Ein Angebot des medienhaus nord

Handball in Rostock Ein Riesenfight und die furiose Aufholjagd bleiben ohne Belohnung

Von Bernd-Dieter Herold | 24.10.2021, 17:38 Uhr

Nach 17:22-Rückstand und dem 26:26-Ausgleich sechs Sekunden vor dem Abpfiff durch Robin Breitenfeldt sah es nach einem Punkt für den HC Empor in der 2. Bundesliga aus, doch Gegner ThSV Eisenach schlug noch einmal zurück.

Schlussminute in der Eisenacher Werner-Assmann-„Hölle“: 25:25 steht es nach einer furiosen Aufholjagd der Gäste. 17:22 (49.) hatten die Zweitliga-Handballer des HC Empor Rostock beim ThSV Eisenach bereits hinten gelegen. Angriff der Gastgeber. Fynn Hangstein tankt sich durch, netzt ein – 39 Sekunden vor dem Abpfiff 26:25. Trainer Till Wiechers nimmt Auszeit. Letzte Absprachen beim in der zweiten Hälfte mit einem zusätzlichen Feldspieler agierenden HCE. Tatsächlich schafft Robin Breitenfeldt mit einem Hüftwurf erneut den Ausgleich (59:54). Punkt gerettet? Nein, denn schnelle Mitte, Pass auf Ante Tokic, und der trifft per Rückhand mit dem Schlussgong zur bitteren Rostocker 26:27-Niederlage.

Schon am Mittwoch geht es gegen VfL Gummersbach weiter

Verständlich die Enttäuschung der ohne Philipp Asmussen (Oberschenkelprobleme) und Per Oke Kohnagel (Achillessehne) angetretenen Blau-Gelben zum Auftakt der englischen Woche: Weiter geht es mit Heimspielen schon am Mittwoch gegen Spitzenreiter VfL Gummersbach (19 Uhr) sowie am Sonntag gegen den Zweiten und Mitaufsteiger VfL Eintracht Hagen (16 Uhr/jeweils Stadthalle).

Die Blau-Gelben hatten in Eisenach einen Riesenfight geliefert, sich kämpferisch nie aufgegeben, doch unter dem Strich mit einer miserablen Chancenverwertung und einer Vielzahl technischer und Regelfehler selbst geschlagen.

Es hätte einfach mehr herausspringen müssen

Gegen einen nach fünf Niederlagen in Serie verunsicherten Kontrahenten hätte einfach mehr herausspringen müssen. Da versiebten Janos Steidtmann, Nick Witte, Dennis Mehler und Jonas Ottsen klarste Gelegenheiten, warfen Johannes Jepsen im ThSV-Gehäuse berühmt. Empor vergab die Chance, beim 9:7 (23.) die Gastgeber weiter unter Druck zu setzen. „Ohne Linkshänder im Rückraum wurde das gegen eine aggressive 5:1-Abwehr zusätzlich erschwert“, meinte Wiechers.

Ab dem 14:14 (38.) übernahm Eisenach über 17:16 (42.) und 19:17 (43.) die Initiative. Nach fünf erfolglosen Angriffen lag der HCE dann mit 17:22 hinten. Wiechers stellte auf 4:2-Defensive um – Volltreffer, die Männer von der Warnow kämpften sich aufopferungsvoll wieder heran. „Am Ende wurden wir leider nicht belohnt. Das Glück war auf der Seiten der Eisenacher“, konstatierte der Gäste-Coach.

Eisenach: Jepsen, Eichberger – Iffert, Wöhler 2/2, Potist, Hangstein 10/2, Ulshöfer, Walz, Hideg 1, Tokic 8, Sousa, Dicker, Donker 1, Schneibel 3, Weyhrauch, Saul 2

Rostock: Wetzel, L. Mehler – Wilhelm 2, Steidtmann 1, Ottsen 3, Schütze 1, D. Mehler, Völzke 3, Witte, Schmidt, Zboril, Breitenfeldt 10/6, Thümmler 3, Pechstein 2, Lößner 1, Kohnagel (nicht eingesetzt)

Siebenmeter: Eisenach 5/4, Rostock 6/6

Zeitstrafen: Eisenach 14, Rostock 12 Minuten

Schiedsrichter: Hurst/Krag (Berlin/Frankfurt am Main)

Zuschauer: 1117