Fußball-Landesliga West : Mühelos zum zweiten Sieg

Wenn die Hagenower (in Schwarz) über die rechte Seite mit Danilo Grewe (l.) und Marcel Konrad (r.) Tempo aufnahmen, gerieten die Parchimer mehrfach gehörig unter Druck.
Wenn die Hagenower (in Schwarz) über die rechte Seite mit Danilo Grewe (l.) und Marcel Konrad (r.) Tempo aufnahmen, gerieten die Parchimer mehrfach gehörig unter Druck.

Hagenower SV dominiert den SC Parchim beim ungefährdeten 4:0-Heimerfolg

23-11441961_23-66107388_1416392027.JPG von
18. August 2019, 00:00 Uhr

Die Zahlen lügen nicht. Das Spiel der Fußball-Landesliga zwischen dem Hagenower SV und dem SC Parchim verlief so einseitig, wie es das Endergebnis von 4:0 nahe legt. Von den Parchimern, immerhin mit einem 3:0-Sieg in die Meisterschaft gestartet, kam an diesem Nachmittag herzlich wenig. Entsprechend bedient zeigte sich Trainer Andreas Nath, der nach dem Schlusspfiff um Verständnis für seine Sprachlosigkeit bat: „Wir müssen erst einmal an uns arbeiten, bevor wir kommentieren.“

Die Gäste hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn sie nach fünf Minuten bereits mit 0:2 hinten gelegen hätten. Danilo Grewe scheiterte in aussichtsreicher Situation ebenso an SCP-Torwart Robert Draempaehl (3.), wie wenig später sein Bruder Enrico, der aus kurzer Distanz eigentlich die Hagenower Führung markieren musste (5.). Noch in der Anfangsphase hatten auch die Parchimer ihre beste Szene der gesamten Partie. Einen platzierten Freistoß lenkte HSV-Keeper Paul Junge über die Latte (9.). Der Neuzugang vom TSV Bützow blieb ansonsten annähernd beschäftigungslos.

In der Folge kontrollierte die Heimelf weitgehend das Geschehen, ohne allerdings zu größeren Chancen zu kommen. Bis sich Niklas Kanter selbst belohnte. Er setzte tief in der gegnerischen Hälfte entschlossen nach, bekam den Ball von Marcel Konrad genau in den Lauf serviert und markierte überlegt das 1:0 (31.). Auch am 2:0 hatte Konrad großen Anteil. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff „bediente“ er mustergültig den aus der eigenen Abwehr durchlaufenden Pierre Kaatz (45.). Wie die Hagenower da durch seine Abwehr spazierten, dürfte Andreas Nath so gar nicht gefallen haben.

Der Parchimer Trainer reagierte, indem er für die zweite Halbzeit Bastian Luther-Schwenker mit in die Spitze zog. Dessen Freistoß hätte mit etwas Glück den Anschluss bedeuten können. Doch der Ball landete, von Freund und Feind unberührt, im Toraus (50.). Viel mehr hatten die Gäste aber nicht zu bieten. Stattdessen war das Spiel nach gut einer Stunde endgültig gelaufen. Niklas Kanter profitierte von einem Fehler im SCP-Aufbau. Das anschließende Foul wurde mit Elfmeter und Gelb für Erik Weidenhagen geahndet. Im ersten Anlauf scheiterte Danilo Grewe noch am gut reagierenden Draempaehl. Doch der Assistent wedelte entschieden mit der Fahne. „Der Torwart hat sich sehr offensichtlich schon vor dem Schuss von der Torlinie nach vorne bewegt“, erklärte Schiedsrichter Sven Rusche die Wiederholung, die der Schütze sicher zum 3:0 nutzte (66.). Die einzige Chance zum Ehrentreffer verstolperte der von Luther-Schlenker sehenswert in Szene gesetzte Salifu Jammeh (76.). Stattdessen „klingelte“ es noch einmal auf der anderen Seite. Nach einem Einwurf ließen die Hagenower Ball und Gegner laufen. Enrico Grewe umkurvte den Torwart und schob zum 4:0-Endstand ein (80.).

„Sechs Punkte aus zwei Spielen – so kann man eine Saison beginnen“, war HSV-Trainer Dirk Hoffmann die Zufriedenheit anzusehen. „Das hatte ich nicht unbedingt erwartet. Die Jungs sind heute sehr diszipliniert aufgetreten und haben die taktischen Vorgaben gut umgesetzt.“

Hagenower SV: Junge – Carmon, Kaatz, Wojatzky, Klimaschka (74. Friedrich), Greitens, Tügel, (67. Seemann), E. Grewe, D. Grewe, Kanter, Konrad (70. Soetbeer)

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen