Fußball : Krakower trainiert den FSV Rühn

Zieht ab sofort die Fäden beim FSV Rühn: Mathias Frehse (hinten) ist neuer Trainer des Kreisoberligisten, war vorher beim Bölkower SV tätig.
Zieht ab sofort die Fäden beim FSV Rühn: Mathias Frehse (hinten) ist neuer Trainer des Kreisoberligisten, war vorher beim Bölkower SV tätig.

Der 55-jährige Mathias Frehse ist neuer Chefcoach des Fußball-Kreisoberligisten, zuletzt war er beim Bölkower SV tätig

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17. Juli 2019, 05:00 Uhr

Fußball-Kreisoberligist FSV Rühn hat nach fast einem Jahr mit Mathias Frehse einen neuen Chefcoach gefunden, der zuletzt zum Trainer-Team des Bölkower SV gehörte, dort aber aus persönlichen Gründen zurücktrat. Der FSV um Abteilungsleiter Tom Dittmann nutzte die Gunst der Stunde und bemühte sich um die Dienste des 55-Jährigen. „Ich musste eigentlich nicht lange überlegen. Die Bedingungen in Rühn sind gut. Ich kann dort mit vielen jungen Spielern zusammenarbeiten, das ist eine schöne Herausforderung“, sagt Mathias Frehse.

Langfristig streben die ehrgeizigen Rühner den Sprung auf Landesebene an. „Da fühle ich mich auch zu Hause, habe aber allergrößten Respekt vor der Kreisoberliga“, unterstützt der B-Lizenz-Inhaber die Ambitionen des Vereins. Dass das kein Selbstläufer wird, ist Frehse natürlich bewusst. Mit Rang vier in der vergangenen Saison legte der FSV die Messlatte aber hoch und zählt auch in der neuen Saison zu den Top-Teams der Staffel I.

Frehse betritt in Rühn aber völliges Neuland. Das Team lernte er gestern Abend zum ersten Mal kennen, hält sich deshalb mit den Kampfansagen zurück. Auch damit, wie er sein Team agieren lassen wird. „Das ist abhängig von den Spielern. Ich setze in einem Spiel auch auf Variabilität, teile es in Phasen auf. Mal gehen wir drauf, dann ziehen wir uns wieder zurück. Das hängt aber auch wieder vom Gegner ab“, erklärt Frehse. Lediglich in der Abwehrreihe legt er sich fest, dass er dort mit vier Akteuren agieren will. Bereits am kommenden Sonntag kann er zum ersten Mal testen, welche Formation eventuell zu seinem Team passen könnte. Um 14 Uhr treffen sie auf heimischem Geläuf auf den Brüsewitzer SV (Aufsteiger in die Landesklasse IV).

Mathias Frehse selbst ist neben seiner Trainer-Tätigkeit noch leidenschaftlich gerne bei den Alten Herren des FSV Krakow am See aktiv und hütet, wenn Not am Mann ist, den Kasten beim Ü35-Team. In Krakow am See ist Frehse auch beheimatet, die Fahrerei nach Rühn ist für ihn aber kein Problem. „Das ist ein notwendiges Übel. Ich weiß, was auf mich zukommt“, erklärt er, der beruflich in Güstrow bei einer Maschinenbau-Firma im Vertrieb tätig ist.

Sportlich gehörte Mathias Frehse in den vergangenen drei Jahren zum Trainer-Gespann des Bölkower SV. Zunächst in der zweiten Mannschaft, dabei gelang gleich in der ersten Saison der Aufstieg in die Landesklasse. Nach dem Rückzug der Landesliga-Mannschaft wurde die „Zweite“ zur ersten Vertretung gemacht und das bewährte Trainer-Team leitete diese Truppe bis zum Ende der vergangenen Saison. Beim FSV Rühn hat sich Mathias Frehse mit den Verantwortlichen zunächst auf eine Zusammenarbeit über ein Jahr verständigt. „Wir wollen erstmal gucken, wie es läuft. Ich würde aber gerne langfristig in Rühn arbeiten“, erklärt der neue FSV-Coach.

Er selbst sein kein Trainer, der zum Beispiel in der Vorbereitung den Schleifer raushängen lässt. „Ich werde eine Leistungsaufnahme machen, diese dann auch immer mal wieder in der Saison abrufen. Ansonsten wird bei mir sehr viel mit Ball gearbeitet. Da gibt es viele Übungen, die auch dem konditionellen Bereich dienen“, sagt Frehse. Die Stoppuhr hat er trotzdem immer bei sich, auch die Medizinbälle lässt er nicht ganz weg. Das kennen die Rühner Spieler aber sicherlich, dafür ist das Gesicht von Mathias Frehse beim FSV neu.


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