Fussball : Wie eine gefühlte Niederlage

Veritas-Torwart Dennis Ciechoradzki (l.) pariert einen Freistoß der Potsdamer. Rechts Ibi Touray.
Veritas-Torwart Dennis Ciechoradzki (l.) pariert einen Freistoß der Potsdamer. Rechts Ibi Touray.

Veritas Wittenberge/Breese nur 2:2 gegen Lok Potsdam

23-11368052_23-66107971_1416392404.JPG von
03. November 2019, 22:02 Uhr

Die Fußballer des FSV Veritas Wittenberge/Breese wurden auf ihrem Weg nach oben in der Tabelle der Landesklasse West gebremst. Statt der erhofften drei Punkte im Heimspiel vor 90 Zuschauern im Ernst-Thälmann-Stadion gegen den ESV Lokomotive Potsdam wurde es am Ende nach dem 2:2 (1:0) nur ein Zähler. Besonders bitter: Die Gastgeber schafften es in der Schlussphase nicht, in Überzahl eine 2:1-Führung über die Zeit zu bringen.

„Wir haben über weite Strecken mit zu wenig Tempo agiert und unsere schnellen Spieler auf den Außenbahnen haben zu wenig Bälle bekommen“, analysierte Veritas-Trainer Manuel Roeseler die Angriffsbemühungen seiner Elf. Die in der Abwehr Glück hatte, dass Schiedsrichter Guido Rauchstein in einer kniffligen Situation einen Potsdamer Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht anerkannte.

Das Tor fiel auf der Gegenseite. Christian Münster fasste sich ein Herz, zog aus gut 25 Metern ab und überraschte Lok-Keeper Fabian Brandt mit einem auch noch auf dem rutschigen Rasen aufkommenden Flatterball zum 1:0 für Veritas. Kurz vor der Pause holt dann Brandt den von Ibi Touray schön freigespielten Sebastian Metschulat im Strafraum von den Beinen. Doch Christoph Nitsche, der beim Schuss leicht wegrutschte, scheiterte am Potsdamer Torwart.

Nach der Pause machte Potsdam mehr Druck. „Da ist Christoph Poorten weite Wege gegangen und hat viele Lücken geschlossen. Für mich war er in diesem Spiel unser bester Mann“, lobte Roeseler seinen Akteur. Dennoch kassierte Veritas den Ausgleich. Unglücklich. Torwart Dennis Ciechoradzki und Andy Witte waren sich nicht einig. Der Keeper schoss Witte an, der Ball kam zu Dumitru Gustiuc, der zum 1:1 (64.) einschob. Kurz darauf beleidigte ein bereits verwarnter Potsdamer einen Veritas-Spieler und musste daraufhin mit Gelb-Rot vom Platz.

Die Wittenberger spielten die Überzahl nicht besonders gut, machten das Geschehen nicht breit, vernachlässigten die Außenpositionen. Dennoch brachte Sebastian Metschulat seine Farben mit einem schönen Solo noch einmal mit 2:1 (84.) in Front. Das reichte aber nicht zum Sieg.

„Und der krönende Abschluss war dann, wie ich mit dem Schlusspfiff den Ausgleich kassiere“, sagte Manuel Roesler zu der Szene, als Denis Guz (90.) nach einer Flanke das Leder über den etwas zu weit vor seinem Kasten stehenden Ciechoradzki zum 2:2-Ausgleich ins Tor bugsierte. „Wir waren nicht clever genug. Der Punkt ist wie eine gefühlte Niederlage und hat uns nicht weitergebracht“, lautete das Fazit des Veritas-Trainers.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen