Rückblick Teil I : Das erste Halbjahr kann sich sehen lassen

Drei Jahre Wartezeit vorbei: Die Volleyballerinnen des Schweriner SC feierten in diesem Jahr ihre elfte deutsche Meisterschaft.  Fotos: Albrecht/Dreier/Freitag/Wego/Taken/Grevsmühl
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Drei Jahre Wartezeit vorbei: Die Volleyballerinnen des Schweriner SC feierten in diesem Jahr ihre elfte deutsche Meisterschaft. Fotos: Albrecht/Dreier/Freitag/Wego/Taken/Grevsmühl

Sportler aus Gadebusch und der Umgebung zeigen bei MV-Meisterschaften ihr Können, doch auch sportliche Rückschritte mussten verkraftet werden

nnn.de von
27. Dezember 2017, 23:48 Uhr

Nur noch wenige Tage und dann ist auch das Jahr 2017 – auch im Sport – schon wieder ein Fall für die Geschichtsbücher. Bei so manchen Vereins-Weihnachtsfeiern wurde daher auch das Sportjahr gründlich ausgewertet. Zeit also, auf das erste Halbjahr 2017 zurückzublicken und in Erinnerung zu schwelgen – Sieg und Niederlage liegen dabei wie immer dicht beieinander.

Auch wenn Schwerin etwas entfernt liegt, so sollten die die Bundesliga-Volleyballerinnen des Schweriner SC nicht unerwähnt bleiben, denn die mussten den schmalen Grad zwischen Sieg und Niederlage am eigenen Leib erfahren. Haben sie im Januar noch gegen Stuttgart im Pokalfinale eine 2:0-Führung verspielt, am Ende mit 2:3 verloren und so den sicher geglaubten Titel noch aus der Hand gegeben, so bejubelten die Schwerinerinnen dann Ende April wiederum gegen Stuttgart in eigener Halle die deutsche Meisterschaft. Für den SSC war es der elfte Meister-Titel. Und auch die Europapokal-Saison der SSC-Damen konnte sich sehen lassen. Das Aus für das Team von Trainer Felix Koslowski kam erst im Halbfinale gegen die Türkinnen von Bursa BBSK.

Für die Fußballmannschaft des FC Schönberg verlief die zweite Regionalliga-Saison zumindest sportlich ebenfalls vielversprechend. Die Nordwestmecklenburg hatten sich mit einem 2:1-Sieg gegen die TSG Neustrelitz aus der Spielzeit verabschiedet und den Klassenerhalt geschafft. Eine weitere Saison Viertliga-Fußball gab es aber nicht, Hauptsponsor Palmberg fuhr sein Engagement deutlich zurück und ließ so eine große finanzielle Lücke aufklaffen, die nicht gestopft werden konnte. So blieb für den FC95 nur der Gang in die Landesliga, wo bereits die zweite Mannschaft spielte und dort Meister wurde. Vom höherklassigen Fußball musste man sich in Schönberg allerdings verabschieden. Stichwort Landesliga: Dort schafften die Kicker der TSG Gadebusch den Klassenerhalt für die nächste Saison nur, weil der SV Dassow seine Mannschaft nach Saisonende zurückzog. Einen spannenden Kampf um den Klassenerhalt gab es in der Liga trotzdem und nichtsdestotrotz freute man sich bei der TSG auf noch eine Landesliga-Saison.

Die Fahnen Gadebuschs und Nordwestmecklenburgs präsentierten vor allem die Reiter deutschlandweit. Egal ob Thomas Kleis, Christoph Maack, Philipp Makowei oder Lilly Plath – sie alle waren auf zahlreichen Turnieren erfolgreich. Zumindest bei einem Wettkampf haben dann auch die Judoka Mathias Holtz und Julia Kobel vom Gadebuscher JV auf sich aufmerksam gemacht. Beide holten bei den deutschen Ü30-Meisterschaften eine Bronzemedaille.

Der Sport-Nachwuchs der Region machte ebenfalls eine gute Figur. Hier alles aufzuführen ist schier unmöglich. Stellvertretend seien aber die Volleyballer des Rehnaer SV zu nennen, die bei den MV-Titelkämpfen einige Medaillen abräumten – egal ob in der U16 oder U14. Natürlich mischten auch die Rehnaer Motocrosser bei den Cross- und Endurolandesmeisterschaften wieder vorn mit. Für die Schach-Mädels des Gadebuscher Gymnasium ging es zu den deutschen Schulschachmeisterschaften und für die gute Nachwuchsarbeit der Region im Fußball sei stellvertretend die D-Jugend der SG Roggendorf zu erwähnen – die kleinen „Messis“ und „Ronaldos“ der SGR sicherten sich nämlich das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg.

Auch die Zuschauer kamen im ersten Halbjahr voll auf ihre Kosten. Egal ob bei diversen Hallenfußballturnieren zu Beginn des Jahres oder auf Reitturnieren im näheren Umkreis sowie beim Spektakel auf der Motocrossbahn in Gletzow – geboten wurde eigentlich immer etwas. Und wem das nicht reichte, der brauchte dank Nachtlauf, Schlosslauf oder auch Schlosstriathlon nicht weit fahren, bot die Landeshauptstadt doch ebenfalls einige sportliche Höhepunkte.

Dieser erste Teil des Rückblicks erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und will es auch gar nicht. Dafür waren die sportlichen Leistungen einfach viel zu gut. Und doch soll abschließend noch erwähnt werden, dass seit diesem Jahr in Lützow wieder Handball gespielt wird – toll!

Dass all das ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer überhaupt nicht möglich wäre, sollte ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Den „Kümmerern“ sei auch für das Jahr 2017 ein herzliches Dankeschön gesagt.

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