Lokalsport : Werbung für den Frauen-Handball

Leistungsträgerin in jungen Jahren: Die 17-jährige Lea Kellert steuerte zum Sieg der Bützower Handball-Damen gegen die TSG Wismar sieben Treffer bei.
Leistungsträgerin in jungen Jahren: Die 17-jährige Lea Kellert steuerte zum Sieg der Bützower Handball-Damen gegen die TSG Wismar sieben Treffer bei.

Landesliga West: TSV Bützow gewann das Spitzenspiel gegen die bis dato verlustpunktfreie TSG Wismar mit 28:26 (15:12)

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16. Januar 2020, 05:00 Uhr

Nichts für schwache Nerven war das Spitzenspiel der Handball-Landesliga West zwischen den Frauen des TSV Bützow und der TSG Wismar. Mal führten die Gastgeberinnen mit vier Toren Vorsprung, zwischenzeitlich aber auch die Gäste mit drei Toren. So war die Partie bis zum Schluss an Spannung kaum zu überbieten – mit dem besseren Ende für die Warnowstädterinnen, weil sie ihren Kasten in den letzten knapp vier Minuten sauber hielten und das Spiel mit 28:26 doch noch für sich entschieden.

Die TSG stellte sich mit der makellosen Bilanz von zehn Siegen aus zehn Spielen in der Wilhelm-Schröder-Sporthalle vor. Sie erwartete dort aber auch ein kleiner Hexenkessel, denn die Bützowerinnen konnten auf die mentale Unterstützung von den Zuschauerrängen bauen. Es war zu erwarten, dass das Spiel eine Kopfsache wird, denn spielerisch agierten beide Teams auf Augenhöhe. Dementsprechend setzten die TSV-Damen auf den größeren Kampfgeist, was vor allem in der ersten Halbzeit der springende Punkt war. Der erste Abschnitt verlief genau nach Plan aus Sicht der Bützowerinnen. Die Abwehr stand hervorragend und dadurch trugen sie schnelle und sichere Angriffe nach vorne vor. Spätestens nach dem 6:6 (14.) bekam der TSV immer mehr Oberwasser und zog im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit stetig davon. In der 27. Minute führten die Gastgeberinnen mit vier Toren (14:10), das Pausenresultat konnte sich ebenfalls sehen lassen (15:12). Demnach war TSV-Coach Jürgen Klink auch zufrieden, forderte auch für den zweiten Abschnitt die gleiche Disziplin.

Nun kann es im Handball aber immer ganz schnell gehen. Kleinere Schwächephasen werden oftmals sofort bestraft, sodass ein Drei-Tore-Polster keine Sicherheit geben kann. Das bekamen auch die Bützowerinnen zu spüren, deren Führung in der 41. Minute aufgebraucht war (16:16). Und es kam, wie es kommen musste. Die TSG Wismar hatte einen Lauf und wendete das Blatt, erhöhte zwischenzeitlich auf 18:21. Die Partie drohte den Bützowerinnen förmlich aus den Händen zu gleiten, doch sie schafften es, den Rückstand zu minimieren. Nach etwas mehr als 55 Minuten erzielte die erst 17-jährige Lea Kellert das 24:24. Der Gast legte in der Folge aber noch zwei Mal vor, wobei die TSV-Damen immer die passende Antwort parat hatten und keine Nerven zeigten. Stattdessen bewiesen sie den längeren Atem und das größere Nervenkostüm. Die letzten drei Treffer der Partie erzielten die Bützowerinnen, die es somit schafften, dem Spitzenreiter die erste Saisonniederlage zuzufügen.

Im Endeffekt hielt das Spitzenspiel, was es versprach und war ganz klar Werbung für den Frauen-Handball. Positiver Nebeneffekt für den TSV Bützow, er verkürzte den Rückstand auf den Tabellenführer auf zwei Punkte.

TSV Bützow: Juliane Kaiser und Stefanie Praetzel – Ann-Marie Berger (3), Franziska Schmidt, Lara Wegner, Celina Bollow-Garlipp (5), Katrin Horke (2), Lea Kellert (7), Katja Ehmcke (9), Anna Herbst (2), Anna-Lena Nockemann



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