war es zu verdanken, dass es torlos in die Halbzeitpause ging.

Der zweite Abschnitt ähnelte dann lange dem ersten. Bölkow wollte nicht so richtig, Bützow konnte nicht. Zumindest handelte der BSV weiterhin kompromisslos und wehrte fast jeden Angriffsversuch des TSV mit einem weiten Befreiungsschlag ab. Das spiegelte aber auch die Planlosigkeit der Gäste wider, der kaum einen Angriff sauber nach vorne trugen. Einfache Ballverluste durch Fehlabspiele zwangen die Bützower immer wieder dazu, dem Spielgerät hinterherzulaufen. Als dann doch mal ein Ball den Weg in die Spitze fand, war wieder bei Lehnart Endstation, der zum Beispiel gegen Algner glänzend parierte. Je länger das Spiel dann dauerte, umso ungeduldiger wurden die Gäste – und vor allem ungeordneter. So war es ein Konter der Bölkower, der die auf Abseits spielende Bützower Defensive aushebelte. Michael Barachini war frei durch, umkurvte Krüger und schob zum 1:0 ein (73.). Nun waren die Gäste also noch mehr gezwungen, offensiv aktiv zu werden, doch die einfachen Ballverluste nahmen einfach nicht ab. Der Bölkower SV hatte dadurch sehr viel Freiraum in der Offensive, brachte seine guten Torchancen, meistens freistehend, zunächst nicht im TSV-Gehäuse unter. In der 93. Minute überschlugen sich dann die Ereignisse. Die Bützower hatten eine Dreifachchance zum Ausgleich: Erst rettete Lehnart gegen Christian Boldt, dann im Nachsetzen gegen Grabowski und schlussendlich half der Innenpfosten beim Schuss von Jan Algner, als der Ball vom Torgestänge fast die Linie entlang wieder heraussprang. Im Gegenzug stand dann wieder Barachini allein vor André Krüger und machte den Deckel drauf.

„Das war ein 0:0-Spiel. Im Vorwärtsspiel haben wir immer wieder ganz schlechte Eröffnungspässe gespielt und den Gegner zum Kontern eingeladen. Wir wollen einfach zu viel, hätten abwarten sollen, Chancen kriegen wir immer“, hadert Krüger mit der Niederlage.

TSV Bützow II: André Krüger – Tim Wegner, Christian Boldt, Steve Bärmlich, Sebastian Lehmann, David Hübner, Stefan Kuchenbecker, Johannes Belosa (64. Davin Kopplow), Sergei Plaksenko (85. Oliver Ewert), Robert Grabowski, Jan Algner

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