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Fußball-Verbandsliga Josef Lehner hält den Schädel hin

Von André Gericke | 29.09.2019, 18:52 Uhr

Erneuter Wechsel an der Tabellenspitze der Fußball-Verbandsliga: Durch einen 1:0-Erfolg in Grimmen kletterte der SV Pastow auf Platz eins.

Grimmener SV – SV Pastow 0:1 (0:0)

Trotz des Erfolges war SVP-Coach Heiner Bittorf mächtig angefressen. „Wir haben überhaupt nicht das gezeigt, was wir können. Irgendwie war komplett der Wurm drin. Selbst eine deutliche Halbzeitansprache hat nicht gefruchtet, sondern zog noch die letzten Prozente aus einigen Spielern. Wir können uns bei unserem Torwart Eike Döscher, der überragend hielt, und Grimmen bedanken, dass wir nicht schon zur Pause klar in Rückstand waren“, sagte Bittorf.

Nach dem Wechsel verlief die Partie ähnlich weiter, so dass der Gäste-Trainer sich nur mit dem von ihm in der Pause angekündigten Mittel, lange Bälle auf Josef Lehner zu schlagen, zu helfen wusste. „Ich hatte gesagt, dass das Spiel wohl durch einen Standard entschieden werden wird und bei uns dafür eigentlich nur Josef in Frage kommt. Und dann fällt ihm eine Ecke genau auf den Schädel. Ich habe mich schon lange nicht mehr so über einen Sieg gefreut“, so Heiner Bittorf, der mahnte: „Das war eine Warnung zur rechten Zeit. Am nächsten Spieltag gegen Neubrandenburg müssen wir uns deutlich steigern.“

Pastow: Döscher – Kaminski, Bockholt, Mönck (58. Lehner), Fränk, Kunze, Wiek, Grahl, Mansour (74. Plitt), Wandt, Maerz (84. Papenthin)

Tor: 0:1 Lehner (80.)

Gelb-Rot: 72. Fränk (Pastow)

FC Förderkader René Schneider – SG Aufbau Boizenburg 1:1 (0:0)

Stephan Malorny (Förderkader): Ich ärgere mich gar nicht so sehr über das Gegentor in der Nachspielzeit, sondern darüber, dass wir es vorher versäumt haben, ein zweites oder drittes Tor zu erzielen. Wir haben über 75 Minuten ein ordentliches Spiel gemacht, vergaben aber auch zahlreiche gute Chancen. Zudem erzielten wir in der 87. Minute durch Danilo Hopfmann ein vermeintliches 2:0, dass wegen Abseits nicht gegeben wurde, wobei mir alle Spieler sagten, dass es regulär war.

Förderkader: Tautenhahn – Böhm, Jankowski, Ramdoun (34. Pagels), Baaske, Grest, Weder, Gildemeister, Philip Schröder, Buchman (71. Hopfmann), Behn. Tore: 1:0 Böhm (53.), 1:1 L. Voß (90.+1)

Penzliner SV – SV Warnemünde 2:4 (0:2)

Eckerhard Pasch (Warnemünde): Ich hatte mir den Gegner bei seinem 5:2 in Kühlungsborn angeschaut. Wir wollten sie dann auch mit ihren Mitteln schlagen und agierten aus einer kompakten Defensive, setzten auf Konter. Das hat in der ersten Hälfte super geklappt. Einzig in der Phase nach der Pause wackelten wir kurz, kassierten nach zwei individuellen Fehlern den Ausgleich. Doch unser Sieg war dennoch nicht in Gefahr. Wir waren nach vorne einfach zielstrebiger und durchschlagskräftiger, holten uns verdient die drei Punkte.

Warnemünde: Becksmann – Paul Schröder, Benduhn, Kuchel, Stein, Mahlke (65. Mirzoyan), Schäfer, Martin Ahrens, Hojenski, Apitz, Scheller (86. Steinleger)

Tore: 0:1 Ahrens (11.), 0:2 Ahrens (42.), 1:2 Normen Richter (56.), 2:2 Richter (62./Foulelfmeter), 2:3 Ahrens (75.), 2:4 Mirzoyan (85.)

1. FC Neubrandenburg 04 – Rostocker FC 3:0 (2:0)

Jens Dowe (RFC): Ich bin schon ein bisschen enttäuscht. Wir traten zwar ersatzgeschwächt an, aber ich finde, dass man trotzdem mehr Gegenwehr leisten kann. Wir sollten uns nicht damit beschäftigen, wer alles gefehlt hat, sondern lieber alles in die Waagschale werfen und gegenhalten. Diese letzten Prozente fehlten mir irgendwie.

Rostocker FC: Werk – Krause, Ben-Cadi, Nehls, Rausch, Papenhagen, dos Santos, Doagbodzi (46. Mahama), Pett, Siegmund, Dojahn (32. Sabirov)

Tore: 1:0 Schultze (26.), 2:0 Grube (36.), 3:0 Grube (71.)

Rote Karte: 41. Neubrandenburg

TSV Bützow – FSV Kühlungsborn 1:2 (1:1)

René Schultz (Kühlungsborn): Es war keine einfache Aufgabe. In Bützow geht es ja auch immer ein bisschen hitzig zu, und wir wollten auch nicht die Ersten sein, gegen die der Gegner punktet. Wichtig war, dass wir durch den ersten Verbandsliga-Treffer von Jonas Penzenstadler kurz vor der Pause ausglichen. Nach dem Wechsel gelang Leon Höhndorf per Elfmeter rasch das 2:1, jedoch ließ er ein mögliches 3:1, ebenfalls per Elfmeter (63./gehalten – d. Red.), wenig später liegen. Dann wären bei Bützow in der aktuellen Verfassung bestimmt die Köpfe runtergegangen. So mussten wir noch eine hitzige Schlussphase überstehen, retteten den Vorsprung jedoch recht souverän über die Zeit.

Kühlungsborn: Heskamp – Krötsching (72. Koopmann), Hagedorn (88. Prüter), Bartsch, Fogel, Höhndorf (69. Werner), Penzenstadler, Wilke, Mietzelfeld, Franke, Bohm

Tore: 1:0 Buczek (14.), 1:1 Penzenstadler (44.), 1:2 Höhndorf (50./Foulelfmeter). Rot: 61. Buczek (Bützow)

Die weiteren Spiele:

Malchower SV – SV 90 Görmin 9:0 (6:0)

Tore: Täge 6, S. Voß 2, Mellmann

FC Mecklenburg Schwerin – FC Anker Wismar 3:3 (2:2)

Tore: 1:0 Wurr (18.), 1:1 Wahab (23.), 2:1 Wurr (41.), 2:2 Bode (43.), 2:3 Alergush (59.), 3:3 Witkowski (77.)

Güstrower SC 09 – FSV Einheit 1949 Ueckermünde 3:1 (1:1)

Tore: 0:1 Celeban (14.), 1:1 Schumacher (22.), 2:1 Mihajlovic (51.), 3:1 Schumacher (77.)