Rudern : Sie wollen ganz vorn „mitspielen“

Stephan Krüger (auf dem Ergometer) bildet mit seinen Kameraden (von links) Philipp-André Syring (SC Magdeburg), Ruben Steinhardt (Der Hamburger und Germania Ruder Club) und Hans Gruhne (RC Potsdam) den deutschen Doppelvierer beim ersten Weltcup der Saison in Belgrad.
Stephan Krüger (auf dem Ergometer) bildet mit seinen Kameraden (von links) Philipp-André Syring (SC Magdeburg), Ruben Steinhardt (Der Hamburger und Germania Ruder Club) und Hans Gruhne (RC Potsdam) den deutschen Doppelvierer beim ersten Weltcup der Saison in Belgrad.

Hannes Ocik im Achter und Stephan Krüger im Doppelvierer vertreten MV beim ersten Weltcup der Saison in Belgrad.

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30. Mai 2018, 20:45 Uhr

Von den sechs Kandidaten aus MV für den Saisonhöhepunkt im Rudern, die Weltmeisterschaften vom 3. bis 9. September in Plovdiv, befinden sich fünf noch mehr oder weniger aussichtsreich im Rennen.

Der für die Schweriner RG von 1874/75 startende Rostocker Hannes Ocik im Achter und Stephan Krüger vom hiesigen Olympischen RC im Doppelvierer (fährt für die Frankfurter RG Germania 1869) sind gesetzt und damit auch ab Freitag beim ersten Weltcup in Belgrad dabei. Gestern sind sie in die serbische Hauptstadt geflogen.

Ausgeschieden ist Malte Daberkow (ORC/Laufbahn beendet/NNN berichteten exklusiv).

Bleiben drei Frauen, die bekanntlich alle am Wochenende in Ratzeburg ihren Ansprüchen auf einen Platz in der Nationalmannschaft Nachdruck verleihen wollen: Im weiblichen Riemenbereich, der Belgrad auslässt, betrifft das Achter-Kandidatin Frauke Hacker (ORC), dazu kommen die Skullerinnen Julia Leiding (Rostocker RC) und Marie-Louise Dräger, das für Schwerin rudernde Leichtgewicht, die beide Einer-Rennen bestreiten.

Der Deutschland-Achter, amtierender Weltmeister, hat natürlich auf dem Balkan nur ein Ziel: zu gewinnen. Seit der „Niederlage“ bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gegen Großbritannien und „nur“ der Silbermedaille ist das Flaggschiff mit Ocik im Heck inklusive Bahnverteilungsrennen 14-mal angetreten und war jedes Mal Erster (nicht mitgezählt die Siege im November 2016 und 2017 beim Event BaselHead mit seinen „schrägen“ Distanzen, u. a. 6,4 km mit Wende).

Die Serie soll ausgebaut werden, bekräftigt der Mecklenburger: „Wir wollen an unsere Leistung vom vergangenen Jahr anknüpfen, sind gute Belastungen im Training gefahren und optimistisch, wieder vorn mitspielen zu können. Allerdings haben die anderen im Winter auch nicht gepennt.“ Er rechne, so Ocik, stark mit den Briten; sie hätten auf der Basis eines starken Vierers wieder einen ernst zu nehmenden Achter zusammengestellt. Freilich würden weitere sicher sehr gute Boote wie die von Italien, Neuseeland und der USA in Belgrad noch fehlen.

„Es wäre schon super, wenn wir uns unter den ersten vier Booten einsortieren könnten. Nach dem Wochenende wissen wir mehr“, sagt Stephan Krüger vor dem ersten Weltcup.

Trainer René Burmeister vom Olympiastützpunkt MV hofft auf „einen sehr guten internationalen Einstand für Hannes und Stephan, dass es gleich ohne Probleme funktioniert. Es ist nicht viel Zeit zum Ausprobieren. Ideal wäre für einen ruhigen weiteren Saisonverlauf, wenn sie beide mit ihren Booten in den Medaillenbereich kommen könnten."

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