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Gelungener Abschluss der Promotiontour in Goldberg Schallmauer durchbrochen

Von Redaktion svz.de | 01.06.2017, 23:11 Uhr

TSV Goldberg holt sich 21 Tore gegen Handballstiere

Was für ein Spiel! Die Benefizpartie der Mecklenburger Stiere gegen die Alten Herren des TSV Goldberg hatte alles für einen glanzvollen Abschluss der meckpommGas-Promotiontour 2017. „Alle haben tüchtig Gas gegeben: auf der Platte und auf den Rängen. Wir haben wahre Handballspezialtiäten gesehen und einen nimmer versiegenden Kampfgeist der Gastgeber“, freute sich der Hallensprecher der Mecklenburger Stiere, Heiko Stolp. Selbst eingefleischte Schweriner Fans trauten ihren Augen nicht, welche akrobatisch anmutenden Einlagen die Stiere bei Kempa-Tricks, Drehwürfen und eleganten Hebern sehr zur Freude von 200 begeisterten Zuschauer boten.

Begonnen hatte der Handballabend beim TSV allerdings mit großer Anmut. Die Minis des Goldberger Karnevalclubs 94 stellten ein besonderes Spalier zum Einlauf der beiden Mannschaften. Die elfjährige Melina Piper überzeugte mit einer überaus sehenswerten Solodarbietung und bekam tosenden Applaus für ihre fantastische Kür.

Dann pfiffen die beiden souveränen Unparteiischen Karl-Heinz und Ronny Zühlke vom Plauer SV die Partie an. Nachdem Stiere-Torhüter Janis Kominek in neuer Funktion als Feldspieler in der elften Minute bereits das 0:10 markiert hatte, eröffnete Ulf Dethloff den Torreigen für die Goldberger: In der 12. Minute gelang ihm der erste Treffer. Insgesamt sollten weitere 20 für die Mildenitzstädter folgen. Das ahnte allerdings in diesem Moment noch niemand. Zur Halbzeit bejubelten die Zuschauer, zu denen erneut viele Menschen mit Behinderung aus dem nahe gelegenen Kloster Dobbertin gehörten, ein achtbares 8:28. In der zweiten Hälfte setzte Stierecoach Danny Anclais weiter aufs Durchwechseln. TSV-Abteilungsleiter Axel Jesse, sonst selbst auf der Platte aktiv und verletzungsbedingt nun in der Rolle des Betreuers für die Goldberger, zeigte sich angesichts des Spielverlaufs großzügig und spendierte gleich zwei Mal den Stieren eine Erholungspause per Timeout, welches er den nach fünf Tourstopps „erschöpften“ Spitzenhandballern schenkte. Und er erwies sich als ziemlich clever, zog Torhüter Holger Gerds aus dem Spiel und schickte stattdessen einen siebten Mann in den Angriff. Diese Rechnung ging auf: Es klingelte zunehmend im Kasten. Vor allem Kreisläufer Nico Schultz setzte die Goldberger nach gelungenen Anspielen seiner Vereinskameraden gut in Szene. Am Ende durchbrachen die Goldberger mit 21 Toren eine Schallmauer. Und trotz der 53 Gegentore verließen sie jubelnd die Platte. „Wir feiern jetzt in der Kabine, als hätten wir einen Meistertitel geholt“, so Betreuer Axel Jesse über das Ergebnis der Seniorenligamannschaft.