Fussball : „Wir brauchen keine Mitläufer“

Kein Sieger: In der vergangenen Saison teilten sich SG Aufbau Boizenburg (in Rot) und FSV Kühlungsborn an gleicher Stelle nach einem 1:1 die Punkte.
Kein Sieger: In der vergangenen Saison teilten sich SG Aufbau Boizenburg (in Rot) und FSV Kühlungsborn an gleicher Stelle nach einem 1:1 die Punkte.

SG Aufbau Boizenburg will im 150. Verbandsliga-Spiel Reaktion auf 0:7-Pleite zeigen - Landesligisten Hagenow und Polz auswärts gefordert

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22. August 2019, 00:00 Uhr

Im Lager von Fußball-Verbandsligist SG Aufbau Boizenburg herrscht vor dem morgigen Heimspiel gegen den FSV Kühlungsborn nicht gerade eitel Sonnenschein, wie Alexander Lamer bestätigt: „Logisch, wenn du im Pokal in der ersten Runde rausfliegst und anschließend in der Liga so eine Klatsche kassierst.“

Die 0:7-Pleite am vergangenen Wochenende in Ueckermünde offenbarte viele Baustellen. Die größte war für den Aufbau-Trainer, der nicht live vor Ort dabei sein konnte, eindeutig die fehlende Einstellung: „Einige Spieler waren nicht zu einhundert Prozent dabei. Dass die Mannschaft dann so auseinanderbricht, das darf uns nicht passieren, auch wenn wir so früh in der Saison noch in der Findungsphase sind.“ Das Trainerteam habe deshalb in der zurückliegenden Woche intensiv beobachtet. Man brauche Spieler, die füreinander in die Bresche springen und vorangehen würden, keine Mitläufer, die sich bei einem Rückstand hängen ließen. „Unsere Aufgabe ist es, die richtige Elf zu finden, um die nächste schwere Aufgabe mit Einsatz und Leidenschaft erfolgreich zu bewältigen.“

Lamer stuft Kühlungsborn als spielstarke Truppe ein, die definitiv alles abverlange. Dass die Boizenburger morgen eine gute Figur abgeben wollen, hat neben der aktuellen Situation noch einen weiteren Grund. Die Mannschaft bestreitet ihr 150. Verbandsliga-Spiel und möchte sich den Fans da natürlich von ihrer Schokoladenseite zeigen.

Landesliga West

Über einen optimalen Einstieg in die Meisterschaft darf man sich beim Hagenower SV freuen. „Wir haben zwei gute Spiele abgeliefert und wollen da jetzt natürlich weiter machen“, sagt Christian Tügel. Der Co-Trainer stand zuletzt beim souveränen 4:0 gegen den SC Parchim selbst in der Startelf. Das soll aber eher Ausnahme, als Regel sein. Man habe im Defensivbereich auf Grund einiger angeschlagener Spieler derzeit personell nicht sonderlich viel Spielraum.

Morgen geht es zum SV Plate. Der hat zwar erst einen Punkt auf dem Konto, wird von Tügel aber dennoch als andere Hausnummer eingestuft, als die doch eher enttäuschenden Parchimer. „Das ist eine diszipliniert auftretende Mannschaft, die nach Balleroberung sehr schnell von hinten herausspielt.“ Genau dieses schnelle Umschaltspiel wollen die Hagenower unterbinden. Durch eine zielstrebige, kontrollierte Offensive, die es ermöglicht, die Räume immer wieder schnell zu schließen. Obwohl nicht volles Risiko angesagt ist, sollen natürlich die nötigen Tore erzielt werden, um den dritten Sieg einzufahren.

Erst am Sonntag ist der SV Blau-Weiß Polz gefordert. Und zwar beim SC Parchim, der wie erwähnt zuletzt in Hagenow Federn lassen musste. Trotzdem stehen die Parchimer dank ihres Auftaktsieges besser da als die Blau-Weißen, die noch auf ihr erstes Erfolgserlebnis warten – und nach dem ordentlichen Auftakt in Bad Doberan (1:2) beim 0:3 gegen den FCM Schwerin II auch keinen guten Fußball gezeigt haben. Das galt sowohl für die spielerischen, als auch für die kämpferischen Elemente. Es muss also eine allgemeine Steigerung her. Dass der ein oder andere Spieler so langsam aus Sommerurlaub, Verletzung oder Sperre zurückkommt, sollte hilfreich sein. Beide Spiele haben gezeigt, dass die Blau-Weißen mehr Offensivdruck entwickeln müssen und dafür bisher noch die nötige Unterstützung über die Außenpositionen fehlt. Für den Sonntag-Auftritt gilt erst einmal: „Egal wie, aber wir müssen etwas Zählbares mitnehmen.“

Landesklasse IV

Noch ein kurzer Blick in die Landesklasse IV. Die hat es in dieser Saison mit gleich sechs Mannschaften aus der Region in sich. Und nicht nur das. Durch den Landesliga-Abstieg der SG 03 Ludwigslust/Grabow und den Aufstieg von Eintracht Ludwigslust aus der Kreisoberliga steigt die Derby-Quote enorm an. Den Anfang macht morgen das Duell zwischen SVF Neustadt-Glewe und BSG Empor Grabow. Spannung verspricht auch das neuerliche Aufeinandertreffen von TSV Empor Zarrentin und SG 03. Beide Teams standen sich erst vor zwei Wochen im Pokal gegenüber. Da behielten die Zarrentiner im Grabower Waldstadion mit 4:2 die Oberhand.

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