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Handball-Landesliga Pädagogik-Frauen siegen im letzten Moment

Von Klaus-Peter Kudruhs | 21.10.2019, 14:09 Uhr

Ein fast vollständiger Spieltag in der neuen Landesliga der Handball-Frauen brachte tabellenmäßig keine Veränderungen.

SSV Einheit Teterow – Rostocker HC II 9:19 (23:33)

Fast vier Wochen Pause hatten dem Spielrhythmus der Handballfrauen des Rostocker HC II nicht geschadet. Die Dolphins-Reserve zeigte dem kampferprobten Team des SSV Einheit Teterow in deren Halle mit 33:23 Toren die Grenzen auf. Am Ende standen 15 Strafwürfe sowie elf Zeitstrafen und zwei direkte Disqualifikationen im Protokoll der Partie. Allein sieben Zeitstrafen und beide Disqualifikationen gingen auf das Konto der Gastgeberinnen. Die Teterower Damen versuchten, mit Kampf und Krampf das technisch gute Spiel der Gäste zu unterbinden. RHC-Trainerin Brigit Polkehn meinte nur noch: „Handball ist ein körperbetontes Spiel, ohne Frage. Wenn aber Verletzungen der Gegenspielerin billigend in Kauf genommen werden, bei Gegenstößen in den Arm gegriffen wird, dann ist es gut, wenn Schiedsrichter konsequent durchgreifen.“ Beide Unparteiische taten dies. So zog das RHC-Team schnell auf 7:1 (8.) weg, und machte über ein 15:7 mit dem 19:9 zur Halbzeit fast schon alles klar. Die Rostocker Abwehr um Lena Clasen im Tor stand auch nach dem Seitenwechsel sicher. Bei Ballgewinn wurde weiterhin schnell nach vorn gespielt. Mit dem 24:14 (44.) waren für Rostock alle Messen gelesen.

Rostocker HC: Lena Clasen – Lilly-Marie Schultz 5, Justine Schwarz 4, Sarah Müller 4/2, Johanna Zoll 4, Nadine Rambow 1, Rieke Anderson 9/3, Kira Beinlich 1, Veronika Mahr, Nora Leonhardt 2, Julia Janke 3

HSV Grimmen - SV Warnemünde 18:25 (7:13)

Die längere Spielpause überstanden die Handballfrauen des SV Warnemünde ganz gut. So war die Begegnung beim HSV Grimmen schon gut, da bis zum nächsten Auftritt im Pokal gegen die HSG Uni Rostock wieder eine mehrwöchige Pause ansteht. Die Ostseestädterinnen gewannen in Vorpommern mehr als sicher mit 25:18 Toren. „Der Mannschaft und mir fehlen nach dem Spiel aber irgendwie die Worte. Das Fazit: Zwei Punkte geholt, Tabellenführung vorübergehend gesichert, da der RHC II ein Spiel weniger hat. Ansonsten sollte der Mantel des Schweigens über das Spiel ausgebreitet werden“, berichtete der SVW-Coach Stefan Strack doch etwas enttäuscht. Die Warnemünderinnen hatten keine Einstellung zum Spiel. Sie agierten statisch und verzettelten sich in Einzelaktionen. So stand es zunächst 6:6 (15.), aber dann etwas mehr Einsatz ohne Glanz bis zur 13:7-Halbzeitführung. Die HSV-Sieben hatte mit dem 13:17 (49.) noch ein Minimum an Chance. Warnemünde kam wieder mehr in Fahrt und überlief die Einheimischen noch zum Sieben-Tore-Vorsprung.

SV Warnemünde: Michelle Bladt, Annalena Knoop – Katharina Jens 2, Maxi Boelter 6, Maria Kessy Czarschka 7/1, Josy Jodmikat 3, Anna Maske 2, Leandra Schwebke 1, Katharina Pingel 2, Charlene Than 2

SV Pädagogik Rostock – Stavenhagener SV 26:25 (14:14)

Gewonnen ist gewonnen dachten sich die Zuschauer am Sonntag in der Sporthalle Lichtenhagen Dorf. Ihr SV Pädagogik Rostock bezwang den Stavenhagener SV knapp, aber nicht unverdient mit 26:25 Toren. Die Gastgeberinnen waren irgendwie nicht gleich bei der Sache. Die Rostockerinnen begannen mit einem 0:2 und blieben bis zum 5:6 (12.) in der Hinterhand. Danach ein besseres Spiel der Gastgeberinnen bis zum 14:14 zur Pause. „Auch in der zweiten Hälfte blieb es eine ausgeglichenes Spiel“, meinte Pädagogik-Trainerin Christiane Weber im Nachhinein. „Wir schafften durch konsequente Abwehrarbeit sogar eine Drei-Tore Führung (19:16/43. D. R.). Doch das war nicht die Entscheidung. Bis zum Ende entwickelte sich eine hochdramatische Partie.“ Stavenhagen drehte den Spieß zum 23:20 (51.) wieder um, aber Pädagogik konterte und rette sich mit dem 26. Treffer, erzielt von Kerstin Schümann, zum erstem Heimsieg der neuen Serie.

SV Pädagogik Rostock: Heike Suckow, Julia Biermann – Victoria Grube 4, Kerstin Schümann 9/2, Emely Böttcher, Catharina Drobek, Maria Wedel 1/1, Alexis Waack 1, Anne Streblow 4/2, Peggy Wandel 1, Kerstin Awe, Samira Lindenau 3, Stefanie Asmus, Nicole Rosentreter 3

Bad Doberaner SV – TSV Bützow 20:28 (9:12)

Der Bad Doberaner SV unterlag dem TSV Bützow letztendlich mit 20:28 Toren. Dabei lieferten die Münsterstädterinnen mit dem 8:12 zur Pause und dem 12:14 nach dem fast zwei identische Halbzeiten ab. „Mit der ersten Hälfte bin ich zufrieden. Der Drei-Tore-Rückstand geht in Ordnung“, meinte DSV-Coach Torsten Römer im Nachhinein. „Im zweiten Teil zu viele Fehlpässe, zu viel wurde verworfen. Die Chancen für ein besseres Ergebnis waren da, als Bützow in Unterzahl spielen musste.“ Gleich nach der Pause gerieten die Einheimischen mit 10:15 und später mit 13:21 (46.) in die Hinterhand. So war dann nichts mehr zu machen. Bützow gewann auch in dieser Höhe verdient.

Bad Doberaner SV: Anne Stahnke – Maja Nowak, Katrin Wende 3/2,Franziska Schriewer 1, Lena Schmidt 4, Betty-Jo Dobbert 1, Anja Frank 2/2, Juliane Furche 1, Elisa Kraeft, Astrid Kraeft 4, Bennie Rosenkranz 2, Luisa Davidek 1, Paula Köster, Theresa Ott 1

Mecklenburger SV - Schwaaner SV 22:21 (9:8)

Die Frauen des Schwaaner SV konnten beim Mecklenburger SV machen, was sie wollten. Immer war das Team von Trainerin Kathrin Behm im Nachtrapp. Nur beim 4:4, 6:6, 9:9, 17:17 und 18:18 (51.) konnten die Beke-Städterinnen gleich- aber nie vorbeiziehen. Nach dem 8:9 zur Pause hatten die Einheimischen zunächst mehr vom Spiel. Aber Rückstände machte Schwaan immer wett. Nicht mehr so das 18:20 (56.), denn der MSV legte weiter vor. Schwaan konnte bis eine Sekunde vor Spielende durch Josephine Tschiersch nur noch zum 21:22 aufschließen.

Schwaaner SV: Monique Utzmann – Daniela Klatt, Julia Müller, Wiebke Radlof 5/3, Franziska Gürcke 3/3, Emily Matuschek 3/1, Kathrin Bolte, Josephine Tschiersch 2, Anika Aude 4, Jessica Ahrens 1, Katja Bülow, Heike Burghardt 3/2, Christina Niemann.