Elektro-Rollstuhl-Hockey : Fehlstart für die Nording Bulls

Tolle Aktion: FitX-Geschäftsführer Markus Vancraeyenest (hinten rechts) besuchte die E-Rollstuhl-Hockeymannschaft der Nording Bulls und brachte gleichzeitig eine dicke Spende mit.
Tolle Aktion: FitX-Geschäftsführer Markus Vancraeyenest (hinten rechts) besuchte die E-Rollstuhl-Hockeymannschaft der Nording Bulls und brachte gleichzeitig eine dicke Spende mit.

1. Powerchair-Hockey-Bundesliga: Ersatzgeschwächte Lalendorfer kassieren zum Auftakt in Lobbach drei zum Teil heftige Niederlagen

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25. Oktober 2019, 05:00 Uhr

Fehlstart für die Nording Bulls. Die Lalendorfer verloren zum Auftakt der 1. PCH-Bundesliga in der Sporthalle der Manfred-Sauer-Stiftung in Lobbach alle drei Spiele. Dabei musste auch auf die neuen Regeln geachtet werden. Und zwar wurde die erlaubte Geschwindigkeit auf 15 km/h erhöht. Außerdem gehen die Spiele jetzt 40 Minuten, also 20 Minuten pro Halbzeit und unter allen Rollstühlen muss der Ball ungehindert durchrollen können. Des Weiteren zählen aktiv von Festschlägern geschossene Tore mittlerweile doppelt, sodass man quasi zwei Tore erzielt.

Gegen den Gastgeber, Torpedo Ladenburg, setzte es zunächst eine 4:15-Niederlage. Schon zur Pause war die Messe gelesen (1:8).

Reichlich Tore fielen auch in der zweiten Partie gegen die Stardrivers Bad Kreuznach. Wieder waren die ersatzgeschwächten Lalendorfer nicht konkurrenzfähig und unterlagen mit 7:16 (4:11).

Im dritten und letzten Spiel des Tages ging es für die Nording Bulls gegen den Aufsteiger, die Rolliteufel aus Ludwigshafen. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, wobei die Lalendorfer erneut das Nachsehen hatten. Diesmal verloren sie aber nur knapp mit 7:9.

Insgesamt legten die Norddeutschen also wieder einen sehr schlechten Start hin und verloren alle Spiele am Auftaktspieltag. Dass man bloß mit fünf Spielern antreten konnte und die anderen Mannschaften rollstuhltechnisch überlegen waren, darf dabei allerdings nicht vergessen werden. Im letzten Spiel war zu sehen, dass die Bulls definitiv mit den Rolliteufeln mithalten können und zeitweise auch mit den anderen Teams. Die zurückliegenden Jahre machten zudem deutlich, dass sich die Lalendorfer im Laufe der Saison steigern können, was Hoffnung bringt und zeigt, dass noch nix verloren ist.


Finanzspritze für die Lalendorfer

Trotz des sportlichen Misserfolgs gab es aber auch noch erfreuliche Nachrichten für die Lalendorfer. Dank der Aktion „FitX gibt zurück“ dürfen sich die „Nording Bulls“ über eine Finanzspritze von 8000 Euro freuen. Durch den finanziellen Beitrag werden unter anderem die Reisekosten der E-Rollstuhl-Hockeymannschaft gedeckt. „Es ist absolut bemerkenswert, mit welcher großen Hingabe und Leidenschaft die Spielerinnen und Spieler ihren Sport betreiben. Der Verein gibt körperlich behinderten Menschen die Chance, trotz ihrer großen Einschränkung am Leben teilzunehmen, Sport zu machen und an Wettkämpfen teilzunehmen. Wir sind sehr glücklich und stolz, mit dem Geld dafür Sorge tragen zu können, den ohnehin schon schwierigen Alltag zu vergessen und Sport zu treiben“, sagt Geschäftsführer Markus Vancraeyenest.

Seit 1996 organisierten sich die „Nording Bulls“ im SV 90 Lohmen. Derweil ist die Mannschaft mit 16 Spielern aus drei Bundesländern bei der KSG Lalendorf/Wattmannshagen beheimatet. Trainiert wird monatlich in Vogelsang. Für dieses Training werden über 100 km Anfahrtsweg in Kauf genommen. Die Unterstützung für die „Nording Bulls“ ist eines von insgesamt zwölf Projekten, die FitX mit der Aktion „FitX gibt zurück“ deutschlandweit unterstützt.

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