Fussball : Letzter Test kein Maßstab für die Liga

In der zweiten Halbzeit ging es vor dem Aufbau-Tor turbulent zu, oft mittendrin der dreifache Torschütze Henry Haufe (4.v.l.).
In der zweiten Halbzeit ging es vor dem Aufbau-Tor turbulent zu, oft mittendrin der dreifache Torschütze Henry Haufe (4.v.l.).

Die Verbandsliga-Fußballer der SG Aufbau Boizenburg zeigen trotz der 0:6-Niederlage gegen den Oberligisten FC Hansa Rostock II gute Ansätze.

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28. Juli 2019, 00:00 Uhr

Ein von Vereinsseite zur offiziellen Saisoneröffnung erklärtes Testspiel mit einer 0:6-Niederlage zu beenden, da kann man sich Schöneres vorstellen. Aber bei den Verbandsliga-Fußballern der SG Aufbau Boizenburg herrschte nach dem Schlusspfiff eher Gelassenheit. Schließlich hatte man sich mit der zweiten Mannschaft des FC Hansa Rostock einen ambitionierten Oberligisten eingeladen. Aufbaus Fußball-Abteilungsleiter Jens Anderson freute sich vor allem über das satte Grün in der Fliesenwerk-Arena: „Ein großes Dankeschön allen, die für diesen Wembley-Teppich gesorgt haben. Wir hoffen auf eine gute Saison und ein erfolgreiches Abschneiden unserer Mannschaft.“

Eine Halbzeit lang schlugen sich die Boizenburger mehr als ordentlich, wie das knappe 0:1 zur Pause unterstreicht. Für Hansa-Trainer Axel Rietentiet, der dieses Spiel nutzen wollte, um taktisch noch einiges auszuprobieren – „das heißt ja nicht umsonst Test“ – lag das vor allem an seinem Team: „Das war von uns eine reine Katastrophe. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen, teilweise fahrlässig agiert und hätten eigentlich zwei Gegentore bekommen müssen.“ In der einen Szene konnte der schon am Boden liegende Ben Alexander Voll noch mit einer Hand klären (16.), wenig später kratzte ein Verteidiger den Ball für seinen geschlagenen Keeper von der Torlinie (21.). Viel mehr hatten die Hanseaten auf der anderen Seite offensiv auch nicht zu bieten. Einen Schuss von Michel Ulrich lenkte Kevin Zlotkowski an den Pfosten (15.), gegen den frei vor ihm auftauchenden Lucas Meyer behielt der Boizenburger Torwart ebenfalls die Oberhand (20.). Schiedsrichter Hannes Ventzke hatte mit der fair geführten Partie keinerlei Probleme, musste lediglich einmal energisch eingreifen, als sich Aufbaus Neuzugang Felix Anders und Hansa-Kapitän Eric Birkholz kurz in die Haare kriegten (38.). Ansonsten fielen nur zwei Pfiffe aus der Reihe, mit denen der Unparteiische das Spiel für eine Trinkpause unterbrach. Es war an diesem Abend zwar sommerlich warm, aber dank eines konstanten Windes auch für die Aktiven gut auszuhalten.

In der Halbzeit-Pause blieben die Teams gleich auf dem Platz und begnügten sich mit einem zehnminütigen Verschnaufen. Beide Trainer wechselten fleißig aus. Rietentiets Ansprache schien „gesessen“ zu haben. Die Hanseaten hatten es jetzt eilig. Einen schnell über die rechte Seite vorgetragenen Angriff schloss Lucas Meyer platziert zum 2:0 ab (48.). In der Folge unterstrich Henry Haufe mit einem Hattrick – zwei Kopfballtore (62. und 68.) sowie eine satte Direktabnahme (83.) – seine Torjägerqualitäten. Die Boizenburger kamen kaum noch aus der eigenen Hälfte und verteilten abschließend noch ein Geschenk. Haufe legte nach Balleroberung uneigennützig auf Julian Hahnel quer, der zum 6:0-Endstand einschob (90.).

„Wir haben es in der zweiten Halbzeit viel, viel besser gemacht, nicht eine Chance mehr zugelassen und dann auch in dieser Höhe verdient gewonnen“, zeigte sich der Hansa-Trainer versöhnt. Für sein Gegenüber Alexander Lamer war das Ergebnis eher nebensächlich. „Wir haben eine gute erste Halbzeit gezeigt. Die Jungs waren bissig und genau das wollten wir sehen. Dass Hansa ganz andere Wechseloptionen hat und uns am Ende die Kräfte ausgehen, kam wenig überraschend.“

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