Segeln : Hochklassiges Segeln auf Inselsee

'Blick nach hinten: Ines Pingel-Heldt/Thomas Heldt - Sieger des 63. Silbernen Beils'
"Blick nach hinten: Ines Pingel-Heldt/Thomas Heldt - Sieger des 63. Silbernen Beils"

Ines Pingel-Heldt/Thomas Heldt gewinnen hauchdünn 63. Silbernes Beil

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03. Juli 2019, 05:00 Uhr

40 Boote mit 80 Seglern fanden sich zur 63. Auflage des Silbernen Beils ein. „Nach einer Absage und einer Nachmeldung war der Beteiligungsrekord der bisherigen Saison perfekt“, sagt Peter Anders, Vorsitzender des veranstaltenden Wassersport-Vereins-Güstrow 1928 (WVG), sichtlich stolz.

Mit viel Sonne und Wind um 9 Knoten begrüßte der Inselsee alle 40 Boote, der zweite Start klappte wie im Bilderbuch. Peter Anders und Peter Bark segelten zunächst wie vom anderen Stern und hatten nach der Startkreuz 30 Sekunden Vorsprung auf Daniel Reinsberg und Alfred Seeger (Röbel/WVG). Auf dem Vorwindkurs schob sich das Feld aber wieder zusammen und der Vorsprung schrumpfte. Zu den Verfolgern gehörten auch Ines Pingel-Heldt/Thomas Heldt (Teterow), die Boot um Boot gut machten und sich auf der zweiten Kreuz ein spannendes Duell mit Anders/Bark lieferten. Knapp in Führung liegend, rundeten sie die zweite Bahnmarke und ließen sich fortan den Sieg nicht mehr nehmen. Anders/Bark brachten Platz zwei vor Reinsberg/Seeger ins Ziel.

In der zweiten Wettfahrt starteten die Mitfavoriten Bernd Höft und Burkard Rieck aus Rostock, die sich in der 1. Wettfahrt mit Platz 14 begnügen mussten, furios. Während sie einen Start-Ziel-Sieg vor Bernstengel/Merten und Hillenberg/Hain einfuhren, segelten sich Anders/Bark nach hinten und wurden als 10. auf der Zielkreuz noch von Pingel-Heldt/Heldt überholt, die so Platz 9 belegten.

Die dritte und letzte Tageswettfahrt folgte unmittelbar im Anschluss. Plötzlich meldeten sich Hegert/Haase, die mit den Plätzen 23 und 19 in den ersten Wettfahrten hinter den Erwartungen blieben, zurück und gewannen die Startkreuz. Auch Reinsberg/Seeger starteten wieder sehr gut, wodurch sie sich den Preis als beste Starter verdienten.

Vor dem zweiten Wettfahrttag konnten noch drei Crews gewinnen: Anders/Bark und Pingel-Heldt/Heldt lagen punktgleich vier Punkte vor Höft/Rieck. Auch in der 4. Wettfahrt waren die Favoriten zunächst nicht ganz vorne. Schon auf der zweiten Kreuz waren Pingel-Heldt/Heldt im Angriffsmodus und Bernstengel/Merten hatten das Nachsehen, doch sie ließen sich nicht abschütteln. Ein spannender Zweikampf bis ins Ziel war die Folge und erst die letzte Wende entschied zugunsten der Favoriten. Sie verwiesen Bernstengel/Merten und Schnepf/Jäckel auf die Plätze. Weil Anders/Bark nur 11. und Höft/Rieck nur 14. wurden, hatten Pingel-Heldt/Heldt ihren 5. Gesamtsieg in den letzten sieben Jahren sicher. Für Thomas Heldt, der 2018 als Steuermann gewann, war es gar der sechste Sieg in den letzten sieben Jahren und der 13. Sieg insgesamt.

Die fünfte und letzte Wettfahrt sollte über die übrigen Plätze entscheiden und wieder waren es Hegert/Haase, die um den Sieg mitreden wollten. Nach gutem Start lagen sie vor Anders/Bark und Schnepf/Jäckel. Erst im Verfolgerfeld waren Pingel-Heldt/Heldt zu finden, die von ihrem Sieg noch gar nichts wussten. Doch den Schlusspunkt setzten Anders/Bark, die sich zur Hälfte der Wettfahrt an die Spitze setzten und vor Witte-Wahrendorf/Kinner (Berlin) sowie Kiene/Kiene (Cottbus) gewannen. Hegert/Haase sicherten sich mit Platz vier in der letzten Wettfahrt auch den vierten Platz in der Gesamtwertung und damit den „Wilhelm-Jansen-Gedächtnispokal“.

„Ines Pingel-Heldt und Thomas Heldt sind die verdienten Sieger eines grandiosen Segelwochenendes. Wir hatten Wind, Sonne und 40 Boote am Start. Die Kulisse auf dem Inselsee war beeindruckend. Wir freuen uns als WVG über eine rundum gelungene Veranstaltung“, resümierte Peter Anders, der selbst punktgleich Zweiter wurde und seinen vierten Gesamtsieg nur um einen Punkt verpasste. Die bessere Einzelplatzierung gab letztlich den Ausschlag zugunsten der Teterower.

Für die Piratensegler geht es schon nächste Woche mit der 82. Warnemünder Woche weiter. Ende Juli folgt dann auf der Schlei die Deutsche Meisterschaft. Nach der Europameisterschaft in der Türkei gibt es ein Wiedersehen am Inselsee zum 16. Nebelbeil am 12./13. Oktober in Güstrow.

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