Japan-Reise Sportjugend : Im Land der aufgehenden Sonne

Die Mecklenburger Gruppe auf dem Mount Tsukuba mit einem herrlichen Blick auf die Umgebung. Fotos: Privat
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Die Mecklenburger Gruppe auf dem Mount Tsukuba mit einem herrlichen Blick auf die Umgebung. Fotos: Privat

Parchimer Tanzsportlerin Nadine Ehrhardt weilte mit MV-Delegation auf 18-tägiger Reise in Japan

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21. August 2019, 00:00 Uhr

Nadine Ehrhardt ist als erfolgreiche Tanzsportlerin auf den Bühnen Norddeutschlands unterwegs. Die 19-jährige Studentin ist mehrfache Landesmeisterin im karnevalistischen Tanzsport (Tanzmariechen Ü15) und gewann in diesem Jahr auch die Meisterschaft des Norddeutschen Karneval-Verbandes. Jetzt betrat die Sportlerin des SV Einheit 46 Parchim eine ganz andere Bühne, nämlich im fernen Japan. Sie hatte das Glück während einer 18-tägige Sportlerreise Land und Leute kennenzulernen.

Die zwölfköpfigen Delegation unseres Bundeslandes war Teil des Deutsch-Japanischen Simultanaustausches, den die Sportjugend seit vielen Jahren organisiert. Bereits im vergangenen Sommer war die Parchimerin Teil des Austausches und zwar als Gastgeberin für eine japanische Sportlerin. „Sie hieß Anna und die Zeit war echt cool“, erinnert sie sich. Das war dann auch der Anstoß, sich beim Kreissportbund Ludwigslust-Parchim für einen Gegenbesuch zu bewerben.

„Japan ist immer eine Reise wert“, ist sich Nadine Ehrhardt nach den zweieinhalb Wochen sicher. Teil einer offizielle Delegation zu sein, birgt aber auch einige Tücken. „Über Gepflogenheiten und Umgangsformen sollte man sich schon vorher informieren“, sagt sie. Und dazu gehört nicht nur das Essen mit Stäbchen. „Ich bin Sushi-Fan und hatte damit gar keine Sorgen“. Gewöhnen müsse man sich an die vielen Verbeugungen, an einige traditionelle Sitten bei Empfängen und Zeremonien oder dem Reinwaschen bei den Besichtigungen der vielen Tempel. Auch die Art wie in Japan diskutiert wird, ist eine andere. Man hält sich höflich zurück. Anders bei Sport, Tanz oder Musik. „Wir waren zweimal in einer Karaoke-Bar. Die haben wir abgerissen mit Moskau von Dschinghis Khan oder Nenas 99 Luftballons“.

Die Reise führte die Jugendlichen in den Großraum der Hauptstadt Tokio. Das Programm war wirklich vielfältig „und ziemlich umfangreich“. Erste Station nach elf Stunden Flug von München war das 9245 Kilometer entfernte Osaka, wo auch das Zentralprogramm aller Delegationen der Bundesländer stattfand. „Kon-nitschiwa Freunde der aufgehenden Sonne“, hieß es seit dem ersten Tag im Internet-Blog der MV-Delegation. „Wir waren in den zweieinhalb Wochen jeweils bei zwei Gastfamilien untergebracht“, erzählt Nadine Ehrhardt. Neben dem vollen Tagesprogramm war auch Zeit für zwei Familientage. „Einmal war ich zum japanischen Barbecue eingeladen, das war schon interessant“. An diesen Tagen oder bei Ausflügen in die Städte, also ohne die Dolmetscher wie bei den offiziellen Terminen, wurde sich englisch verständigt oder mit dem elektronischen Übersetzer. „Das funktionierte ganz gut“, auch wenn das Gerät manchmal ziemlich lustige Sätze formulierte.

Bei so vielen Eindrücken und Erlebnissen könne man kaum eines herausheben. Aber das Volksfest in Kuki, im Osten der Präfektur Saitama, war schon besonders. „Wir im Kimono, die Trommler, das Feuerwerk ...“, erinnert sich die Parchimerin. Ein Besuch in der Lebensmittelfabrik Kikkoman, Badminton und Volleyball an der Kuki Junior High School oder die Fahrt mit der Seilbahn zum Mount Tsukuba und die Sayonara-Party zum krönenden Abschluss in Tokio sind nur ein Mini-Teil der Reise. „Und das coolste war, dass wir uns in der Gruppe so gut verstanden haben“. Das schloss unbedingt auch Gruppenleiter Daniel Lampe aus Schwerin ein. Mit vielen Erinnerungen ging der Flug zurück nach Deutschland. „Nach der Ankunft in Frankfurt hatten alle Appetit auf Schnitzel“, lacht Nadine Ehrhardt.

Jetzt bereitet sich die Parchimerin aufs Lehramt-Studium Französisch/Religion vor, das sie im Herbst beginnt. Auch sportlich geht es weiter. Am 2. November steht sie wieder als Tanzmarie auf der Bühne in Demen, bei der Landesmeisterschaft in den karnevalistischen Tänzen. Ziel ist die Qualifikation für das Halbfinale der Deutschen Meisterschaft in Hannover.









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