Marathon-EM : Auf getrennten Wegen

In der Höhe von St. Moritz erarbeitete sich Tom Gröschel (links) die nötige Kondition für den Marathon bei der  Leichtathletik-EM in Berlin. Im polnischen Teil des Riesengebirges bereitete sich Philipp Baar (rechts) auf den Marathon bei der Leichtathletik-EM in Berlin vor.

In der Höhe von St. Moritz erarbeitete sich Tom Gröschel (links) die nötige Kondition für den Marathon bei der  Leichtathletik-EM in Berlin. Im polnischen Teil des Riesengebirges bereitete sich Philipp Baar (rechts) auf den Marathon bei der Leichtathletik-EM in Berlin vor.

Die beiden Freunde Tom Gröschel und Philipp Baar bereiten sich unterschiedlich auf die Marathon-EM vor

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17. Juli 2018, 12:00 Uhr

Sie sind Freunde und werden am Schlusstag der Leichtathletik-Europameisterschaften gemeinsam an der Marathon-Startlinie stehen. In der Vorbereitung auf den 12. August gingen sie bisher allerdings getrennte Wege: Deutschlands Meister über die 42,195 Kilometer Tom Gröschel (TC FIKO Rostock) aus Badendiek bei Güstrow und der gebürtige Schweriner Philipp Baar (ART Düsseldorf), vor seinem USA-Studium in den Jahren 2011 bis 2014 durch Klaus-Peter Weippert betreut und in den vorigen beiden Jahren FIKO-Mitglied.

Während der „Maratom“ - den Namen wird er nicht mehr los – einen Teil seiner Planung in der Schweizer Höhe von St. Moritz absolvierte, weilte Baar im polnischen Szklarska Poreba (Riesengebirge). „Im Gegensatz zu Tom habe ich keine Erfahrung mit der Hypoxie. Aus diesem Grund wollte ich auch kein Risiko eingehen“, sagt der 26-Jährige. Und es gibt noch einen weiteren Unterschied zwischen den Kumpels. Während sich Tom als Mitglied der Sportfördergruppe der Landespolizei fast voll auf den Sport konzentrieren kann, orientiert sich Philipp auf das berufliche Weiterkommen. „Mein Arbeitgeber unterstützt meine sportlichen Ambitionen voll und ganz. Für die EM-Vorbereitung wurde ich sogar freigestellt, konnte vorher auch in der Mittagspause meinem Laufhobby frönen. Natürlich stehe ich in der Pflicht, mich am 12. August durch eine gute Performance zu bedanken.“

Um dafür in seiner Wahlheimat Berlin gerüstet zu sein, ging es bis Sonntag im Camp so richtig zur Sache: Rund 370 Kilometer spulte Baar binnen elf Tagen ab – darunter zwei lange Läufe über je 40 Kilometer, Intervall-Einheiten in der angepeilten Marathongeschwindigkeit sowie Schnelligkeitstraining auf der Bahn. „Ich konnte in den hügeligen Wäldern ordentlich Kraftausdauer tanken“, so der Schweriner ein.

Ähnlich sieht es Tom Gröschel nach seinem Alpen-Höhentripp: „Bis zum 8. Juli hielt ich mich in der Schweiz auf. Die Übungseinheiten dort und das jetzige Training im Ruhrgebiet (der FIKO-Athlet ist Mitglied einer starken Laufgruppe des TV Wattenscheid – d. Red.) verliefen voll nach Plan. Es bleibt trotzdem abzuwarten, was das am Tag X dann wirklich wert sein wird. Auf jeden Fall freue ich mich schon riesig auf die EM.“

Gröschel und Baar werden am 28. Juli mit dem Start bei der Berliner City Night einen letzten Test über zehn Kilometer absolvieren. Ab 2. August stehen in Kienbaum die finalen Vorbereitungen an. „Leider dürfen wir erst acht Tage später ins Athleten-Hotel nach Berlin“, so Polizeimeister Tom Gröschel.

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