Handball-MV-Liga : Nicht auf den Punkt da

Machte ein starkes Spiel: Trotzdem reichten die zehn Tore von Tim Dethloff dem Güstrower HV nicht, um den Doberaner SV zu bezwingen.
Machte ein starkes Spiel: Trotzdem reichten die zehn Tore von Tim Dethloff dem Güstrower HV nicht, um den Doberaner SV zu bezwingen.

Handball-MV-Ligist Güstrower HV verliert Spitzenspiel gegen den Bad Doberaner SV 25:31 (12:17)

Kopf Robert Grabowski.JPG von
21. Oktober 2019, 05:00 Uhr

Es hat fast zwei Jahre gedauert, dass die Handball-Männer des Güstrower HV in der MV-Liga ein Heimspiel verlieren. Und wieder war es ein Oberliga-Absteiger, der aus der Güstrower Sporthalle in der Kessinerstraße beide Punkte entführte. Zuletzt glückte das dem SV Fortuna Neubrandenburg am 26. November 2017 (17:22), gestern war der Bad Doberaner SV mit 31:25 (17:12) erfolgreich.

Die Gäste erwiesen sich beim amtierenden Landesmeister von Anfang an als das abgezocktere Team. Lediglich beim 2:2 und 4:4 lagen die Güstrower gleichauf, ansonsten führten stets die Doberaner. Jede noch so kleine Abschlussschwäche des GHV nutzten der Gast, um per Tempogegenstoß zum Erfolg zu kommen. Während sich die Barlachstädter immer wieder an der aufmerksamen Deckung des DSV aufrieben, was viel Kraft kostete, und mehrfach an Doberans Torhüter Florian Voigt scheiterten, schalteten die Gäste schnell um und zogen so von 7:8 auf 8:14 davon. „Doberan hat über die zweite Welle gut Tempo gemacht, ist mit Druck in die Lücken gegangen. Das haben wir nicht angenommen“, sagt Güstrows Torhüter Oliver Mayer. Dem GHV muss man aber zugute halten, dass er den Kopf nie hängen ließ und sich auf 11:14 herankämpfte, ehe der DSV zur 17:12-Pausenführung erhöhte.

Von diesem Vorsprung zerrten die Doberaner im gesamten zweiten Abschnitt. Der GHV ließ zwar nie locker und schaffte es erneut, zweimal auf drei Tore zu verkürzen, doch immer dann, wenn es eng wurde, zeigte sich die Klasse der Bad Doberaner, die nie aus der Ruhe zu bringen waren und die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielten. Spätestens mit dem Treffer zum 20:27 (52.) machten die Gäste den Deckel drauf, sodass das Spiel dann nur noch auslief. „Doberan hat verdient gewonnen. Wir haben es nicht geschafft, auf den Punkt da zu sein, sind in der Abwehr immer einen Schritt zu spät gekommen und haben zu viele freie Würfe zugelassen. Alles in allem haben wir Fehler gemacht, die wir sonst nicht machen. Jetzt wissen wir aber, wie hoch die Latte liegt und woran wir arbeiten müssen, um oben mitzuspielen“, sagt Oliver Mayer.

Durch die zweite Saisonniederlage im fünften Spiel rutschten die Güstrower in der Tabelle auf Platz sechs ab. Und die kommenden Aufgaben haben es durchaus in sich. Mit der TSG Wismar und dem SV Fortuna Neubrandenburg warten zwei weitere Spitzenteams auf den GHV.

Güstrower HV: Niklas Henk, Oliver Mayer – Tim Stubbe (1), Dorian Froriep (2), Til Granholm, Clemens Golatowski (1/1), Pascal Burke (1), Kai-Niklas Niehörster (6/2), Thomas Kahl, Till Mallach (2), Tim Dethloff (10/2), Moritz Langer, Johannes Karl, Jonas Christ (2)

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