fussball : Eine Nummer zu groß

Über eine halbe Stunde lang stemmten sich Lukas Scharpenberg, Frederik Töpfer (v.r.) und die Perleberger erfolgreich gegen einen Treffer der Zehdenicker.
Über eine halbe Stunde lang stemmten sich Lukas Scharpenberg, Frederik Töpfer (v.r.) und die Perleberger erfolgreich gegen einen Treffer der Zehdenicker.

Einheit Perleberg kassiert in der Fußball-Landesliga Nord eine klare 0:4 (0:1)-Heimpleite gegen den SV Zehdenick

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11. November 2019, 04:00 Uhr

„Das war die beste Mannschaft, gegen die wir in dieser Saison gespielt haben“, gestand Trainer Maik Arndt nach der klaren 0:4 (0:1)-Heimniederlage seines SSV Einheit Perleberg gegen den SV Zehdenick unumwunden ein. „Die haben gekämpft, waren beweglicher, haben mehr rotiert und standen uns immer gleich auf den Füßen. Und wir haben im Spiel nach vorn viel zu oft die die Bälle leichtfertig hergegeben.“ Während die Gäste sich mit ihren achten Saisonsieg zum neuen Tabellenführer machten, rutschten die Perleberger nach der siebten Niederlage auf Rang 14 ab und stehen damit nur knapp über den Abstiegsrängen.

Dabei ließ sich die Partie gut an für den SSV. Eine halbe Stunde lang ließen die wegen Verletzungen und Sperren mit dem letzten Aufgebot auflaufenden Perleberger die nunmehr seit sieben Spielen unbesiegten Oberhavelländern nicht groß zur Entfaltung kommen und keine echte Torchance zu. Erst als die bis dahin fehlerfreie Einheit-Abwehr nach einem Freistoß etwas die Orientierung verlor und Adrian Wittur den Ball per Kopf ins Netz des Perleberger Tores bugsierte, münzte der Favorit seine spielerische Dominanz vor 73 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz des Jahnsportparks auch in etwas Zählbares um (34.). Kurz vor der Pause hatten die Gastgeber dann Glück, dass ein Schuss von Wittur nur den Pfosten touchierte.

Als SSV-Keeper Jarno Hesse acht Minuten nach dem Seitenwechsel dann aber den Ball vertändelte und Luca Krüsemann die Kugel zum 0:2 über die Torlinie schob, nahm das Spiel seinen erwarteten Lauf. Zwar bäumten sich die Gastgeber danach etwas auf, doch Chancen konnten sie sich nicht kreieren. „Wir hatten ein paar gute Spielzüge, aber vorne eben auch keinen Torjäger, der die Dinger mal reinmacht“, meinte Trainer Arndt fast schon entschuldigend. Zehdenick legte Mitte der zweiten Halbzeit wieder einen Zahn zu. Nachdem der Pfosten (65.), Florian Plog auf der Linie (70.) und Hesse bei einem Freistoß (73.) den dritten Gegentreffer noch verhinderten, nahm Wittur einen langen Ball seines Torwarts auf und besorgte das 0:3 (79.) und nur eine Minute später legte Timothy Pritzel den vierten Treffer der Gäste nach. Am Ende ging der Sieg, den der ZVS mit seinen mitgereisten Fans hinterher ausgelassen feierte, auch in der Höhe in Ordnung

„Schade, dass wir nicht an die Leistung der letzten Woche gegen Ahrensfelde anknüpfen konnten. Wir haken das Spiel jetzt schnell ab und blicken auf das Heimspiel am nächsten Wochenende gegen Fortuna Babelsberg“, meinte Maik Arndt nach Spielschluss und hofft, dass dann mit dem wegen einer Erkältung gegen Zehdenick pausierenden Christian Becken zumindest ein Kreativspieler mehr wieder mit von der Partie sein wird.

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