Boxen : Boxkämpfe in Wittenberge geplant

Mit diesem Titelbild werden die Leser der Homepage über den Boxsport in Wittenberge von 1949 bis 1989 begrüßt.
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Mit diesem Titelbild werden die Leser der Homepage über den Boxsport in Wittenberge von 1949 bis 1989 begrüßt.

Interview mit dem ehemaligen Veritas-Boxer Nobert Vau

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07. Februar 2018, 22:21 Uhr

An die erfolgreichen Zeiten des Wittenberger Boxsports erinnern, die damaligen Hauptpersonen vorstellen und auch ehren sowie die Wittenberger – und nicht nur die – für den Boxsport begeistern – Dieses Ziel hat sich Norbert Vau gesetzt. Vor etwas mehr als einem Jahr gestaltete der frühere Veritas-Boxer, der heute auf Rügen lebt und dort als Jugendwart beim SSV 91 Binz seine Erfahrungen weitergibt, eine Homepage. Mit Unterstützung von vielen Personen. Die Seite www.wittenberge-prignitz-boxsport.de bietet einen interessanten Rückblick über 40 Jahre Boxgeschichte in Wittenberge, ist aber auch als Plattform für Kontakte oder Austausch gedacht. Vielleicht gibt es mal wieder einen Box-Abend in der Elbestadt. Unter anderem auch darüber sprach „Prignitzer“-Redakteur Oliver Knoll mit Norbert Vau.

Sind Sie überrascht, dass die Homepage der Veritas-Boxer so gut frequentiert wird und wie erklären Sie sich das?
Norbert Vau: Die Homepage hat 3307 Besucher. Und das in einem Jahr. Ich bin sehr überrascht und natürlich auch sehr erfreut. Ich erkläre mir das so: Diese Inhalte der Box-Geschichte sind viele Erfolge, die in der DDR-Zeit stattfanden. Viele Erinnerungen werden wach, die in den Köpfen natürlich auch Spaß machen. Viele ehemalige Boxer melden sich bei mir über Facebook und sind auch noch als Trainer tätig. So erfolgt ein Austausch und diese Aktivitäten werden mitaufgenommen.

Ich habe einen sehr guten Kontakt zum früheren Trainer Manfred Wittkowski. Er hat viel für den Boxsport getan und geleistet. Nach wie vor hat er uns auch erzogen und vieles mit auf dem Weg gegeben.
Bedanken möchte ich mich bei Thomas Becker. Er ist ein Wittenberger Urgestein, kennt sich in der Sportmaterie aus und steuert viele Gedanken für die Homepage bei.

Außer Manfred Wittkowski – Zu welchen Boxern und Personen, die unmittelbar mit dem Boxsport in Wittenberge zu tun hatten oder haben, haben Sie den größten Kontakt?

Ein sehr guter Kontakt besteht zu Rüdiger und Maik Balzuweit vom Boxsportverein Veritas. Wir telefonieren und sprechen auch persönlich über Vorhaben. Sie stehen unter Druck, weil sie arbeiten müssen und auch in ihrer Freizeit als Trainer sehr gefordert sind. Aber es macht Ihnen Spaß und Freude.
Ein erneutes Treffen ehemaliger Boxer in Wittenberge im Frühjahr – wird das zunächst mal ein Wiedersehen, ein Austausch?

Wir wollen auf jeden Fall eine Boxveranstaltung durchführen in Wittenberge bzw. in Binz. Dort ist eine 700 Jahr Feier geplant. Außerdem hat das Boxen eine große Tradition in Binz auf Rügen hat. Ich selbst habe auf dem Kur-Platz in Binz 1974 einen Wettkampf im Halbfinale Armeemeisterschaften bestritten und diesen durch KO in der 1. Runde gewonnen. Damals waren rund 2000 Zuschauer, Rügen ist eine sportbegeisterte Insel. Ich stand dann im Finale und errang die Goldmedaille.
Eine eventuelle Boxveranstaltung in Wittenberge – Wie könnte die aussehen?

Eine Boxveranstaltung ist auf jeden Fall in Wittenberge geplant, wir wollen uns da hauptsächlich auf den Nachwuchs konzentrieren. Es ist immer ein schönes Gefühl wenn wir im Training unser Wissen weiter geben können und spüren wie die Kinder das verarbeiten…einfach Klasse…
War das auch Thema eines Gesprächs mit Rüdiger Balzuweit vor kurzem?

Die Einladung der Veritas-Boxer nach Binz ist versprochen.

Jugendwart in Binz - liegt ihr Augenmerk mehr auf dem Nachwuchs oder auf den Herren? Wie ist es um den Nachwuchs bestellt, gibt es Zulauf?

Der SSV 91 Binz hat einen Neuanfang gestartet. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt, wo ich das Amt als Jugendwart bekleide. Das heißt für mich als aktive Besetzung also auch als Trainer um unmittelbar den Kontakt mit den jungen Menschen zu haben. Wir haben einen guten Zulauf. Schon bedingt durch die Schule. Das Augenmerk liegt diesbezüglich im Bereich Nachwuchs. Meine Vision ist auch ein Sportangebot für die Eltern. Fitness, Boxen und Selbstverteidigung, das ist gefragt in der heutigen Zeit. Ich bin für dieses Jahr gemeldet in der Sportschule Güstrow an vier Wochenenden meine C-Lizenz zu machen, das ist notwendig, die alten Prüfungen aus der alten DDR-Zeit sind halt nicht mehr aktuell. Ich werde wahrscheinlich danach die Lizenz als Kampfrichter ablegen das ist eine neue Zielsetzung für mich. Das wäre mein Wunsch zumal das Ehrenamt im Boxsport sehr gebraucht wird.


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