Rudern : Wenn’s drauf ankommt, ist der Achter da

Gold für den Deutschland-Achter mit Hannes Ocik (2. v. r.)
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Gold für den Deutschland-Achter mit Hannes Ocik (2. v. r.)

Im Hoffnungslauf geschlagen, aber das A-Finale beim Weltcup in Linz gewinnen Ocik & Co. souverän

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25. Juni 2018, 10:42 Uhr

Der Deutschland-Achter ist nun auch in einem „richtigen“ Rennen erstmals seit dem Olympia-Finale am 13. August 2016 in Rio de Janeiro „nur“ Zweiter geworden. Das war bereits im Vorlauf-Zeitfahren der Fall und dann auch im Hoffnungslauf des Weltcups II 2018 in Linz.

Am Sonntag im A-Finale jedoch siegte der von Beginn an führende Weltmeister mit dem für die Schweriner Rudergesellschaft von 1874/75 startenden Rostocker Hannes Ocik in 5:26,88 Minuten sicher vor den Briten (5:28,18) und dem Boot Niederlande I (5:29,37). „Wir konnten uns gegenüber den Rennen am Freitag und Sonnabend steigern. Das war auch nötig, um sich im Finale durchzusetzen“, so Ocik. Da sie auch zum Auftakt in Belgrad gewannen, verteidigten die Deutschen natürlich die Führung im Gesamt-Weltcup.

Nicht unbedingt zu erwarten war das gute Abschneiden des Vierers ohne bei den Frauen. Nach dem gewonnenen Hoffnungslauf verfehlte die Crew um Frauke Hacker (Olympischer Ruder-Club) am Sonntag nur haarscharf eine Medaille, wurde im A-Finale Vierter hinter China. Die Deutschen hatten die Asiatinnen zwar zwischendurch, bei 1500 der 2000 Meter, bereits überholt, doch letztlich reichte es nicht ganz (6:33,75 gegenüber 6:33,20).

Frauke Hacker: „Mit unserem Ergebnis in diesem starken Feld mit Weltmeister Australien und dem WM-Dritten Russland sind wir sehr zufrieden – auch in Anbetracht der Tatsache, dass wir erst seit zwei Wochen in diesem Vierer sitzen. Es ist natürlich noch Luft nach oben zum Beispiel im Endspurt-Verhalten, aber ich denke, dass wir jetzt erst mal in dieser Besetzung weiter zusammen fahren.“

Der Doppelvierer mit Stephan Krüger (Frankfurter RG Germania 1869/ORC) war als Zweiter in seinem Halbfinale sicher genug in den Endkampf eingezogen und lag dort über drei Viertel der Strecke mehrfach vorn. Am Ende zogen Sieger Italien und die Niederlande noch vorbei. Aber Bronze ist nach Silber in Belgrad keineswegs ein schlechtes Ergebnis.

So sieht es auch Krüger, der das Rennen als „super zufriedenstellend“ einstufte: „Dass wir zwischenzeitlich vorn waren, habe ich gar nicht so mitgekriegt. Ich wüsste gar nicht, wo wir was hätten besser machen können. Beim Endspurt lässt sich vielleicht noch ein bisschen was rauskratzen. Aber insgesamt gibt es kaum was zu meckern.“

Im weiblichen Leichtgewichts-Bereich überzeugte noch am ehesten die Rostockerin Marie-Louise Dräger – nach ihrer Nichtberücksichtigung für Weltcup I sozusagen mit dem Messer zwischen den Zähnen – mit dem Sieg im B-Finale. „Das Gesamtabschneiden der leichten Frauen ist schon ernüchternd, da zählt auch meine Leistung dazu. Aber bei mir zeigt der Pfeil nach oben, ich sitze ja erst seit März wieder im Boot (nach einem Jahr Pause – d. Red.). Darum kann ich mit meinem Ergebnis gelassener umgehen, wenn ich auch im Halbfinale meinen Stil nicht durchbringen konnte. Aber mit dem Rennen im B-Finale bin ich schon zufrieden“, so die für Schwerin fahrende 37-Jährige.

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