Judo : Es geht bis nach Sachsen

Zu Regionalliga-Zeiten noch Konkurrenten, in der 2. Judo-Bundesliga möglicherweise Teamkollegen: Grimmens Paul Päplow (l.) und KGJMV-Kämpfer Hannes Gabsch könnten in der nächsten Saison zusammen für das MV-Team auf der Matte stehen.
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Zu Regionalliga-Zeiten noch Konkurrenten, in der 2. Judo-Bundesliga möglicherweise Teamkollegen: Grimmens Paul Päplow (l.) und KGJMV-Kämpfer Hannes Gabsch könnten in der nächsten Saison zusammen für das MV-Team auf der Matte stehen.

Kampfgemeinschaft der Judoka Mecklenburg-Vorpommerns kann sich nun endgültig auf die 2. Bundesliga vorbereiten

nnn.de von
21. Januar 2018, 23:41 Uhr

Nach langem Hin und Her hat die Kampfgemeinschaft der Judoka Mecklenburg-Vorpommerns endlich Gewissheit, wie denn die neue 2. Bundesliga, an der das MV-Team in der nächsten Saison erstmals teilnehmen wird, nun aussieht. Zweigleisig mit Nord- und Südstaffel, viergleisig mit nur vier Mannschaften, dafür aber mit Hin- und Rückrunde – einige Konzepte schwirrten beim Deutschen Judo Bund herum. Entschieden hat man sich jetzt übergangsweise für ein „Mittelding“. In der kommenden Zweitliga-Saison wird es drei Staffeln geben, die Kampfgemeinschaft MV findet sich dabei in der Nord-Ost-Staffel wieder.

Und die hat es richtig in sich. Dabei muss sich das MV-Team auf Reisen bis nach Sachsen einstellen. Mit weiten Fahrten hatte man aber auch gerechnet. „Eine 2. Bundesliga findet halt nicht vor der Tür statt. Das war uns allen klar“, sagt KGJMV-Mannschaftskapitän Sebastian Harnack, ergänzt dabei aber: „Wir freuen uns auf die neuen Gegner und haben richtig Bock auf diese neue Saison.“

Stichwort Gegner: Zwei Teams, den TSV Rudow und den SC Dynamo Hoppegarten, kennt man schon aus gemeinsamen Regionalliga-Jahren. Die vier anderen Mannschaften der sieben Teams großen Nord-Ost-Staffel sind für die Kampfgemeinschaft Neuland. Wahnsinnig starkes Neuland. Der VfL Riesa zum Beispiel kämpft schon seit mehreren Jahren in der 2. Bundesliga, die bis vor kurzem noch zweigleisig war. Der Chemnitzer PSV hat ebenfalls schon Zweitliga-Erfahrung vorzuweisen und ist amtierender Regionalliga-Meister der Mitte-Staffel. Die Bundesliga-Reserven des JC Leipzig und des Hamburger Judoteams – dem amtierenden deutschen Meister – komplettieren das Teilnehmerfeld der Liga. „Das sind ein paar richtige Brocken, die da auf uns warten. Ein starkes Kämpferfundament haben wir schon, allerdings müssen wir uns auch noch ein wenig verstärken, um komplett mithalten zu können. Das wird aber nicht so einfach, vor allem an Schwergewichten fehlt es uns“, so Sebastian Harnack.

Dass das MV-Team ein unangenehmer Gegner sein kann und sich nicht vor der Konkurrenz verstecken muss, das hat der Vize-Titel in der vergangenen Drittliga-Saison bewiesen. Allerdings ist die kommende Aufgabe mit insgesamt sieben Kampftagen eher ein Marathon denn ein Sprint. Ein waschechtes Abenteuer wird die neue Kampfzeit für die KGJMV, die erst vor viereinhalb Jahren gegründet wurde, so oder so.

Dabei startet das MV-Team am 7. April mit einem Heimkampf gegen den SC Dynamo Hoppegarten. Bereits eine Woche später steht die erste Auswärtstour nach Sachsen zum Chemnitzer PSV an. Im Mai ist dann der Hamburger Judoteam II zu Gast in Mecklenburg-Vorpommern, am 9. Juni muss die KGJMV nach Riesa, eine Woche später hat sie kampffrei. Zum Abschluss gastiert am 15. September der JC Leipzig II bei den Mecklenburgern, ehe die Saison mit einem Auswärtskampf eine Woche später beim TSV Rudow endet.

In welchen Orten die Heimkampftage der Kampfgemeinschaft-MV im nächsten Jahr stattfinden werden, steht noch nicht fest. Wer aber bisher bei den Heimauftritten in der Regionalliga als Zuschauer dabei war, der weiß, egal wo gekämpft wird, ein Fest wird es sowieso – auch in der 2. Bundesliga.

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