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Beachsoccer DFB-Auswahl muss in die Relegation

Von mabo | 27.08.2018, 12:00 Uhr

Strandfußballer verlieren in Warnemünde alle drei Spiele und zittern nun um den Verbleib in der Division A

Heftiger Wind weht den Kickern der deutschen Beachsoccer-Nationalmannschaft um die Ohren. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes hat alle drei Spiele in der Euro Beach Soccer League (EBSL) am Strand von Warnemünde verloren. Nachdem es schon am Freitag gegen Frankreich eine 1:4-Pleite gab, zogen die Strandfußballer auch gegen Spanien (5:9) und Russland (0:4) den Kürzeren – und müssen nun in die Abstiegsrelegation, die vom 6. bis
9. September auf der italienischen Insel Sardinien ausgetragen wird. Denn mit null Punkten belegt Deutschland den letzten Platz in der Tabelle.

Trainer Matteo Marrucci haderte vor allem mit dem Auftritt beim ersten Spiel. „Das war eine Partie, die wir hätten gewinnen müssen. Ich bin wirklich enttäuscht über diese Niederlage. Dabei war klar, wer das erste Tor macht, wird dieses Spiel gewinnen. Nach einem Rotationsfehler bei uns ist dies Frankreich gelungen“, so der DFB-Coach, der sich das Spiel gleich zweimal zur Analyse angesehen hat und ergänzt: „Spanien und Russland sind zwei Nationen, die wesentlich stärker sind als wir – da war es klar, dass wir keine Punkte holen. Das sind Teams auf einem Top-Niveau mit Weltklassespielern in ihren Reihen.“ Denn mit Russland war der amtierende Meister der EBSL der Gegner Deutschlands, und Spanien wurde mit einem Erfolg am Sonntag über Frankreich Sieger des Turniers in Warnemünde.

Robin Schröder , DFB-Keeper und Torwart der Rostocker Robben, zeigte sich ebenfalls sehr enttäuscht nach der Niederlage gegen Russland. „Das Frankreich-Match war uns irgendwie noch in den Knochen. Wir wussten im Vorfeld, dass dies das wichtigste Spiel sein würde“, sagte er. Nun heißt es in der Relegation „das Bestmögliche herauszuholen“. Den Grund für die erste Niederlage machte er vor allem an der kurzen Einspielphase fest. „Wir haben nur einige Einheiten vorher gemacht, es stimmten noch nicht die Abläufe. Ich glaube, wir als Team hätten noch ein, zwei Spiele gebraucht, um reinzukommen, weil man von Match zu Match eine Verbesserung gesehen hat“, so der 22-Jährige, für den es in der kommenden Woche zurück zum Medizin-Studium nach Ungarn geht.

Tatsächlich sind gut 50 Prozent der deutschen Mannschaft neu nominiert worden. „Das darf jetzt aber kein Grund sein. Taktischhaben wir noch ein bisschen was zu tun“, sagt auch Coach Matteo Marrucci, der seine Mannen nun für das Turnier auf Sardinien einstellen muss. „Wir wollen in der Division A bleiben und müssen alles dafür tun. In der Division B sind England und Ungarn die führenden Mannschaften. Sie haben ungefähr das gleiche Level. Wir müssen sie schlagen“, zeigt sich Marrucci optimistisch. Dafür muss die DFB-Auswahl „dieses Wochenende erst einmal vergessen, die Fehler erkennen und versuchen, nicht die gleichen Fehler zu machen.“