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American Football Hartes Programm für Griffins

Von geri | 02.08.2018, 12:00 Uhr

Der Rostocker Zweitligist startet am Sonntag um 15 Uhr gegen die Lübeck Cougars in die Rückrunde

Nach der fünfwöchigen Sommerpause geht es für die American Footballer der Rostock Griffins in der German Football Liga 2 Nord nun Schlag auf Schlag. Den Auftakt zu sechs Spielen in sechs Wochen macht am Sonntag das Heimspiel gegen die Lübeck Cougars um 15 Uhr im Leichtathletikstadion. „Wir können jetzt befreit aufspielen und schauen einmal, was für uns noch möglich ist. Uns ist bewusst, dass wir von den Teams aus der Spitzengruppe sicher das härteste Restprogramm haben. Zudem sind sechs Spiele in Folge auch kein Zuckerschlecken“, sagt Griffins-Manager Jens Putzier.

Vor der Sommerpause machten die Greifen mit fünf Siegen in Serie den Klassenerhalt vorzeitig perfekt und verdienten sich 14 Tage footballfreie Zeit. „Seit drei Wochen sind wir jetzt aber wieder im Training. Die Beteiligung ist hoch, die Stimmung gut“, erklärt Headcoach Christopher Kuhfeldt.

Die Rostocker, die früh in der Saison verletzungsbedingt ihren Quarterback wechseln mussten und in dieser Phase ihre beiden Saisonpleiten kassierten, wollen in der Rückrunde noch einmal angreifen. „Wir haben zwar nicht direkt das Ziel Platz eins ausgegeben, wollen aber jede Partie offensiv angehen und gewinnen“, so Kuhfeldt, der am Sonntag gegen Lübeck eine Abwehrschlacht erwartet: „Die Cougars hatten zuletzt in Düsseldorf nur mit 0:13 verloren. Das sagt schon einiges aus und deutet auf eine starke Defensive hin. Ich erwarte ein knappes Spiel. Jeder Punkt kann entscheidend sein. Wir wollen die Partie lange offenhalten und dann am Ende einfach ein paar Zähler mehr machen.“

Doch auch die Griffins können auf eine tolle Abwehr bauen. In drei der vergangenen vier Partien ließen die Hansestädter keinen einzigen gegnerischen Touchdown zu.

Auch eine Woche später im Auswärtsspiel in Elmshorn wird die Verteidigung gefordert sein, wenn es zu den offensivstarken Fighting Pirates geht, die im Schnitt bislang mehr als 40 Punkte pro Spiel erzielen konnten. „Für uns wäre es wichtig, wenn wir an die Erfolgsserie aus der Hinrunde anknüpfen könnten und wenn wir zwei Siege holen würden, dann können wir in den beiden Spielen gegen den Liga-Primus aus Düsseldorf auch ,all-in‘ gehen“, so Kuhfeldt.

Vom Personal her sind die Rostocker gut aufgestellt, wenngleich sie in der Rotation einige Ausfälle beklagen müssen. „Bei den Widereceivern geht uns ein bisschen die Tiefe aus, haben wir jetzt nur noch sechs statt bis zu neun Spieler zur Verfügung. Auch auf den Abwehrpositionen des Cornerbacks und des Safetys haben wir Ausfälle zu beklagen. Dennoch gehe ich davon aus, dass wir gut vorbereitet in die Partie gehen“, so der Coach, der ein Duell auf Augenhöhe erwartet: „Ein großer Faktor wird sein, welches Team besser und mit weniger Fehlern aus der Sommerpause kommt.“

Neben der Kondition und technisch-taktischen Dingen lag die Konzentration in den vergangenen Tagen vor allem auf der Offense Line. Quarterback Christopher Andrews, der sich trotz fehlender Vorbereitung rasch ins Team fand, soll so Zeit bekommen, um seine Pässe an die Mitspieler zu bringen. „Er hat schon einen mächtigen Zug im Arm. Daran mussten sich die Passempfänger auch erst gewöhnen.“