Ringen : Walter-Schwestern überzeugen

Das Team des ESV Wittenberge mit dem Ringernachwuchs, Trainern und Kampfrichtern.
Das Team des ESV Wittenberge mit dem Ringernachwuchs, Trainern und Kampfrichtern.

Gold und Silber für ESV-Nachwuchsringerinnen beim Ostseepokal in Rostock / Auch Nima Zamani holt Turniersieg

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02. November 2019, 05:59 Uhr

Sehr gut präsentierten sich die Nachwuchsringer des Eisenbahnersportvereins (ESV) Wittenberge 1888 beim traditionellen Ostseepokal des gastgebenden PSV Rostock. Mit insgesamt fünf Medaillen und acht Finalkämpfen konnten die Prignitzer Ringerinnen und Ringer auch ihre Trainer überzeugen. In der Hansestadt waren insgesamt 190 Teilnehmer aus 19 Vereinen Deutschlands und Polens am Start.

Die kleinste und leichteste ESV-Ringerin, Daina Walter (23 kg), entschied ihre beiden Poolkämpfe gegen Hanna Steinmeier (AE Grimmen) und Julia Fürstenau (PSV Rostock) jeweils durch Schultersieg für sich. Im großen Finale lieferte sie sich dann mit Helene Thätner (RSV Hansa 90 Frankfurt/Oder) einen sehr ausgeglichenen und spannenden Kampf. Trainer Ingo Riek feuerte seinen Schützling lautstark an, doch beim Stand von 6:6 Punkten holte sich Thätner den Schultersieg. „Aber Daina hat nicht die Goldmedaille verloren, sondern sich die Silbermedaille erkämpft, eine ganz tolle Leistung“, fand ESV-Delegationsleiter Artur Scherf.

Lea Walter (28 kg) wollte es ihrer Schwester gleich tun und dies gelang ihr mit Bravour. Nach zwei Schultersiegen und einem Sieg durch „Technische Überlegenheit“ erreichte auch sie das große Finale. Hier musste Lea gegen Lynn Zacharias (PSV Schwerin) auf die Matte. Zur Pause führte das ESV-Talent nach Punkten mit 6:0 und Trainer Peter Speck bereitete seinen Schützling auf die zweite Kampfhälfte vor. In der zog die Schwerinerin einen Kopfhüftschwung und Lea fand sich plötzlich in der Brückenlage wieder - eine Schulterniederlage drohte. „Mit einer großen Energieleistung konnte sie sich aber über die Zusatzmatte ins Mattenaus befreien“, so Scherf. Die Schwerinerin verkürzte auf 4:6 und Leas Sieg geriet plötzlich in Gefahr. Mit ihrer schon vorhandenen Erfahrung gestaltete die ESV-Ringerin das weitere Geschehen auf der Matte. Mit am Ende 8:4 Punkten gewann sie den Kampf und holte sich so den Turniersieg.

Eine weitere Silbermedaille holte Jonina Brettschneider in der Klasse bis 69 kg der weiblichen Schüler. Nach zwei Siegen über Samantha Hellenforth (AE Grimmen) und Sofie Scheidt (PSV Rostock) verlor sie das Finale gegen Leonie Wittler (Frankfurt/Oder) durch eine Schulterniederlage. Svenja Konnick (bis 45 kg) erkämpfte sich die Bronzemedaille. Für Charlotte Kahlert (bis 42 kg) und Charlotte Mathiske (bis 58 kg) war es der erste große Wettkampf. „Beide Ringerinnen überzeugten mit großem kämpferischen Einsatz und Siegeswillen und konnten mit jeweils vierten Plätzen ein beachtenswertes Ergebnis erkämpfen“, lobte Artur Scherf das Duo.

Auch Nima Zamani (C-Jugend/64 kg) überzeugte die Trainer in der ungewohnten Stilart „Griechisch-Römisch“ und erkämpfte sich mit Schultersiegen gegen seine beiden Mitkontrahenten den Turniersieg. Miraz Hamed (D-Jugend/bis 34 kg) erreichte mit zwei Schultersiegen und zwei Niederlagen das Duell um Platz fünf. Hier verlor er nach einer Punkteführung gegen Hinnark Haase (RV Lübtheen) auf Schultern und wurde guter Sechster. Luis Finke, der in der mit 15 Teilnehmern am stärksten besetzten Gewichtsklasse D-Jugend 38 kg antrat, belegte mit zwei Siegen und zwei Niederlagen Platz acht.

„Aber auch die ESV-Kampfrichter Alicia und Christoph Speck haben durch ihr kompetentes Auftreten zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen“, fand Artur Scherf.

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