Speedway : Drei Titel dieses Jahr im Fokus

Wenn nötig und möglich: Immer konzentriert, hier im Fahrerlager vor einem Lauf: Ben Ernst.
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Wenn nötig und möglich: Immer konzentriert, hier im Fahrerlager vor einem Lauf: Ben Ernst.

Speedway-Weltmeister Ben Ernst in seiner letzten Saison in der 250-ccm-Klasse

nnn.de von
23. April 2019, 05:00 Uhr

Güstrow | Bei seinem ersten Auftritt vor seinem heimischen Publikum als 250-ccm-Weltmeister beim traditionellen Osterpokal holte sich Ben Ernst vom MC Güstrow wie erwartet den Kleinen Osterpokal. Mit zehn Punkten verwies er Lukas Wegner und den Norweger Mathias Pollestad auf die Plätze. Drei Rennen gewann er von der Spitze. Im dritten von vier Läufen verpasste er den Start und konnte Pollestad und Wegner nicht mehr stellen. „Das war unterm Strich in Ordnung, ich bin zufrieden. An den Starts werde ich weiter feilen“, resümierte der 15-Jährige, der am 1. Juni 16 Jahre wird und damit das letzte Jahr in der 250-ccm-Klasse fahren darf.

Das hat es für das deutsche Speedway-Talent allerdings in sich, denn Ben Ernst hat sich jede Menge vorgenommen. „Ich möchte meinen Weltmeister- und meinen Deutschen-Meister-Titel verteidigen“, sagt er selbstbewusst. Auch Europameister möchte er werden. „Da habe ich noch eine Rechnung offen, denn mit dem vierten Platz im Vorjahr war ich nicht zufrieden“, zeigt sich der junge Bursche kämpferisch. Um das alles und noch mehr bei 35 bis 40 Rennen zu erreichen, hat er ein intensives Sportprogramm im Winter durchgezogen. Ben Ernst: „Ich habe dreimal in der Woche Ausdauer trainiert, war ständig im Fitness-Center und habe dadurch meine Kondition verbessert.“

Wenn nötig und möglich: Immer konzentriert, hier im Fahrerlager vor einem Lauf: Ben Ernst.
Hans-Jürgen Kowalzik

Wenn nötig und möglich: Immer konzentriert, hier im Fahrerlager vor einem Lauf: Ben Ernst.

 

Einen besonderen Kick für die neue Saison holte er sich allerdings im Februar in Australien. Drei Wochen weilte er mit Opa Hartmut auf Einladung seines Freundes Fraser Bowes in Down Under. In Gillman und Milduva nahe Adelaide absolvierte Ben Ernst drei Rennen und trainierte fleißig. „Das war eine gute Schule für mich und etwas ganz anderes als in Europa, denn in Australien sind die Bahnen griffig, schmal und kurz“, denkt er noch oft an den Trip.

Sieger des Kleinen Osterpokals

Beim Saisonauftakt in Deutschland zahlte sich das bereits aus. Im Team-Cup mit den Güstrower Torros gab es zum Auftakt in Cloppenburg einen 2. Platz. Beim Oberkrämerpokal in Wolfslake ließen die Torros auch nichts anbrennen und holten den Pokal. Ben Ernst hat aber auch schon seine 500-ccm-Premiere hinter sich. Die Motoren, die er ab nächster Saison fährt. Hartmut Ernst sieht das nicht so gern. Er meint, dass es für Ben zu viel des Guten sein könnte. Aber das Ergebnis in Cloppenburg beim deutschen Paar-Cup spricht eine andere Sprache. Ben Ernst holte zehn Punkte auf der großen Maschine und wurde mit dem MC Nordstern Stralsund Vierter. Für Stralsund fährt er auch in der Bundesliga. Außerdem hat er einen Vertrag in Lodz in der 1. polnischen Liga. „Ben schafft das. Er ist auf Speedway und Erfolg fokussiert und er weiß, worauf es ankommt“, attestiert ihm Hannes Heider, der ihn als Sportlicher Leiter des MC Güstrow unter seinen Fittichen hat.

Wie der junge Fahrer mittlerweile in der Szene beobachtet wird, zeigt sein Vertrag als NGK-Botschafter seit diesem Jahr. Die japanische Firma NGK ist Weltmarktführer bei Zündkerzen. Ben Ernst weiß sich dabei mit dem Mehrfach-Weltmeister Greg Hancock (USA) und Weltmeister Tai Woffinden (GB) in sehr guter Gesellschaft. „Das Unternehmen ist auf uns zugegangen. Der Vertrag macht mich stolz und ist Ansporn“, sagt Ben Ernst.




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