Fußball-Verbandsliga : Not am Mann beim TSV

Ging mit dem TSV in Pastow leer aus: Neuzugang Maximilian Marquardt gab aber einen guten Einstand in Bützows Abwehr.
Ging mit dem TSV in Pastow leer aus: Neuzugang Maximilian Marquardt gab aber einen guten Einstand in Bützows Abwehr.

Fußball-Verbandsliga, 17. Spieltag: Dezimierte Bützower verlieren beim SV Pastow mit 0:1

nnn.de von
25. Februar 2019, 05:00 Uhr

So ganz passten Leistung und Stimmungslage nach dem ersten Punktspiel der Bützower Verbandsliga-Fußballer im Jahr 2019 nicht zusammen: Zwar boten sie in den 90 Minuten zuvor eine couragierte und leidenschaftliche Leistung, trotzdem stand sie im obligatorischen Mannschaftskreis mit hängenden Köpfen da. Der Grund? Das denkbar knappste aller Ergebnisse zu Ungunsten des TSV – ein 0:1 beim Tabellenzweiten vom SV Pastow.

Sahen die Vorzeichen bereits Anfang der Woche in Anbetracht der mehr als angespannten personellen Decke bereits alles andere als rosig aus, so vertieften sich die Sorgenfalten von TSV-Trainer Helge Marquardt am Morgen des 17. Spieltages noch einmal mehr. Egal ob Verletzungen, Sperren (die abgebenden Vereine von Max Niendorf und Philipp Meier stellen sich quer) oder berufliche Verhinderungen - mit den Spielern, die Marquardt nicht zur Verfügung standen, hätte man eine eigene Startelf füllen können, die problemlos im oberen Drittel mitspielt. In der Startelf halfen mit Robert Grabowski und Christian Urgast zwei Routiniers aus der zweiten Männermannschaft mit, auf der Bank nahmen neben dem Trainer drei eigentlich noch nicht spielfähige Männer platz.

Es entwickelte sich mit Anpfiff eine Partie auf Augenhöhe, die große spielerische Momente vermissen ließ und bereits in der neunten Minute ihren ersten Höhepunkt hatte: Nach einem rassigen Zweikampf an der Seitenlinie blieb der Gegenspieler von Paul Puskeiler kurz liegen, für alle Beteiligten war eine frühe gelbe Karte klare Konsequenz. Nur nicht für den Schiedsrichter, denn der zog zum Erstaunen beider Seiten den roten Karton. Damit wurde die ohnehin schon schwierige Ausgangslage noch schwieriger und alle vorab getroffenen taktischen Vorgaben mussten einer kompakten Defensive weichen. Dementsprechend gestaltete sich auch das Bild auf dem Platz: Pastow machte das Spiel, während der TSV darauf bedacht war, den Laden dicht zu halten. Aussichtsreiche Pastower Chancen waren im ersten Durchgang Mangelware.


Individueller Fehler kostet Punktgewinn

Die Halbzeitansprache konnte daher nur ein positives Fazit ziehen und nochmals an die Konzentration in der eigenen Defensive appellieren. Die musste auch vor allem in den ersten 20 Minuten nach dem Seitenwechsel extrem hoch gehalten werden, denn wie erwartet rannten die Hausherren sofort an und drückten auf den Führungstreffer. Mit jedem geklärten und herausgeschlagenen Ball pushten sich die Bützower noch einmal mehr, ein hartumkämpfter Punkt wäre aus ihrer Sicht definitiv ein gefühlter Sieg gewesen. Im Endeffekt hat ein individueller Fehler diesen verdienten Punktgewinn gekostet: Ein Abschlag von Krüger geriet zu kurz, kam postwendend zurück und überraschte somit die aufgerückte TSV-Abwehr. Letzterer entwischte der zuvor frisch eingewechselte SVP-Angreifer, der keine Mühe hatte, zum 1:0 in die lange Ecke abzuschließen (70. Spielminute). Der gleiche Spieler sollte wenige Minuten später sogar die Chance auf das 2:0 haben, nachdem er der TSV-Abwehr abermals entwischt ist und sein Schuss an die Latte klatschte. In der Schlussphase versuchte der TSV nochmals alles, um doch noch einen Punktgewinn zu realisieren, doch mit einem Mann weniger und einer kräftezehrenden Partie in den Knochen sollte es den Bützowern nicht mehr gelingen.

„Der Mannschaft gilt für die gezeigte Leistung mein absoluter Respekt. Ich kann ihr aufgrund der Gesamtumstände absolut keine Vorwürfe machen“, so Trainer Marquardt nach dem Spiel.

TSV Bützow: Gordon Krüger – Felix Moritz, Max Körting, Maximilian Marquardt, Paul Puskeiler, Christian Urgast (73. Marcel Papenhagen), Rei Oami, Lucas Torres, Felipe Tostes (89. Sebastian Synwoldt), Jonas Koszinski (80. Kevin Kleindorff), Robert Grabowski


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen