Lokalsport : Fußballfest im Jahnstadion

Duell der Gegensätze:  Jonas Reister (r.) erwartet mit dem Güstrower SC am Sonnabend um 14 Uhr den haushohen Favoriten FC Hansa Rostock.
Duell der Gegensätze: Jonas Reister (r.) erwartet mit dem Güstrower SC am Sonnabend um 14 Uhr den haushohen Favoriten FC Hansa Rostock.

Lübzer Pils-Cup, 3. Runde: Güstrower Sportclub (Verbandsliga) erwartet am Sonnabend um 14 Uhr den FC Hansa Rostock (3. Liga)

Kopf Robert Grabowski.JPG von
11. Oktober 2019, 05:00 Uhr

Ein Fußballfest ist am Sonnabend im Güstrower Jahnstadion zu erwarten. Die Verbandsliga-Männer erwarten nämlich um 14 Uhr den Drittligisten FC Hansa Rostock auf dem heimischen Rasenplatz. Aufgrund des zu erwartenden Zuschaueraufkommens ist das „vereinstechnisch eine interessante Nummer, auch wenn da viel Aufwand hintersteckt“, sagt GSC-Trainer Holger Scherz. Bei ihm selbst hält sich die Vorfreude dagegen deutlich in Grenzen. „Sportlich brauchen wir das Spiel zur Zeit wie Zahnschmerzen, nämlich gar nicht“, gesteht der 49-Jährige. Drei der vergangenen vier Ligaspiele gingen verloren, deshalb wäre dem Güstrower Sportclub nun ein Gegner lieber gewesen, gegen den er sich Selbstvertrauen holen könnte. Aber die Barlachstädter nehmen es so, wie es ist, es bleibt ihnen auch gar nichts anderes übrig.

Auch wenn die Chance, den FC Hansa Rostock zu besiegen, fast bei Null liegt, wollen die Güstrower versuchen, das Bestmögliche rauszuholen. „Wegschenken tun wir nichts“, sagt Scherz. Einen genauen Schlachtplan habe er aber noch nicht, gibt der Fußball-Lehrer zu. „Irgendwas wird mir aber schon einfallen“, sagt Holger Scherz. Der Trainer-Fuchs ändert in der Vorbereitung auf diese Partie nur eine Sache im Gegensatz zum normalen Liga-Alltag: er gibt seinen Kader erst kurz vor dem Spiel bekannt. Nicht dabei sein können Björn Boy, Henrik Löhning, Lukas Möller, Ole Schuller (alle verletzt) sowie Vinzent Writschan (Rot-Sperre). Fraglich ist zudem der Einsatz von Torjäger Sava-André Mihajlovic, der krank war/ist. Unter den Ausfällen sind also drei Abwehrspieler, die gegen Hansas Offensive eigentlich dringend benötigt werden. Manche Entscheidungen regeln sich somit schon von selbst. „Aber auch mit einer Top-Besetzung ist nicht gesagt, dass man dann besser aussieht. Ich denke, dass jeder, der spielt, an seine Leistungsgrenze geht“, vertraut Scherz auch dem Personal, das noch da ist.

Dass es sportlich zur Zeit nicht so läuft, wie sich das die Güstrower vorstellen, liegt auch nicht nur an den Ausfällen, sondern „an fußballerischen Sachen. Wir kassieren zu viele Gegentore und schießen vorne zu wenig. In der Kombination verliert man halt“, bringt es der GSC-Coach auf den Punkt. Insofern bleibt seiner Mannschaft gar nichts anderes übrig, als es den Rostockern so schwer wie möglich zu machen und sich so teuer wie möglich zu verkaufen. „Dann wird man sehen, was am Ende bei rumkommt“, sagt Scherz.

Während sich die Güstrower aber keine großen Illusionen auf das Achtelfinale machen, besteht beim Lokalrivalen TSV Bützow die berechtigte Hoffnung auf den Einzug in die Runde der letzten 16. Der Lübzer Pils-Cup ist in dieser Saison ohnehin eine willkommene Abwechslung für die Warnowstädter. Während es nämlich in der Verbandsliga einen historischen Fehlstart gab (8 Niederlagen in 8 Spielen), spazierten die Mannen um Trainer Helge Marquardt bislang durch den Pokalwettbewerb. Nach dem 7:0-Erfolg in Lübz (Landesliga West) und 8:1-Sieg beim Brüsewitzer SV (Landesklasse IV) wartet heute beim FSV Malchin die nächste machbare Aufgabe. Zumindest haben die Bützower trotz der Liga-Misere beim klassentieferen Landesligisten die Favoritenrolle inne. Diese Partie eröffnet gleichzeitig die dritte Runde im Lübzer Pils-Cup und ist zugleich das einzige Freitagabendspiel. „Wir freuen uns auf das Spiel, zumal wir einen guten Kader beisammen haben. Das ist auch mal wieder erfreulich“, sagt Helge Marquardt. Nahezu mit voller Kapelle reisen die Bützower nach Malchin und visieren selbstbewusst das Achtelfinale an. Dreimal ließ der TSV-Coach in dieser Woche trainieren. „Aufgrund der Situation gab es einige Sachen, an den wir arbeiten mussten. Dazu waren auch die drei Einheiten nötig. Das kommt immer mal wieder vor“, erklärt Marquardt.

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