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Rudern zur EM Auch Dräger im A-Finale

Von bjar | 04.08.2018, 09:52 Uhr

Drei Rostocker Ruderer kämpfen um die Medaillen. Eine Enttäuschung gab es hingegen für Julia Leiding & Co.

Nach dem Deutschland-Achter mit Hannes Ocik und dem Vierer ohne mit Frauke Hacker ist bei den Europameisterschaften in Glasgow auch die für die Schweriner RG von 1874/75 im Leichtgewichts-Einer antretende Rostockerin Marie-Louise Dräger ins A-Finale eingezogen. Für den Doppelvierer mit Julia Leiding vom Rostocker Ruder-Club von 1885 reichte es hingegen am Freitag nur für den B-Endlauf.

Dräger ließ im Hoffnungslauf nicht die geringsten Zweifel aufkommen. Die ersten drei Viertel der Strecke lag sie in Führung, dann schaltete sie wie im Vorlauf auf den Kräftespar-Modus um und begnügte sich mit Platz zwei hinter der Polin Katarzyna Welna.

„Heute ging es irgendwie mit dem Teufel zu“, berichtete sie später. „Beim Hochfahren zum Rennen bemerkte ich, dass an meinem Steuerbord-Skull der Klemmring lose war. Das heißt, dass sich bei jedem Schlag der Innenhebel verkürzt, es also immer härter wird. Zum Glück konnte der Klemmring von den Marshalls wieder festgezogen werden. Ich lag dann aber erst zwei Minuten vor dem Start im Block. Da geht man schon mit einer anderen Anspannung ins Rennen...“

Die letzten 500 Meter habe sie „kontrolliert ins Ziel gebracht, denn der Abstand zum restlichen Feld war ausreichend“. Im A-Finale wolle sie „ganz klar voll auf Angriff rudern und bis zur Ziellinie kämpfen“.

Der Doppelvierer mit Julia Leiding sowie Julia Lier (Halle), Constanze Duell (München) und Frauke Hundeling (Hannover) war im Hoffnungslauf noch bei 1500 der 2000 Meter voll im Rennen um einen Platz im A-Finale (zu diesem Zeitpunkt Dritter in 4:53,71 Minuten knapp hinter Italien/4:53,45), wurde am Ende jedoch noch abgehängt.

„Die ersten 1000 Meter haben besser als im Vorlauf geklappt. Bis 1500 haben wir uns gut im Feld gehalten und uns durchgebissen. Der Endspurt war aber leider nicht so effektiv wie am Donnerstag“, schätzte Julia Leiding ein.