Fußball : LSV geht seinen eigenen Weg

Landesliga gegen Verbandsliga: Robert Hinz (Mitte) knöpfte mit dem Laager SV Rico Keil (l.) und dem Güstrower SC im Testspiel ein 2:2-Unentschieden ab.
Landesliga gegen Verbandsliga: Robert Hinz (Mitte) knöpfte mit dem Laager SV Rico Keil (l.) und dem Güstrower SC im Testspiel ein 2:2-Unentschieden ab.

Fußball-Landesliga Ost: Laager Männermannschaft setzt weiterhin auf die eigenen Leute und auf den Teamgeist

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22. Juli 2019, 05:00 Uhr

„Wir wissen, dass das zweite Jahr immer schwerer ist“, blickt Andreas Knoch, der zusammen mit Heiko Seeger den Fußball-Landesligisten Laager SV trainiert, auf die neue Saison in der Ost-Staffel voraus. Mit Platz sechs hat der Aufsteiger in der vergangenen Saison die Messlatte aber auch extrem hochgehängt, möchte in der neuen Spielzeit erst einmal nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Das wird schwierig genug, weil diesmal vier Mannschaften absteigen müssen – einer erneuten Strukturreform sein „Dank“.

Dass der Laager SV die Qualität hat, den Klassenerhalt zu packen, bewies er nicht zuletzt im Testspiel gegen den Verbandsligisten Güstrower SC. Beim 2:2 war der Underdog auf Augenhöhe und verdiente sich das Unentschieden redlich. „Das war ein sehr guter Auftritt. Sicherlich hatte Güstrow mehr Spielanteile, aber in der ersten Halbzeit hatten wir die größeren Torchancen“, erklärt Andreas Knoch. Seine Mannschaft setzte immer wieder Nadelstiche und brachte die GSC-Defensive damit in Verlegenheit. Doch zunächst bewiesen die Güstrower ihre individuelle Stärke, indem Goalgetter Rico Keil für die Gäste-Führung sorgte (26.). Aber auch die Laager haben mit Christian Klein einen Torjäger in ihren Reihen, der sich in der Regel nicht lange bitten lässt. „Wie er den von der Seite reingelupft hat, war schon allein das Eintrittsgeld wert“, schwärmt Andreas Knoch vom 1:1-Ausgleich des LSV-Stürmers. Neben diesem Geniestreich lobt der Laager Coach aber insbesondere die geschlossene Mannschaftsleistung. „Das war schon stark“, betont der 50-Jährige. An der Einstellung hapert es bei den Recknitzstädtern in der Regel sowieso nie. Der Teamgeist steht bei ihnen an erster Stelle. Dass dieser so ausgeprägt ist, liegt sicherlich auch daran, dass nahezu alle Spieler aus dem „eigenen Stall“ kommen, sprich, sie durchliefen auch schon die Nachwuchsmannschaften des LSV. „Und wenn man dann sieht, wie sich die Jungs immer weiter entwickeln, macht das noch mehr Spaß“, erzählt Andreas Knoch. Selbst die Trainer lassen immer wieder auf neue Sachen ein. So unterstützt zum Beispiel Kapitän Denny Ahrens das Trainer-Team bei den Übungseinheiten und bringt so etwas wie frischen Wind in die tägliche Arbeit. Und diese Zusammenarbeit trägt bereits erste Früchte. „Konditionell sind wir schon richtig gut drauf“, so Knoch. Das war auch gegen den Güstrower SC zu sehen. Tommy Schwarz schoss die Hausherren in der 66. Minute in Führung, ehe Gäste-Kapitän Björn Plate zum Endstand traf (77.).

Von solch einem Derby können die Laager in der Landesliga Ost nur träumen. Nachdem nun auch noch die Rostocker Mannschaften die Staffel verlassen haben, wird der Reiseaufwand in Zukunft noch größer. „Wir sind in der letzten Saison schon 3200 Kilometer gefahren, jetzt werden es noch mehr. Das ist zeitlich ein Riesenaufwand. Und die Spieler machen das für nichts“, erklärt Andreas Knoch. Geld verdient beim Laager SV keiner für das Fußball spielen, was heutzutage selbst im Amateursport immer seltener wird. Aber da bleibt sich der Verein treu.

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