Kopf rechtzeitig aus der Schlinge gezogen

MV-Liga: Bützower Handball-Frauen mühen sich beim Tabellenletzten, Stavenhagener SV, zu einem 26:23-Auswärtserfolg

nnn.de von
05. Februar 2018, 05:00 Uhr

Die Handball-Frauen des TSV Bützow konnten im Nachholspiel beim Tabellenletzten, Stavenhagener SV, den Kopf rechtzeitig aus der Schlinge ziehen und sich mit 26:23 durchsetzen.

Begonnen hatte die Partie recht stark mit einem 3:0-Lauf für den TSV Bützow. Die Führung blieb bis zur 6. Spielminute bestehen. Doch dann kamen die Gastgeberinnen immer mehr in die Partie hinein und holten über toll herausgespielte Angriffe Tor um Tor zum Zwischenstand von 4:4 auf. Danach besannen sich die Gäste wieder auf ihr Spiel und legten über einfache Kontertore auf vier Tore vor (5:9). Es folgte ein ausgeglichenes Spiel. Die Stavenhägerinnen bekamen immer mehr Sicherheit und hielten den Abstand möglichst gering. So verwunderte es nicht, dass es zur Halbzeit 12:13 aus ihrer Sicht lautete.

Wie schon in manch vorangegangenen Spielen lief es gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder einmal nicht glatt für den TSV Bützow. Der Fehlerteufel schlich sich ein und er vergab Chancen oder verlor den Ball aufgrund technischer Fehler. Schon nach 23 Sekunden hieß es 13:13 und das Spiel war erneut völlig offen. In der 38. Spielminute lagen die Gastgeberinnen plötzlich mit 18:14 vorne und nun musste der TSV Bützow sich zusammenreißen, um den Gegner nicht noch weiter davonziehen zu lassen und das Spiel vollkommen aus den Händen zu geben. Eine Vier-Tore-Führung ist im Handball bekanntlich noch keine endgültige Entscheidung. Deshalb vollzog der TSV-Trainer ein paar personelle Umstellungen sowohl im Angriffs- als auch im Deckungsverband und hatte letztlich sogar damit Erfolg. Der TSV konnte seine Fehler deutlich minimieren und erkämpfte auch im Abwehrverbund den ein oder anderen Ball und startete dadurch Konter. In der 52. Minute schafften die Warnowstädterinnen den Ausgleich (22:22). Über gut und ruhig herausgespielte Angriffe erarbeiteten sich die TSV-Damen einen 23:26-Endstand.

Der Sieg hatte trotzdem einen bitteren Beigeschmack. Klar freuten sich die Gäste letztlich über die beiden Siegpunkte, aber dass sie zwischendurch mit vier Toren im Hintertreffen waren, war mehr als unglücklich. Dennoch bewies die geschlossene Mannschaftsleitung erneut, dass man trotz drohender Niederlage an seine Stärken glauben sollte und einen Sieg gemeinsam schaffen kann.

Am Sonnabend, 17. Februar, um 17 Uhr, laden die Bützower Damen im Viertelfinale zum Pokalspiel beim Ligarivalen Rostocker HC II in die Fiete-Reder-Sporthalle nach Marienehe ein.

TSV Bützow: Julian Kaiser, Stefanie Praetzel – Julia Kretschmer (1), Selina Blumrich (1), Anne Behning (2/1), Celina Bollow-Garlipp, Katrin Horke (3/3), Celin Kellert (6/1), Cindy Dünow (5), Anna Herbst (6), Josefine Schreier (2), Laura Thiedig


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen