Top-Ten-Platz auf der Mitteldistanz

Anhand dieser Karte absolvierten Orientierungsläufer wie Nils und Brigitte Schmiedeberg die Senioren-Weltmeisterschaft in der lettischen Hauptstadt Riga.
Anhand dieser Karte absolvierten Orientierungsläufer wie Nils und Brigitte Schmiedeberg die Senioren-Weltmeisterschaft in der lettischen Hauptstadt Riga.

Orientierungslauf, Senioren-WM in Riga: Nils Schmiedeberg erreicht persönliches Ziel, Mutter Brigitte unter anderem drittbeste Deutsche

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18. Juli 2019, 05:00 Uhr

Bei den Senioren-Weltmeisterschaften im Orientierungslauf in der lettischen Hauptstadt Riga waren auch zwei Vertreter aus Mecklenburg-Vorpommern dabei: Nils Schmiedeberg aus Kirch Rosin und seine Mutter Brigitte, die in Gnoien beheimatet ist, hatten sich gemeinsam mit 3700 weiteren Teilnehmern aus aller Welt aufgemacht, um im Baltikum ihre Besten zu küren.

Auf einem Stadtkurs wurde zum Auftakt das Finale im Sprint ausgetragen. Für die Altersklasse M50, in der Nils Schmiedeberg antrat, waren 14 Kontrollpunkte , die in der Luftlinie .100 Metern auseinander lagen, anzulaufen. Für Nils Schmiedeberg sprang dabei ein sehr guter 16. Platz unter den 173 Konkurrenten heraus. Etwas kurios, für die Betroffenen aber gar nicht lustig, war die Tatsache, dass der Wettkampf wegen eines laut Karte zwar geöffneten, tatsächlich aber verschlossenen Tores aufgrund zahlreicher Proteste annulliert wurde.

Brigitte Schmiedeberg, die in ihrer Altersklasse W80 neun Punkte auf 1500 Metern Luftlinie zu ermitteln hatte, hatte in dieser Disziplin ebenfalls das A-Finale erreicht und belegte unter 41 Mitbewerberinnen den 22. Rang.

Dann folgte in einem schönen Dünenwald das Finale auf der Mitteldistanz. Das Ziel für Nils Schmiedeberg: „Top Ten gegen die starken Skandinavier wäre toll.“ Und tatsächlich konnte sich der mecklenburgische Vertreter nach 20 Kontrollpunkten als bester Deutscher auf dem 10. Rang einrangieren. Sein knapper Kommentar: „Ich konnte abrufen, was ich aktuell drauf habe und bin zufrieden. Das Gelände ist einfach beeindruckend schön!“

Brigitte Schmiedeberg sortierte sich diesmal im B-Finale auf Rang 7 ein (Gesamtplatz 32) und war damit drittbeste Deutsche.

Für Qualifikation und Finale auf der Langstrecke hatten die lettischen Organisatoren wieder ein sehr schönes, aber auch sehr anspruchsvolles, weil kräftezehrendes Gelände etwa 30 Kilometer außerhalb der Hauptstadt am Rigaischen Meerbusen ausgesucht. Zwar gelang es Nils Schmiedeberg, die 23 Kontrollpunkte relativ sicher und ohne größere Fehler anzulaufen, doch: „Mir fehlten im Frühjahr einfach der Laufcup und ein Marathon. So habe ich fünf Minuten pro Kilometer im Gelände einfach nicht drauf.“ Doch obwohl es diesmal nichts mit dem erhofften Top-Ten-Platz wurde, auch der 15. Platz unter 171 Mitbewerbern ist aller Ehren wert, zumal das „traumhaft schöne Gelände“ auch diesmal wieder für alle Anstrengungen entschädigte.

Diese Natur und das tolle Fluidum dabei erlebt zu haben, war auch für die 83-jährige Brigitte Schmiedeberg viel wichtiger als die exakt gleiche Platzierung wie auf der Mittelstrecke.

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