Fußball-Verbandsliga : „Mentalitätsmonster“ der Liga

Man of the Match: Tony Lübke (l.) schoss in Schwerin beide Bützower Tore.
Man of the Match: Tony Lübke (l.) schoss in Schwerin beide Bützower Tore.

TSV Bützow gewinnt trotz personeller Sorgen beim FC Mecklenburg Schwerin mit 2:1 und ist nun zehn Spiele ungeschlagen

nnn.de von
03. Dezember 2018, 05:00 Uhr

Verlieren – für den TSV Bützow entwickelt sich dieses Wort so langsam zu einem Fremdwort, denn auch beim FC Mecklenburg Schwerin setzten die Verbandsliga-Fußballer ihren Lauf von mittlerweile zehn Spielen ohne Niederlage fort und gewannen mit 2:1. Acht Siege und zwei Unentschieden gab es ab dem 6. Spieltag und sind eine mehr als respektable Leistung der Bützower Elf, vor allem in Anbetracht der angespannten personellen Situation der letzten Wochen. Letztere sah auch im Vorfeld der Partie beim FCM mal wieder mäßig aus. Mit Steve Bärmlich aus der zweiten Männermannschaft und Trainer Helge Marquardt auf der Ersatzbank hatte der TSV gerade so 14 Spieler zur Verfügung. „Ich denke, dass wir eine unheimlich schwierige Situation haben zur Zeit, gerade was die personelle Lage betrifft, deswegen kann ich meiner Mannschaft nur ein Riesenkompliment aussprechen“, sagt Marquardt. Während die Schweriner Hausherren auf Spielkontrolle bedacht waren, konzentrierten sich die Bützower um Kapitän Felix Moritz auf eine stabile Defensive und auf sich bietende Kontersituationen. „Wir haben gewusst, dass wir auf einen sehr spiel- und laufstarken Gegner treffen, deshalb haben wir taktisch auch ein bisschen tiefer gestanden“, erklärt Helge Marquardt. So konnte Tony Lübke in der 29. Spielminute der Schweriner Hintermannschaft entwischen und wohlüberlegt zur verdienten 1:0-Führung aus Sicht des TSV. Diese Führung sollte bis zum Halbzeitpfiff Bestand haben.

Die komplette TSV-Elf leistete auch in der zweiten Halbzeit eine aufopferungsvolle Defensiv-Leistung, die auch dem FCM-Trainer Stefan Lau auf der Pressekonferenz im Nachgang der Partie die Anerkennung einer „taktisch tolle(n) Leistung von den Mentalitätsmonstern der Liga“ abnötigen sollte. Neben all’ der defensiven Aufgaben wusste der TSV aber auch durch sein Konterspiel zu überzeugen. Nach einem der oftmals klug ausgespielten Gegenstöße wurde Marcel Papenhagen im Schweriner Sechzehner regelwidrig zu Fall gebracht, den fälligen Strafstoß verwandelte Lübke mit seinem zweiten Tagestreffer souverän (70.). Kurz darauf hatte Christoph Höpel die Vorentscheidung auf dem Fuß, scheiterte aber an einem Schweriner Abwehrspieler, der in höchster Not noch auf der Torlinie retten konnte (76.). So wurde es mit dem 1:2-Anschlusstreffer in der 80. Spielminute dann doch nochmal unnötig spannend. Doch die TSV-Elf verteidigte bis zum Abpfiff diese 2:1-Führung leidenschaftlich und kompromisslos. „Nun war das nicht gerade der schönste Fußball, das weiß ich, aber ich denke, wenn man beide Halbzeit zusammen nimmt, haben wir trotzdem die klareren Chancen. Wir können das 3:0 machen, dann wird es nicht nochmal eng“, sagt Marquardt.

Nach nun abgeschlossener Hinrunde gilt es nun für die Männer vom TSV am kommenden Freitagabend ein letztes Mal für das Jahr 2018 alle Kräfte zu sammeln und bündeln, um auch das letzte Pflichtspiel des Jahres bestmöglich zu gestalten. Es gastiert ab 19.30 Uhr kein geringerer als der Tabellenführer und Herbstmeister vom MSV Pampow auf dem Bützower Sportplatz am Wall zum Flutlicht-Spitzenspiel.

TSV Bützow: Gordon Krüger - Rei Oami, Max Körting, Felix Moritz, Felipe Tostes, Jonas Koszinski, Lucas Torres, Steve Bärmlich (66. Marcel Papenhagen), Tony Lübke, Felix Engert, Kevin Kleindorff (60. Christoph Höpel)




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