Fussball : Siegtor fiel in letzter Sekunde

Hagenows Marcel Konrad (l.) sorgte mit dem letzten Schuss im Spiel für den 2:1-Siegtreffer des HSV.
Hagenows Marcel Konrad (l.) sorgte mit dem letzten Schuss im Spiel für den 2:1-Siegtreffer des HSV.

Landesliga: Der Hagenower SV gewinnt etwas glücklich beim FC Mecklenburg Schwerin II mit 2:1

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04. August 2019, 18:21 Uhr

Ein letztes Mal – und auch das einzige Mal im zweiten Durchgang – tauchte Hagenows Marcel Konrad beim Landesliga-Auftakt im Strafraum des FC Mecklenburg Schwerin II auf. Als der Ball nach etwas Gewühl bei ihm landete, fackelte Konrad nicht lange und beförderte praktisch mit dem Schlusspfiff das Spielgerät zum 2:1-Siegtreffer der Hagenower über die Linie. Was folgte war in der 94. Minute ein Sprint über 70, 80 Meter zurück zur HSV-Bank und ein kollektiver Jubel über den gelungenen Saisonstart. „Klar kann man von einem glücklichen Sieg sprechen. Wir sind auch total glücklich darüber. Wir haben gegen eine veränderte FCM-II-Mannschaft gespielt und haben drei Punkte geholt. Das war gut und das war wichtig“, resümierte Hagenows Coach Dirk Hoffmann nach Spielschluss.

Sein Team setzte gegen Schwerin auf Kompaktheit und versuchte nach Ballgewinn schnell umzuschalten. Und das gelang auch mehrmals richtig gut. So umkurvte Niklas Kanter in der 21. Minute bereits Schwerins Torwart, sein Schuss wurde aber noch vor der Linie geklärt. Anschließend zielte Kanter noch etwas zu ungenau (33.), ehe ein langer Ball von Erik Zschaubitz zu Marcel Konrad gelang, der vor dem herausstürmenden FCM-Keeper war und mühelos zum 1:0 aus gut 25 Metern einschob. Die Hausherren hatten zwar viel Ballbesitz, trafen aber im letzten Drittel oftmals die falsche Entscheidung, sodass die HSV-Defensive wenig Mühe hatte.

Nach dem Seitenwechsel versuchte der FC Mecklenburg den Druck zu erhöhen und schnürte Hagenow zeitweise richtig ein. Auf das zweite Tor zu gehen, selber Druck auszuüben, war für die Gäste kaum möglich. „So weit sind wir derzeit noch nicht. Eine Vorbereitung mit Familie und Beruf ist nicht immer einfach. Wir kommen nach 60, 70 Minuten mit unseren Kräften gerade so über die Runden. Die Jungs haben das aber gut gemacht und sich mit drei Punkten belohnt. Das war vielleicht so gar nicht zu erwarten“, sagte Hoffmann, der mit seiner Mannschaft nach dem gelungenen Auftakt jetzt dem Pokalspiel nächstes Wochenenden entgegenfiebert. „Wir freuen uns auf das Pokalspiel gegen den Förderkader Rene Schneider und nutzen das quasi als eine verlängerte Vorbereitung, ohne das wir das mit einem Ausscheiden schon ankündigen wollen.“

In der Liga geht es für die Hagenower dann am 17. August mit einem Heimspiel gegen den SC Parchim weiter.

Hagenower SV: Brall – D. Grewe, Wojatzky, Lüth, Carmon – Seemann, E. Grewe, Greitens (60. Klimaschka), Kanter, Zschaubitz (76. Kaatz) – Konrad.

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