American Football : Griffins tackeln im Ostseestadion

Mit Gänsehaut wird Griffins Wide Receiver und Team-Kapitän Christian Moddelmog (links, hier im Test gegen Leipzig) am Sonnabend ins Ostseestadion einlaufen: „Seit 15 Jahren bin ich bei den Griffins, und seitdem träumen wir davon, einmal im Ostseestadion zu spielen. Jetzt ist es Realität, und ich freue mich riesig.“
Mit Gänsehaut wird Griffins Wide Receiver und Team-Kapitän Christian Moddelmog (links, hier im Test gegen Leipzig) am Sonnabend ins Ostseestadion einlaufen: „Seit 15 Jahren bin ich bei den Griffins, und seitdem träumen wir davon, einmal im Ostseestadion zu spielen. Jetzt ist es Realität, und ich freue mich riesig.“

Rostocker hoffen am Sonnabend ab 16.30 Uhr gegen Erstliga-Absteiger Berlin Adler auf eine große Kulisse

nnn.de von
26. Mai 2018, 08:00 Uhr

Hoher Besuch zum Spiel der Spiele: Zur Premiere der Rostock Griffins im Ostseestadion kommt am Sonnabend ab 16.30 Uhr kein Geringerer als der sechsmalige Deutsche American-Football-Meister (zuletzt 2009) und zweifache Eurobowl-Champion (zuletzt 2014) Berlin Adler in die Hansestadt. „Das ist in Europa schon ein Name. Sie sind jetzt zwar abgestiegen, aber waren mehrfacher Meister und vor ein paar Jahren noch Eurobowl-Sieger. Dass wir gegen sie im Ostseestadion spielen, da kriege ich Gänsehaut“, sagt Griffins-Kapitän Christian Moddelmog, der auf diesen Tag lange hinfieberte: „Erst mal ist es überhaupt ein megageiles Gefühl, in diesem Stadion zu spielen. Seit 15 Jahren bin ich bei den Griffins, und seitdem träumen wir davon, einmal im Ostseestadion zu spielen. Jetzt ist es Realität, und ich freue mich riesig.“

Die organisatorischen Vorbereitungen auf den Höhepunkt laufen bereits seit Wochen. Über 2500 Tickets für die Westtribüne sind verkauft. Sollte der erhoffte Sturm an den Tageskassen – ab 14.30 Uhr geöffnet – einsetzen, wird zusätzlich die Nordtribüne geöffnet. Ziel sind 5000 Football-Fans. „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet und können reagieren“, sagt Jens Putzier, 1. Vorstand der Griffins.

Sportlich erwartet er ein heißes Duell gegen den Absteiger: „Die Adler haben sehr gute Einzelspieler und zuletzt auch noch einen US-Amerikaner nachverpflichtet. Ihr Problem war, dass die Vorbereitung etwas holprig verlief und sie noch nicht so eingespielt sind. Es wird aber von Spiel zu Spiel besser. Das wird für unsere Jungs keine einfache Aufgabe. Man sollte Berlin trotz des Tabellenplatzes keinesfalls unterschätzen“, so Putzier.

Das wird Headcoach Christopher Kuhfeldt keinesfalls tun. Er rechnet mit offensivstarken Berlinern, „die sicher auch ein paar Punkte machen werden. Uns muss es gelingen, dass wir in der Verteidigung zwei, drei Stopps mehr schaffen als die Adler. Zudem denke ich, dass wir vielleicht aufgrund unseres breiteren Kaders in den ,Special Teams‘ gegen Ende des Spiels ein paar konditionelle Vorteile haben und das Duell so entscheiden können.“

Seine Truppe ist jedenfalls heiß, jeder Akteur hat sich für den Spieltags-Kader angeboten. „Für uns als Trainerteam kam es in der Woche hauptsächlich darauf an, die nötige Ruhe zu bewahren und zu vermitteln. Alle Jungs sind heiß auf dieses Spiel und wollen unbedingt dabei sein. Wir haben einen größeren Kader als die 50 Spieler, die wir für die Partie nominieren können. Daher haben alle im Training konzentriert und fokussiert gearbeitet, weil eben keiner rausfallen wollte“, sagt Christopher Kuhfeldt, der sich neben aller Konzentration auf das Spiel natürlich auch freut, im Ostseestadion spielen zu dürfen: „Natürlich möchten wir gewinnen, aber wir wollen das Spiel auch genießen.“

Dass die für Rostocker Football-Verhältnisse ungewohnte Kulisse den Kontrahenten beeindrucken könnte, glaubt Kuhfeldt indes nicht. „Die Berliner haben ein paar ältere langjährige Erstliga-Spieler in ihren Reihen, die schon ganz andere Situationen und Spiele gemeistert haben“, so der Coach, der hofft, dass „Ersatz“-Quarterback Christopher Andrews an die Leistung von der zweiten Hälfte vom Heimsieg gegen Solingen (31:14) anknüpfen kann: „Er hatte eine gute Trainingswoche und findet sich immer besser zurecht. Er arbeitet auch außerhalb des Trainings viel mit den Coaches, versteht sehr schnell und kann es auch gut umsetzen. Mit ihm ist uns der erhoffte Glücksgriff gelungen.“

Vorgänger Teejay Gordon, der sich im zweiten Saisonspiel einen Bruch des Sprunggelenks zugezogen hatte, wird erneut beim Spiel dabei sein. „Für ihn als Ausländer ist es natürlich schwer, wenn man so schwer verletzt in einem fremden Land ist. Doch die Truppe hilft ihm und kümmert sich um ihn.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen