fussball : Spannung auf allen Plätzen

Im Hinspiel ließen die Hagenower (in Schwarz) den Polzern keine Chance. Hier erzielt Felix Greitens (2.v.l..) das 4:1 (Endstand 5:1).
Im Hinspiel ließen die Hagenower (in Schwarz) den Polzern keine Chance. Hier erzielt Felix Greitens (2.v.l..) das 4:1 (Endstand 5:1).

Verbands- und Landesliga-Spiele in Boizenburg, Polz und Grabow versprechen interessante Fußball-Vergleiche

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14. März 2019, 23:00 Uhr

In der Vorwoche konnten sich die Verbandsliga-Fußballer der SG Aufbau Boizenburg (12./20 Punkte) endlich einmal „austoben“. Trainer Alexander Lamer will den 6:1-Sieg bei Schlusslicht Hanse Neubrandenburg allerdings keinesfalls überbewertet wissen, spricht von einem Gegner, der nicht wirklich Verbandsliga-Niveau gezeigt habe. Das dürfte morgen anders aussehen. Zu Gast an der Elbe ist mit dem Güstrower SC (4./39) ein Spitzenteam der Liga. „Güstrow ist klarer Favorit. Das heißt aber auch, dass wir ohne Druck aufspielen können.“ Und da der Tabellenvierte zuletzt leichte Formprobleme offenbarte, in Stralsund mit 1:4 verlor und sich in Malchin zu einem 1:0-Sieg mühte, wollen die Boizenburger Vollgas geben und die vermeintliche Schwächephase des Gegners ausnutzen. „Wir wollen durch konsequentes Pressing viele Ballgewinne generieren und dann über unsere schnellen Leute zum Erfolg kommen.“


Landesliga West

In der Landesliga findet sich der SV Blau-Weiß Polz (15./14) vor dem anstehenden Kreisderby gegen den Hagenower SV (8./27) in einer Position wieder, in der sich niemand wohlfühlt. Durch das 0:2 in Warnemünde rutschte die Mannschaft auf einen Abstiegsplatz. Es fehlte wieder einmal an personellen Alternativen, so dass man sich bewusst auf eine massive Defensivstellung beschränkte. Das Konzept ging über weite Strecken auf. Es fehlte aber an eigenen Akzenten, und so war durch den späten zweiten Gegentreffer die Auswärtsniederlage besiegelt. Die Blau-Weißen stehen mit dem Rücken zur Wand. „Das wir inzwischen schon auf die Ergebnisse der Konkurrenz schauen müssen, ist nicht schön. Aber dieser Realität müssen wir uns stellen.“ Derby hin oder her, es gehe darum, jetzt möglichst in jedem Heimspiel zu punkten. Und auch wenn die Polzer die Aufgabe gegen Hagenow als anspruchsvoll einstufen. Tendenziell sei ein Zähler zu wenig.

Für die Hagenower lief es zuletzt ebenfalls nicht optimal. Sie wollen nach dem 1:1 in Grabow und der 0:2-Heimniederlage gegen den TSV Graal-Müritz in die Spur zurückfinden. Kämpferisch war der Mannschaft ohnehin kein Vorwurf zu machen. Hilfreich wäre sicher, wenn sich das Lazarett, das in der Vorwoche zu zahlreichen Umstellungen zwang, zumindest etwas lichten würde. Aus dem Hinspiel gingen die Hagenower als klarer 5:1-Sieger hervor. Eine schöne Erinnerung. Mehr aber auch nicht. Die Karten werden neu gemischt, wobei der Druck auf Polzer Seite zweifellos größer ist.

Ist der Knoten jetzt geplatzt? Diese Frage will die SG 03 Ludwigslust/Grabow (14./16) mit einem „ja“ beantworten, nach ihrem 6:2-Auswärtssieg in Warin. Es kribbelt gehörig vor dem Duell mit dem punktgleichen Tabellennachbarn vom Lübzer SV (13./16). „Das war für das Selbstvertrauen der Jungs wichtig und eine feine Sache, ist aber nur dann wirklich etwas wert, wenn wir gegen den direkten Konkurrenten nachlegen“, stellt SG 03-Trainer Rene Schwarz klar. Die Bedeutung dieser Partie liegt auf der Hand. Der Sieger kann sich zumindest ein bisschen Luft verschaffen und darf in Richtung Tabellen-Mittelfeld schielen. Von Hurra-Fußball will Schwarz aber nichts wissen. Man werde die Sache vorsichtig und kontrolliert angehen. „Lübz hat in letzter Zeit viele Tore geschossen.“ Allerdings noch mehr kassiert und dadurch seine bisherigen drei Spiele nach der Winterpause alle verloren.

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