Fußball : TSV hadert mit dem Spielleiter

Einer von zwei Gelb-Rot-Sündern: Johannes Thiemroth (r.) sah in Pastow bereits in der 35. Minute die Ampelkarte.
Einer von zwei Gelb-Rot-Sündern: Johannes Thiemroth (r.) sah in Pastow bereits in der 35. Minute die Ampelkarte.

Fußball-Verbandsliga: Bützow kassiert zwei Platzverweise und 1:4-Niederlage

Kopf Robert Grabowski.JPG von
02. September 2019, 05:00 Uhr

Die Misere des TSV Bützow in der Fußball-Verbandsliga hält auch nach dem vierten Spieltag an. Das Team um Trainer Helge Marquardt musste sich diesmal beim Vize-Landesmeister SV Pastow mit 1:4 geschlagen geben, doch so deutlich, wie es das Ergebnis aussagt, war es eigentlich nicht. Aus Gäste-Sicht hatte der Schiedsrichter Nicolas Scherer aus Reisbach/Saarland einen großen Anteil am Resultat. „Es ist traurig, dass ein Schiedsrichter das Spiel entscheidet. Er war völlig überfordert. Wir haben noch nie gute Erfahrungen mit Austausch-Schiedsrichtern gemacht, langsam sollte wir den Mist wieder lassen“, ärgert sich Helge Marquardt über den Spielleiter. Mit zwei gelb-roten Karten dezimierte der Unparteiische die Bützower Elf im Laufe der Partie, die in Unterzahl dann nicht mehr die Kraft hatte, etwas Zählbares mitzunehmen.

Schon der Pastower Führungstreffer per Elfmeter stieß beim TSV böse aus. „Der Elfmeter ist ein absoluter Witz. Wir haben uns das jetzt auch nochmal öfter auf Video angeguckt. Den kann er einfach nicht pfeifen, das ist eine Frechheit“, sagt Helge Marquardt. Johannes Grahl war es egal, er verwandelte den Strafstoß zum 1:0 (8.). Doch die Bützower steckten nicht auf und belohnten ihr bis dato gutes Auftreten mit dem Ausgleich durch Philipp Schönbrunn (15.). „Wir haben in der ersten Halbzeit ein starkes Spiel gemacht, können sogar in Führung gehen“, erklärt Marquardt. Dementsprechend war das Unentschieden zur Pause mehr als gerecht, obwohl die Bützower die letzten zehn Minuten in Durchgang eins schon mit einem Mann weniger bestritten, weil Johannes Thiemroth nach der Ampelkarte vom Feld musste. Er hatte sich über eine Schiedsrichterentscheidung geärgert und den Ball dann gegen die Bande geschossen.

„Leider geraten wir dann durch eine schläfrige Aktion in der Abwehr in Rückstand“, sagt Helge Marquardt. Dominik Fränk bestrafte dieses Verhalten mit dem 2:1 für den SV Pastow (47.). Neun Minuten später folgte der nächste Platzverweis für den TSV. Qutaiba Alsharabi wurde für ein Foulspiel verwarnt und dann für seinen Ärger darüber gleich auch noch des Feldes verwiesen. „Bei 35 Grad war es dann schwer, etwas zu holen. Wir haben aufopferungsvoll verteidigt“, sagt Marquardt. Pastow nutzte die Überzahl und schenkte den Bützowern zwei weitere Treffer ein (Robert Römer/63., Grahl/76.).

Mit der vierten Niederlage im vierten Spiel geht der TSV-Fehlstart weiter, trotzdem stecken die Bützower den Kopf nicht in den Sand. „Es ist eine bittere Phase aus der wir uns wie jede Woche versuchen, wieder rauszuboxen“, erklärt der Bützower Coach. Als Abwechslung zum Ligaalltag steht am kommenden Sonntag zunächst einmal der Pokalwettbewerb an, wenn der TSV beim Brüsewitzer SV gastiert.

TSV Bützow: Bartosz Szajkowski – Philipp Schönbrunn (64. Kevin Stübke), Thorben Medau (75. Dennis Milbratz), Paul Puskeiler, Kevin Kleindorff (80. Charlie Frenzel), Maximilian Marquardt, Felix Moritz, Qutaiba Alsharabi, Tony Lübke, Philipp Meier, Johannes Thiemroth

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