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American Football Griffins müssen besser zupacken

Von geri | 19.05.2018, 08:00 Uhr

Rostocker wollen gegen Solingen in die Erfolgsspur zurück. Heimdebüt für den neuen Quarterback Christopher Andrews.

Es ist wieder etwas Ruhe eingekehrt bei den Rostock Griffins. Nach zwei turbulenten Wochen mit dem Verlust ihres Quarterbacks Teejay Gordon (Saison-Aus nach Sprunggelenksbruch) und der kurzfristigen Verpflichtung von Christopher Andrews als neuen Spielmacher richten die American Footballer der Hansestadt ihren Fokus wieder komplett auf die Partie gegen die Solingen Paladins am Sonnabend ab 15 Uhr im Leichtathletikstadion. „Es war nicht leicht, doch wir hatten insgesamt eine gute Trainingsleistung. Wir wollen und müssen dieses Spiel gewinnen. Das wird aber kein Selbstläufer, denn es ist ein guter Gegner“, sagt Griffins-Coach Christopher Kuhfeldt.

Im Hinspiel vor einer Woche zogen die Rostocker auswärts mit 30:41 den Kürzeren. „Wir müssen uns vor allem in der Verteidigung steigern. In Solingen war unser Matchplan eigentlich richtig und wir haben viele Aktionen des Gegners gut gelesen, jedoch verpassten wir einfach zu viele Tackles (den Angreifer stoppen – d. Red.). Das müssen wir besser machen“, so der Trainer.

Wenn sich dann auch Christopher Andrews weiter steigert, könnte am Ende der zweite Saisonsieg herausspringen. Der neue Quarterback ist von seiner Spielweise mit Teejay Gordon zu vergleichen, allerdings ist er etwas größer und kräftiger. „Sie sind schon ähnliche Spielertypen, allerdings agiert Christopher etwas ruhiger und überlegter, dafür ist Teejay flinker und wendiger. Ich denke, dass wir einen sehr guten Ersatz gefunden haben. Vielleicht ist er insgesamt sogar einen Tick stärker. Aber wir müssen jetzt erstmal die nächsten Wochen abwarten“, sagt Christopher Kuhfeldt.

In jedem Fall wird Teejay Gordon, der mittlerweile das Krankenhaus verlassen hat, die Partie im Leichtathletikstadion verfolgen. „Das ist in jedem Fall so angedacht, wahrscheinlich aber nur für eine Halbzeit. Er hat zwar einen speziellen Laufschuh, darf den Fuß allerdings noch nicht belasten“, erklärt der Coach, der mit seinem Team nach zwei Pleiten in Serie in die Erfolgsspur zurück will.

Neuer Zuschauerrekord ist bereits geschafft Fast 2000 Anhänger des American Footballs haben sich bereits Karten für den Saison-Höhepunkt der Rostock Griffins am 26. Mai im Ostseestadion gesichert. „Das ist für uns natürlich super, weil wir dadurch schon die Sicherheit haben, dass es für uns trotz des großen Image-Gewinns kein finanzielles Risiko mehr ist“, sagt Jens Putzier, 1. Vorstand der Griffins. Der Zuschauerrekord der Rostocker liegt bei 1500.

Aktuell sind für die Partie gegen Erstliga-Absteiger Berlin Adler nur Tickets für die Westtribüne (Kapazität von 3500 Plätzen) erhältlich. Die Verantwortlichen ziehen in erWägung, auch noch die Nordtribüne zu öffnen. „Wir wollen jetzt noch die nächste Verkaufsphase abwarten und am Dienstag einen Kassensturz machen. Danach werden wir entscheiden“, so Putzier. Denn es sei schwer abzuschätzen, wie viele Zuschauer es sich tatsächlich erst am Spieltag überlegen werden, ins Stadion zu kommen. „Bei unseren normalen Heimspielen im Leichtathletikstadion haben wir vielleicht 20 Vorbestellungen. Der Rest besorgte sich die Tickets an der Tageskasse“, so Putzier.

Rund 1300 Fans besuchen im Schnitt die Spiele der Griffins. Allerdings geht Putzier davon aus, dass sich bei diesem besonderen Spiel viele Stamm-Zuschauer bereits ihre Karten gesichert haben. Zudem liegen noch weitere Bestellungen vor, die bislang noch nicht bezahlt wurden, sodass es letztlich wohl darauf hinauslaufen wird, dass die Nordtribüne geöffnet wird.